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vom 25.05.2018, aktuelle Version,

Bahnstrecke Novosedly–Zellerndorf

Novosedly–Zellerndorf
Bahnhof Pernhofen-Wulzeshofen (im Weinviertel)
Bahnhof Pernhofen-Wulzeshofen (im Weinviertel)
Streckennummer (ÖBB): 187 01
Kursbuchstrecke (ÖBB): -
Streckenlänge: 49,3 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4 (Pernhofen-Wulzeshofen – Zellerndorf)
B2 (Laa an der Thaya – Pernhofen-Wulzeshofen)
Maximale Neigung: 10 
Minimaler Radius: 192 m
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
von Břeclav
117,2 Novosedly früher Neusiedl-Dürnholz
nach Znojmo
120,3 Staatsgrenze TschechienÖsterreich
121,3 Wildendürnbach (Alt-Prerau)
127,1 Rothenseehof
131,1
2,0
Laa an der Thaya
Laaer Ostbahn
1,0 Anschlussbahn (Awanst) Müller Mühle
0,0
133,4
Laa an der Thaya Stadt
133,6 EK B 45
137,0 Blaustauden
139,5 Wulzeshofen
140,6 Pernhofen-Wulzeshofen
143,7 Zwingendorf
148,4 Kadolz-Mailberg
150,2 EK B 45
152,1 Obritz
153,3 Hadres-Markersdorf
154,4 Unter Markersdorf
155,7 Alberndorf im Pulkautal
155,7 EK B 45
158,3 Haugsdorf
Jetzelsdorf
159,8 EK B 303
160,2 Peigarten
162,0 Pernersdorf-Pfaffendorf
165,4 EK B 30
EK B 45
von Znojmo
166,8 Zellerndorf
nach Wien Floridsdorf
nach Sigmundsherberg

Die Bahnstrecke Novosedly–Zellerndorf ist eine normalspurige Nebenbahn im Weinviertel. Sie führt von Novosedly über Laa an der Thaya nach Zellerndorf. Die Strecke Neusiedl-Dürnholz–Laa an der Thaya–Zellerndorf war Teil des Hauptbahnnetzes der Kaiser Ferdinands-Nordbahn und wurde am 8. Dezember 1873 eröffnet.

Geschichte

Die Bauarbeiten der Strecke begannen im Februar 1873 und bereits nach wenigen Monaten abgeschlossen, sodass die Eröffnung bereits am 8. Dezember 1873 erfolgte. Ursprünglich war die Strecke als strategische Transitstrecke gedacht, weshalb sie zum Teil nur an den Orten vorbeiführte. Ein weiterer Grund für die Ortsferne der Bahnhöfe war, dass die Fuhrwerker, die den Frachtverkehr vom Bahnhof bis in die umliegenden Ortschaften mit Ochsengespannen versahen, sich generell gegen den Eisenbahnbau ausgesprochen hatten. Die Kilometrierung begann in Novosedly nicht mit 0,0, sondern mit 117,20 da die KFNB sämtliche Hauptstrecken ab Wien-Nord kilometrierte. An Kunstbauten gab es zwischen Novosedly und Laa nur kleinere Holzbrücken sowie die Brücke über die Strecke der StEG, der heutigen Laaer Ostbahn. Die Ladestellen Wildendürnbach und Rothenseehof besaßen jeweils ein Ladegleis, eine Wartehalle sowie ein Wächterhaus. Zusätzlich wurden in Rothenseehof Deckungssignale aufgestellt. Zu Beginn besaß noch die k.k. priv. Lundenburg-Grußbacher Bahn die Konzession für die Strecke, welche allerdings aufgrund von finanziellen Problem am 15. April 1876 an die KFNB verkauft wurde.

Am 4. Oktober 1930 wurde der Betrieb zwischen Novosedly und Wildendürnbach eingestellt und die Gleise bis zum Streckenkilometer 120,73 (rund 400 Meter vor der Staatsgrenze) abgetragen. Der Grund dafür war das schwache Verkehrsaufkommen mit zwei gemischten Zügen pro Tag. Danach verkehrte im Abschnitt Laa an der Thaya–Wildendürnbach ein Güterzugpaar mit Personenbeförderung am Nachmittag. Im April 1945 wurde die Brücke über die ehemaligen StEG-Strecke zerstört, sodass kein Verkehr nach Wildendürnbach mehr möglich war. Erst nach der Errichtung der 770 Meter langen Russenschleife vom Bahnhof Laa an der Thaya zum Streckenkilometer 131,29 in den Jahren 1945 und 1946 machte eine Wiederaufnahme des Verkehrs möglich. Allerdings gab es danach auf diesem Abschnitt überhaupt keinen Personenverkehr mehr und der Güterverkehr beschränkte sich auf einen Bedarfsverkehr zur Erntezeit.

Am 28. Mai 1988 wurde der Personenverkehr zwischen Laa an der Thaya Stadt und Zellerndorf eingestellt. Die Gleise zwischen Wildendürnbach und Laa an der Thaya Stadt inklusive des Verbindungsgleises zum Bahnhof Laa an der Thaya wurden gänzlich abgetragen.

Bis Dezember 2006 verkehrten im 2,2 Kilometer langen Abschnitt von Laa an der Thaya bis Laa an der Thaya Stadt noch Triebwagen der Reihe 5047. Das einzige, auf diesem Abschnitt heute noch verbliebene Personenzugspaar wird seither als Schienenersatzverkehr per Autobus geführt, weil die Strecke von Mistelbach bis Laa an der Thaya vollständig elektrifiziert wurde und für den kurzen Abschnitt bis Laa an der Thaya Stadt kein eigens dazu notwendiger Dieseltriebwagen in Laa stationiert wird.

Im Güterverkehr wird heute noch der Abschnitt von Laa an der Thaya zum Bahnhof Pernhofen-Wulzeshofen bedient. Hauptkunde ist das Glukosewerk von Jungbunzlauer in Pernhofen. Die weiterführende Strecke wird vom Güterverkehr planmäßig nicht bedient, steht aber bei Bedarf noch als Umleitungsstrecke zur Verfügung. Sie wurde 2005 saniert und weist seitdem die Streckenklasse D4 auf.[1]

Nachnutzung

Zeitweise gab es die Idee, die Strecke auch für Personenzüge mit Fahrradmitnahme zu öffnen. Dabei sollte das Konzept vom „Reblaus-Express“ übernommen werden.[1] Renovierungsarbeiten wären nicht in großem Umfang notwendig, da die Schienen noch in gutem Zustand sind.

Am 26. März 2017 erschien in den Niederösterreichischen Bezirksblättern (Bezirk Hollabrunn) ein Artikel über die Pulkautalbahn, die eine sinnvolle Nutzung der Strecke mittels Straßenbahngarnituren (sog. Pulkautaltram) vorschlägt.[2]

Literatur

Peter Gaider: Der Abschnitt Wildendürnbach – Laa an der Thaya der ÖBB-Strecke 87. In: Eisenbahn, Heft 1/1986 (39. Jahrgang). Bohmann, Wien 1110. S. 7

Einzelnachweise

  1. 1 2 http://www.meinbezirk.at/hollabrunn/chronik/hat-pulkautalbahn-eine-zukunft-d979678.html
  2. https://www.meinbezirk.at/hollabrunn/lokales/in-35-minuten-per-bahn-vom-pulkautal-nach-wien-eine-chance-fuer-die-region-d2067009.html
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