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vom 24.05.2020, aktuelle Version,

Bad Vigaun

Bad Vigaun
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bad Vigaun
Bad Vigaun (Österreich)
Bad Vigaun
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Fläche: 17,57 km²
Koordinaten: 47° 40′ N, 13° 8′ O
Höhe: 484 m ü. A.
Einwohner: 2.073 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 5424
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 5 02 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Landstr. 28
5424 Bad Vigaun
Website: www.badvigaun.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Holztrattner (ÖVP)
Gemeinderat: (2019)
(17 Mitglieder)
9
3
3
2
9  3  3  2 
Insgesamt 17 Sitze
Lage von Bad Vigaun im Bezirk Hallein
AbtenauAdnetAnnaberg-LungötzBad VigaunGolling an der SalzachHalleinKrisplKuchlOberalmPuch bei HalleinRußbach am Paß GschüttSankt KolomanScheffau am Tennengebirge Lage der Gemeinde Bad Vigaun im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Am Dorfplatz, im Hintergrund die Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bad Vigaun ist eine Ortsgemeinde mit 2073 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Hallein im Salzburger Land in Österreich.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Tennengau, 15 Kilometer südlich von Salzburg im Salzburger Land zwischen Hagen- und Tennengebirge, Untersberg an der Ostabdachung der Osterhorngruppe (Salzburger Voralpen).

Der Schlenken gilt als Hausberg von Bad Vigaun, die Taugl bildet hier ein beliebtes Badegebiet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Rengerberg (321)
  • Riedl (82)
  • Sankt Margarethen (289)
  • Vigaun (1381)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Rengerberg und Vigaun.

Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Golling, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.

Nachbargemeinden

Hallein Adnet Krispl
Kuchl Sankt Koloman

Geschichte

Vicone bzw. Figun war im Altertum ein römisches Großdorf in der Provinz Noricum. Im Mittelalter erfolgte die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 748. Die Pfarrkirche von Vigaun wurde gegen Ende des 8. Jahrhunderts in einem Verzeichnis erwähnt, in dem Bischof Arno von Salzburg († 821), ein Günstling Karls des Großen, die in Salzburg und im Chiemgau vorhandenen Pfarrkirchen aufgelistet hatte.[2]

Mit Bescheid vom 11. Dezember 1978 hat die Salzburger Landesregierung die in der Katastralgemeinde Vigaun zu Tage tretende Barbaraquelle als Heilquelle anerkannt.[3] Seit 26. Juni 2002 lautet der Name der Gemeinde Bad Vigaun.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Im Jahr 2018 hatte Bad Vigaun 2.091 Einwohner. Der Anstieg der Bevölkerung ist vor allem auf eine positive Geburtenbilanz zurückzuführen, zum Beispiel mit +107 von 2001 bis 2011.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Pfarrkirche Bad Vigaun hl. Dionysius: Die Kirche wurde von 1488 bis 1516 neu als spätgotische dreischiffige geostete Hallenkirche unter einem Satteldach mit einem Westturm erbaut und ist von einem Friedhof mit einer hohen Friedhofsmauer umgeben.[6]
  • Obersamhof-Kapelle mit Walmdach mit Figur Hl. Antonius vom Bildhauer Bernhard Prähauser aus 1970[6]
  • Das Kriegerdenkmal hat eine Figurengruppe des Bildhauers Jakob Adlhart aus 1953[6]
  • Die Filialkirche Hl. Margaretha im Kirchweiler St. Margarethen ist eine spätgotische einschiffige Kirche mit einer bemerkenswerten barocken Außenkanzel mit einem barocken Vordach.
  • Bruderloch – die zweitälteste christliche Kultstätte des Landes Salzburg
  • Gemeindegalerie Bad Vigaun
  • Heimatmuseum im Mesnerhäusl aus 1790
  • Naturbad Taugl
  • Teufelsbrücke/Römerbrücke als Rundbogenbrücke aus Nagelfluh-Quadern aus 1613 über den Bach Taugl siehe Denkmalliste von Kuchl
  • Schlenken-Durchgangshöhle

Vereine

In Bad Vigaun haben es sich etliche Vereine zum Ziel gesetzt, die Gebräuche des Landes zu erhalten, so der Krippenbauverein Bad Vigaun, die Festschützen, die Trachtenmusikkapelle Bad Vigaun und der Trachtenverein d'Schmittenstoana als Schuhplattler.

