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vom 15.10.2017, aktuelle Version,

Barbara Karlich

Barbara Karlich (2014)

Barbara Karlich (* 7. Jänner 1969 in Wien) ist eine österreichische Fernsehmoderatorin, Journalistin und Publizistin.

Leben

Barbara Karlich ist die Tochter des Unternehmers Kommerzialrat Viktor Karlich[1] und der Bibliothekarin Katharina Karlich. Sie wuchs in Trausdorf im Burgenland auf und gehört der burgenländisch-kroatischen Minderheit an. Sie maturierte 1987 am Gymnasium Eisenstadt und übersiedelte nach Wien. An der Universität Wien studierte sie Publizistik, Psychologie und Theaterwissenschaften und absolvierte dort auch einen Hochschullehrgang für Öffentlichkeitsarbeit.[2] Beides schloss sie 1994 als Magistra ab.[3]

Nach einem Volontariat im ORF-Landesstudio Burgenland, wo sie erste journalistische Erfahrungen sammelte, arbeitete sie in verschiedenen Werbeagenturen, als Journalistin war sie im Wirtschaftsbereich tätig.[4] Ihre Karriere beim Radio begann 1996, zuletzt moderierte sie beim früheren Privatsender 92.9 RTL (Österreich) die tägliche Morgenshow Barbarella und die Morgencrew.

1999 wurde Karlich von der Intendantin Kathrin Zechner zum ORF-Fernsehen geholt, wo sie seit 27. Oktober 1999 ihre werktags gesendete Show moderiert.[4] Die Barbara Karlich Show auf ORF2 ist die einzig verbliebene Talkshow im deutschsprachigen Fernsehen und hält damit den Rekord der am längsten gesendeten Talkshows (seit mehr als 15 Jahren) in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Im Sommer 2001 führte sie durch die Reality-Doku Wie das Leben so spielt, die Menschen in besonderen und bewegenden Momenten ihres Lebens zeigte.[3] In den Jahren 2000, 2001 und 2002 moderierte sie die jährliche Gala Kinder für Licht ins Dunkel, von Ende 2003 bis Anfang 2005 besuchte sie ehemalige Gäste ihrer täglichen Talkshow für den Spin-off Karlich danach.[4] Seit 2015 moderiert sie mit Armin Assinger die Bundesländerhauptabend-Show 9 Plätze – 9 Schätze.

Ab 10. März 2006 nahm sie an der zweiten Staffel der ORF-Show Dancing Stars teil. Mit ihrem Tanzpartner Alexander Zaglmeier erreichte sie den 7. Platz und musste die Sendung nach der 4. Runde am 31. März 2006 verlassen.

Sie arbeitete (nach eigenen Angaben) 2009 am Institut für Soziologie der Universität Wien an einer Dissertation[4] zum Thema Die Bühne der Talkshow – Alltag und Lebenswelt der Talkgäste.[5]

Barbara Karlich spricht fließend Kroatisch, Englisch, Italienisch und Französisch. Sie lebt mit ihrer Tochter im Burgenland.

Schauspielkarriere

Seit vielen Jahren zeigt Karlich schauspielerische Ambitionen. 2015 war sie in der Serie Vorstadtweiber zu sehen und sie drehte für die Tatort-Folge Gier, die 2015 ausgestrahlt wurde und in der sie eine Ärztin verkörperte. Zuvor hatte Karlich Gastauftritte in Probieren Sie’s mal mit einem Jüngeren sowie Schlosshotel Orth. Sie trat wiederholt bei Sommertheater-Veranstaltungen auf, so unter anderem in Berndorf, Bromberg sowie Pitten, wo sie 2010 die Intendanz übernommen hatte. 2016 gab sie die Buhlschaft im Jedermann am Sommertheater Parndorf.[6]

Karlich ist Leiterin einer kroatischen Laientheatergruppe im Burgenland.[4]

Auszeichnungen

  • 2004: Romy als beliebteste Show- und Talkmasterin.
  • 2005: Romy als beliebteste Show- und Talkmasterin.

Film und Theater (Auswahl)

Film (TV)
  • 2000: Probieren Sie’s mit einem Jüngeren (deutsch-österreichische TV-Komödie)
  • 2000: Schlosshotel Orth
  • 2015: Tatort: Nullsummenspiel
  • 2015: Vorstadtweiber
  • 2016: Die Barbara Karlich Show
  • 2017: Kebab extra scharf!
Theater
  • Der Widerspenstigen Zähmung – Rolle Katharina (in kroatischer Sprache; Laientheatergruppe im Burgenland)[4]
  • 2003: Sommerfestspiele Berndorf – drei Rollen
  • 2004–2006: Bromberger Hexensommer
  • 2010: Pitten „Der Widerspenstigen Zähmung“ in der Musicalfassung

TV-Moderationen

Schriften

  • Public relations für Klein- und Mittelbetriebe untersucht am Beispiel des Steirischen Innovativprogramms. Diplomarbeit. Universität Wien, Wien 1993, OBV.
  • Walter Pirchl, — (Bearb.): Mit Vollgas bergauf. „Wazingers“ crazy life. (Taxi Orange, Erlebnisbericht). Ueberreuter, Wien 2001, ISBN 3-8000-3832-3.
  • Spitzbuben & Sternschnuppen. Wahre Liebesgeschichten aus Österreich. Edition a Verlagsgesellschaft, Wien 2009. ISBN 978-3-9900100-5-1.
  Commons: Barbara Karlich  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mag. Barbara Karlich (Memento vom 9. Februar 2014 im Internet Archive). In: karlich.at, abgerufen am 18. Mai 2016.
  2. Universitätslehrgang für Öffentlichkeitsarbeit am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. In: Mitteilungsblatt der Universität, Stück XXIX, Nummer 147, am 21. September 1999, im Studienjahr 1998/99 (PDF; 95 KB). Abgerufen am 18. Mai 2016.
  3. 1 2 Kerstin Slamnig: Diskursanalyse: ORF Talk – Ladies im Vergleich (DOC; 102 kB), 24. Juni 2003, abgerufen am 30. März 2010.
  4. 1 2 3 4 5 6 Barbara Karlich. In: stars.orf.at, abgerufen am 18. Mai 2016.
  5. Barbara Karlich: „Über das Sexleben nach Geschlechtsumwandlung“. In: derstandard.at, 11. September 2009, abgerufen am 18. Mai 2016.
  6. Das Stück Jedermann. In: theatersommer.info, abgerufen am 18. Mai 2016.