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vom 23.05.2018, aktuelle Version,

Bahnstrecke Wien–Brno

Wien Südbahnhof–Brno hlavní nádraží
Streckennummer (ÖBB): 116 01
Kursbuchstrecke (ÖBB): 902
Kursbuchstrecke (SŽDC): 244
Streckenlänge: 155,770 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: Wien–Laa an der Thaya: 15 kV 16,7 Hz ~
Minimaler Radius: 262 m
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Zweigleisigkeit: Wien Hauptbahnhof – Wolkersdorf
Mistelbach – Mistelbach Stadt (in Planung)
0,000 Wien Südbahnhof (Ostbahn)
von Wien Süd Frachtenbahnhof
1,539 Wien Südbahnhof Spitz
von Wien Hauptbahnhof
nach Bruck/Leitha
3,373 Simmering
von Wien Zentralverschiebebahnhof
4,957 Wien-Haidestraße
Bahnstrecke St. Marx–Kraftwerk Simmering
5,707 Wien Erdbergerlände
von St. Marx
Ostbahnbrücke
nach Wien Donaukaibahnhof
7,534 Wien Praterkai
Donauuferbahn
Donau und Neue Donau
Bahnstrecke Stadlau–Ölhafen Lobau
8,588 Wien-Lobau
von Öfhafen Lobau
10,552 Wien-Stadlau
nach Marchegg
11,300 Wien Erzherzog-Karl-Straße
11,977 Wien-Stadlau Nord
13,902 Wien Breitenleer Straße (früher Kagran ÖBB)
nach Süßenbrunn Entseuchungsbahnhof
nach Leopoldau
von Leopoldau
Nordbahn
nach Gänserndorf
von Leopoldau
18,732 Gerasdorf
21,325 Kapellerfeld
23,000 Seyring
23,373 Überleitstelle
26,722 Obersdorf Stammersdorfer Lokalbahn
28,598 Wolkersdorf
31,880 Ulrichskirchen
34,099 Schleinbach
37,896 Hautzendorf
41,515 Niederkreuzstetten
44,470 Neubau-Kreuzstetten
50,089 Ladendorf 220 m
52,435 Paasdorf
Lokalbahn Korneuburg–Hohenau
nach Mistelbach Lokalbahnhof
55,633 Mistelbach 210 m
56,220 Mistelbach Stadt 210 m
61,907 Siebenhirten NÖ 241 m
63,425 Hörersdorf
66,526 Frättingsdorf 263 m
70,918 Enzersdorf bei Staatz 238 m
nach Dobermannsdorf
74,937 Staatz 218 m
77,017 Kottingneusiedl
Novosedly–Zellerndorf
von Novosedly
von Laa an der Thaya Stadt
82,460 Laa an der Thaya 184 m
~84,3 Staatsgrenze Österreich-Tschechien
Thayabrücke
85,805 Hevlín früher Höflein 180 m
~91,1 Hrabětice früher Grafendorf 200 m
von Břeclav
92,546 Hrušovany nad Jevišovkou früher Grusbach 190 m
nach Znojmo
97,2 Pravice 215 m
100,2 Břežany 225 m
105,1 Dolenice 215 m
107,724 Miroslav 215 m
111,0 Našiměřice 240 m
114,5 Bohutice 275 m
118,010 Rakšice 285 m
Anschlussbahn Kernkraftwerk Dukovany
121,971 Moravský Krumlov 310 m
125,7 Budkovice 280 m
Tunnel Budkovický (140 m)
Tunnel Na Réně (148 m)
Němčice nad Jihlavou 280 m
Ivančický viadukt (375 m)
von Oslavany
131,862 Moravské Bránice 250 m
136,203 Silůvky 290 m
Tunnel Velký Prštický (322 m)
Radostice 305 m
Tunnel Malý Prštický (85 m)
von Okříšky
142,637 Střelice 295 m
Střelice dolní 285 m
146,013 Troubsko 265 m
149,248 Brno-Lískovec 205 m
von Břeclav
152,935 Brno-Horní Heršpice 205 m
von Vlárský průsmyk und von Přerov
155,770 Brno hlavní nádraží 205 m
nach Česká Třebová und nach Havlíčkův Brod

Die Bahnstrecke Wien–Brno ist eine Hauptbahn in Österreich und Tschechien, die ursprünglich durch die k.k. priv. Staatseisenbahngesellschaft (StEG) als Teilstück einer Fernverbindung WienBrünnPragDresden erbaut und betrieben wurde. 1945 infolge des Eisernen Vorhangs unterbrochen, sind heute nur noch die Abschnitte Wien–Laa an der Thaya („Laaer Ostbahn“) und Hevlín–Brno in Betrieb.

