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vom 11.06.2017, aktuelle Version,

Bad Vigaun

Bad Vigaun
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bad Vigaun
Bad Vigaun (Österreich)
Bad Vigaun
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Fläche: 17,57 km²
Koordinaten: 47° 40′ N, 13° 8′ O
Höhe: 484 m ü. A.
Einwohner: 2.060 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 5424
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 5 02 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Landstr. 28
5424 Bad Vigaun
Website: www.badvigaun.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Holztrattner (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(17 Mitglieder)
9
5
2
1
9  5  2  1 
Von 17 Sitzen entfallen auf:
  • ÖVP: 9
  • SPÖ: 5
  • Gemeinsam für Bad Vigaun: 2
  • FPÖ: 1

Lage der Gemeinde Bad Vigaun im Bezirk Hallein
Abtenau Adnet Annaberg-Lungötz Bad Vigaun Golling an der Salzach Hallein Krispl Kuchl Oberalm Puch bei Hallein Rußbach am Paß Gschütt Sankt Koloman Scheffau am Tennengebirge Lage der Gemeinde Bad Vigaun im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Am Dorfplatz, im Hintergrund die Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bad Vigaun ist eine Ortsgemeinde mit 2060 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Hallein im Salzburger Land in Österreich.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Tennengau, 15 km südlich von Salzburg im Salzburger Land zwischen Hagen- und Tennengebirge, Untersberg an der Ostabdachung der Osterhorngruppe (Salzburger Voralpen).

Der Schlenken gilt als Hausberg von Bad Vigaun, die Taugl bildet hier ein beliebtes Badegebiet.

Bad Vigaun liegt direkt an der Tauernautobahn A 10 und ist durch eine eigene Haltestelle der Linie S3 (S-Bahn Salzburg) von der Landeshauptstadt aus Salzburg erreichbar. Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Golling, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Rengerberg (292)
  • Riedl (76)
  • Sankt Margarethen (297)
  • Vigaun (1398)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Rengerberg und Vigaun.

Nachbargemeinden

Hallein Adnet Krispl
Kuchl Sankt Koloman

Geschichte

Vicone bzw. Figun war im Altertum ein römisches Großdorf in der Provinz Noricum. Im Mittelalter erfolgte die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 748. Die Pfarrkirche von Vigaun wurde gegen Ende des 8. Jahrhunderts in einem Verzeichnis erwähnt, in dem Bischof Arno von Salzburg († 821), ein Günstling Karls des Großen, die in Salzburg und im Chiemgau vorhandenen Pfarrkirchen aufgelistet hatte.[2]

Name

Mit Bescheid vom 11. Dezember 1978 hat die Salzburger Landesregierung die in der Katastralgemeinde Vigaun zu Tage tretende Barbaraquelle als Heilquelle anerkannt.[3] Seit 26. Juni 2002 lautet der Name der Gemeinde Bad Vigaun.[4]

Wappen

Blasonierung: „In Schwarz, begleitet in der unteren Schildhälfte von drei (2, 1) goldenen Kugeln, das goldnimbierte und mit roter Inful bedeckte Haupt des Hl. Dionys“.

Politik

Bürgermeister ist Fritz Holztrattner von der ÖVP.

Gemeindepartnerschaft

  • Marktgemeinde Stratzing nahe Krems in Niederösterreich

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche Hl. Dionysius wurde von 1488 bis 1516 neu als spätgotische dreischiffige geostete Hallenkirche unter einem Satteldach mit einem Westturm erbaut und ist von einem Friedhof mit einer hohen Friedhofsmauer umgeben.[5]
  • Obersamhof-Kapelle mit Walmdach mit Figur Hl. Antonius vom Bildhauer Bernhard Prähauser aus 1970[5]
  • Das Kriegerdenkmal hat eine Figurengruppe des Bildhauers Jakob Adlhart aus 1953[5]
  • Die Filialkirche Hl. Margaretha im Kirchweiler St. Margarethen ist eine spätgotische einschiffige Kirche mit einer bemerkenswerten barocken Außenkanzel mit einem barocken Vordach.
  • Bruderloch - die zweitälteste christliche Kultstätte des Landes Salzburg
  • Gemeindegalerie Bad Vigaun
  • Heimatmuseum im Mesnerhäusl aus 1790
  • Naturbad Taugl
  • Teufelsbrücke/Römerbrücke als Rundbogenbrücke aus Nagelfluh-Quadern aus 1613 über den Bach Taugl siehe Denkmalliste von Kuchl
  • Schlenken-Durchgangshöhle

Wirtschaft

Bedeutendster Wirtschaftsfaktor am Ort ist das Medizinische Zentrum Bad Vigaun mit Privatklinik und der Heiltherme (Schwefelbäder), die die Gemeinde zum Kurort machen.

Volkskultur und Vereine

In Bad Vigaun haben es sich etliche Vereine zum Ziel gesetzt, die Gebräuche des Landes zu erhalten, so der Krippenbauverein Bad Vigaun, die Festschützen, die Trachtenmusikkapelle Bad Vigaun und der Trachtenverein d'Schmittenstoana als Schuhplattler.

Sport

Die Tennengauer Gemeinde besaß von 1948 bis 1963 mit dem SK Vigaun einen eigenen Fußballverein. Nach dessen Abwanderung nach Hallein wurde erst im Jahr 2000 mit dem UFC Bad Vigaun ein neuer Verein gegründet. Der UFC Bad Vigaun spielt in der Saison 2007/08 um den Aufstieg der 2. Klasse Nord B.

Literatur

  • Michael Neureiter (Red.), Kurt Conrad (u.a.): Vigaun – von Natur, Kultur und Kur. Gemeinde Vigaun (Hrsg.), Vigaun 1990, OBV.
  • Franz Ortner, Reinhard Weidl (Red.): Die Kirchen von Vigaun. Bezirk Hallein, Erzdiözese Salzburg. Christliche Kunststätten Österreichs, Band 250, ZDB-ID 2182605-5. Erste Auflage. Verlag St. Peter, Salzburg 1995, OBV.
  • Raimund Egger (Hrsg.), Michael Neureiter (Fotogr.): Bad Vigaun. Kurzführer Klein- & Flurdenkmäler. Gemeinde Bad Vigaun, Bad Vigaun 2008, OBV.
  Commons: Bad Vigaun  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld (Hrsg.): Salzburg und Berchtesgaden, in historisch-statistisch-geographisch- und staatsökonomischen Beyträgen. Band 2, Salzburg 1810, S. 252.
  3. Sbg LGBl 1979/20. In: Landesgesetzblatt für das Land Salzburg, Jahrgang 1979, S. 16. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lgs.
  4. Sbg LGBl 2002/58.
  5. 1 2 3 Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986, Vigaun, Pfarrkirche hl. Dionysius, Obersamhof-Kapelle, Kriegerdenkmal, Bauernhöfe, Teufelsbrücke, S. 467–469.