Sport

Die Tennengauer Gemeinde besaß von 1948 bis 1963 mit dem SK Vigaun einen eigenen Fußballverein. Nach dessen Abwanderung nach Hallein wurde erst im Jahr 2000 mit dem UFC Bad Vigaun ein neuer Verein gegründet. Der UFC Bad Vigaun spielt in der Saison 2007/08 um den Aufstieg der 2. Klasse Nord B.

Wirtschaft

Bedeutendster Wirtschaftsfaktor am Ort ist das Medizinische Zentrum Bad Vigaun mit Privatklinik und der Heiltherme (Schwefelbäder), die die Gemeinde zum Kurort machen.

Verkehr

  • Straße: Bad Vigaun liegt direkt an der Tauernautobahn A 10.
  • Bahn: Bad Vigaun ist durch eine eigene Haltestelle der Linie S3 (S-Bahn Salzburg) von der Landeshauptstadt aus Salzburg erreichbar.

Politik

BW

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 17 Mitglieder.

Bürgermeister

  • bis 1969 Josef Klabacher
  • 1969–1979 Hugo Mailänder
  • 1979–1994 Walter Schörghofer[8]
  • 1994–2013 Raimund Egger (ÖVP)[9]
  • seit 2013 Friedrich Holztrattner (ÖVP)[10]

Wappen

Blasonierung: „In Schwarz, begleitet in der unteren Schildhälfte von drei (2, 1) goldenen Kugeln, das goldnimbierte und mit roter Inful bedeckte Haupt des Hl. Dionys“.

Gemeindepartnerschaften

  • Marktgemeinde Stratzing nahe Krems in Niederösterreich

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Michael Neureiter (Red.), Kurt Conrad (u. a.): Vigaun – von Natur, Kultur und Kur. Gemeinde Vigaun (Hrsg.), Vigaun 1990, OBV.
  • Franz Ortner, Reinhard Weidl (Red.): Die Kirchen von Vigaun. Bezirk Hallein, Erzdiözese Salzburg. Christliche Kunststätten Österreichs, Band 250, ZDB-ID 2182605-5. Erste Auflage. Verlag St. Peter, Salzburg 1995, OBV.
  • Raimund Egger (Hrsg.), Michael Neureiter (Fotos): Bad Vigaun. Kurzführer Klein- & Flurdenkmäler. Gemeinde Bad Vigaun, Bad Vigaun 2008, OBV.
Commons: Bad Vigaun  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld (Hrsg.): Salzburg und Berchtesgaden, in historisch-statistisch-geographisch- und staatsökonomischen Beyträgen. Band 2, Salzburg 1810, S. 252.
  3. Sbg LGBl 1979/20. In: Landesgesetzblatt für das Land Salzburg, Jahrgang 1979, S. 16. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/lgs.
  4. Sbg LGBl 2002/58.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Bad Vigaun, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 6. Februar 2019.
  6. 1 2 3 Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986, Vigaun, Pfarrkirche hl. Dionysius, Obersamhof-Kapelle, Kriegerdenkmal, Bauernhöfe, Teufelsbrücke, S. 467–469.
  7. https://www.salzburg.gv.at/stat/wahlen/gvw/index.html#erg.27.0.0.2
  8. Walter Schörghofer Salzburgwiki
  9. Raimund Egger Salzburgwiki
  10. Fritz Holztrattner Salzburgwiki