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vom 30.03.2017, aktuelle Version,

Bahnstrecke Zellerndorf–Sigmundsherberg

Zellerndorf–Sigmundsherberg
Streckennummer (ÖBB): 187 01
Streckenlänge: 19,8 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 17 
Minimaler Radius: 284 m
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
von Novosedly und Laa an der Thaya
von Znojmo
66,8
0,0
Zellerndorf 225 m ü. A.
Zellerndorf Ost
nach Wien Floridsdorf
2,1 Platt
7,1 Röschitz Lst
10,9 Pulkau Lst bis 1988 Bf 324 m ü. A.
12,2 Rafing
14,7 Missingdorf
17,9 Maigen
von Wien FJB
von Hadersdorf
19,8 Sigmundsherberg 435 m ü. A.
nach Gmünd

Die Bahnstrecke Zellerndorf–Sigmundsherberg (auch als Pulkautalbahn bezeichnet) ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke in Niederösterreich. Sie führt von Zellerndorf über Pulkau nach Sigmundsherberg.

Geschichte

Die Strecke war Teil des Stammnetzes der Österreichischen Nordwestbahn und wurde am 1. Juli 1872 eröffnet. Ursprünglich war die Strecke als strategische Transitstrecke gedacht, weshalb sie zum Teil nur an den Orten vorbeiführte. Der Bahnhof Pulkau liegt beispielsweise rund drei Kilometer außerhalb der Stadt. Ein weiterer Grund für die Ortsferne der Bahnhöfe war, dass die Fuhrwerker, die den Frachtverkehr vom Bahnhof bis in die umliegenden Ortschaften mit Ochsengespannen versahen, sich generell gegen den Eisenbahnbau ausgesprochen hatten.

Seit 29. Mai 1988 ist der Personenverkehr, wie auf vielen anderen Nebenbahnen auch, auf der gesamten Strecke eingestellt, alle Haltestellen (mit Ausnahme vom Bahnhof Pulkau) wurden gesperrt. Wenig später, am 19. Oktober 1988, wurde auch der Bahnhof Pulkau in eine unbesetzte Haltestelle umgewandelt; bis dahin war dieser noch zwecks Bedienung der handbedienten Schranken besetzt. Der verbliebene Güterverkehr auf der Strecke Zellerndorf–Sigmundsherberg wurde am 31. Mai 1990 eingestellt. Seitdem wurde dieser Streckenabschnitt immer wieder für Umleitungszüge von Gleissperren auf der Franz-Josefs-Bahn benützt, deswegen wurde im Bahnhof Pulkau immer einen Schrankenwärter eingesetzt.

Im Jahr 2005 wurden im Bahnhof Pulkau Entgleisungsversuche mit einem kurzen Güterzug und einem Messwagen durchgeführt.[1] Es wurde dabei ein neues System getestet, das entgleiste Achsen mittels Signalton dem Lokführer meldet. Deswegen hat man, um zum Bahnhof Pulkau zu kommen, den Streckenabschnitt von Sigmundsherberg bis Pulkau von Sträuchern und sonstigem Gestrüpp befreit, um mit dem Zug dorthin zu gelangen. Der Streckenabschnitt bis Zellerndorf wurde jedoch nicht wiederhergestellt, dieser ist nach wie vor – teilweise sogar bis zur Unkenntlichkeit – verwachsen. Bei den Testfahrten wurden die Gleisanlagen des Bahnhofs in Mitleidenschaft gezogen und nicht wieder repariert.

Weil 2006 im ehem. Wiener Südbahnhof ein Platzmangel aufgrund von Gleisabtragungen herrschte, wurde eine Transalpin-Garnitur (Baureihe 4010) und zwei Schlierenwaggons in Pulkau eine Zeit lang hinterstellt. [2]

Am 1. Jänner 2011 wurde die von den ÖBB zur Auflassung vorgesehene Strecke von der NÖVOG übernommen.

Im Juni 2014 wurde die Strecke von der NÖVOG an das Waldviertler Eisenbahnmuseum zur Nachnutzung übergeben. Im Rahmen einer Studie wird nunmehr bis zum Herbst 2014 erhoben, ob die desolate Strecke saniert und für touristische Zwecke genutzt werden kann.[3]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Entgleisungsversuche: Entgleisungsversuche in Pulkau
  2. Transalpin Garnitur abgestellt: 4010er Schrott in Pulkau
  3. Bezirksblätter Hollabrunn: ÖBB verkauften 20 km Nebenbahn