Geschichte

Für die Geschichte des Abschnittes Wien–Laa siehe Hauptartikel: Laaer Ostbahn

Am 2. Januar 1856 wurde die Strecke Střelice–Brünn durch die Brünn-Rossitzer Eisenbahn eröffnet. Am 15. September 1870 erfolgte die Aufnahme des Verkehrs auf dem Abschnitt Hrušovany nad Jevišovkou–Střelice.

Die beiden Tunnel bei Radostice waren die ersten in der gesamten k.u.k. Monarchie, bei denen zur Schießarbeit anstelle des herkömmlichen Schießpulvers auf Empfehlung des Oberleutnants Isidor Trauzl (1840–1929) Dynamit Verwendung fand. Der Tunnelbau war für einen zweigleisigen Betrieb konzipiert, jedoch wurde ein Zweitgleis nie verlegt.[1] Die Bauleitung dieser Tunnel, die durch den Buchenberg mit einem teilweisen reinen Quarzkern, hatten der Brückenbauer August Köstlin und Matthias von Pischof.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Verbindung wegen des Eisernen Vorhangs ihre überregionale Bedeutung. Heute dient der Abschnitt Hrušovany nad Jevišovkou–Střelice nur noch dem regionalen Verkehr, die restliche Strecke ist Teil der Fernverbindung České Budějovice–Brno.

Am 20. Oktober 1913 hatte sich, in Anbetracht der Unzulänglichkeit bestehender Verkehrsmittel, in Wien ein Aktions-Komitee konstituiert, das, unter der Präsidentschaft des in Belangen der Errichtung niederösterreichischer Eisenbahnlinien engagierten Abgeordneten Johann Mayer (1858–1941), den Bau einer (teilweise neu zu trassierenden) Elektrischen Schnellbahn Wien–Brünn ins Auge fasste.[3]

Hevlín–Hrušovany

Der Personenverkehr auf der seit 1945 von der Laaer Ostbahn getrennte nunmehrige Stichstrecke zwischen Hevlín und Hrušovany nad Jevišovkou wurde am 30. Juni 2010 eingestellt.[4]

Der Fahrplan 2010 wies an Werktagen zwischen Hrušovany und Hevlín 10 Reisezugpaare aus.[5] Zum Einsatz kamen Triebwagen der ČD-Baureihe 810 bzw. deren modernisierte Varianten.

Lückenschluss nach Österreich

Von politischer Seite besteht verhältnismäßig wenig Interesse, die Verbindung wieder zu reaktivieren, da sowohl Österreich als auch Tschechien diesen Bahnstrecken kaum Bedeutung zumessen. Anders sehen es Lokalpolitiker aus Laa, die damit eine Belebung der seit 2002 bestehenden Therme Laa erhoffen. Auch die Jungbunzlauer Austria AG, für die ein Gleisanschluss an die nördlichen Nachbarn „sehr wichtig wäre“, spricht sich laut einem Zeitungsbericht für den Lückenschluss aus.[6]

Literatur

  • Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006-2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1

Einzelnachweise

  1. radostice.cz (Memento vom 19. Februar 2009 im Internet Archive)
  2. Alfred Birk: Eisenbahn-Unterbau. In: Hermann Strach (Red.), Oesterreichischer Eisenbahnbeamten-Verein (Hrsg.): Geschichte der Eisenbahnen der Österreichisch-ungarischen Monarchie. II. Band. Prochaska, Wien 1898, S. 216.
  3. Kleine Chronik. (…) Die Elektrische Schnellbahn Wien–Brünn. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 17661/1913, 23. Oktober 1913, S. 8, unten rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp.
  4. Jahresfahrplan der CD, in dem sämtliche Züge bis 30. Juni ausgewiesen sind (PDF; 91 kB)@1@2Vorlage:Toter Link/www.cdrail.cz (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Jahresfahrplan 2010 (PDF; 91 kB) (Memento des Originals vom 8. Oktober 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cdrail.cz
  6. Schengen auf news.at vom 27. November 2007, abgerufen am 27. April 2013.