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vom 30.07.2018, aktuelle Version,

Bernhard Gruber (Nordischer Kombinierer)

Bernhard Gruber
Nation Osterreich  Österreich
Geburtstag 12. August 1982 (36 Jahre)
Geburtsort Schwarzach im Pongau, Österreich
Größe 185 cm
Gewicht 71 kg
Karriere
Verein WSV Bad Hofgastein,
SC Bischofshofen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × 0 × 3 ×
WM-Medaillen 3 × 2 × 1 ×
JWM-Medaillen 0 × 0 × 1 ×
Universiade Medaillen 1 × 1 × 0 ×
Nationale Medaillen 2 × 2 × 6 ×
 Olympische Winterspiele
0Gold0 2010 Vancouver Team
0Bronze0 2010 Vancouver Großschanze
0Bronze0 2014 Sotschi Team
0Bronze0 2018 Pyeongchang Team
 Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2011 Oslo Team Normalschanze
0Gold0 2011 Oslo Team Großschanze
0Silber0 2013 Val di Fiemme Einzel Großschanze
0Silber0 2013 Val di Fiemme Team-Sprint
0Gold0 2015 Falun Einzel Großschanze
0Bronze0 2017 Lahti Team Normalschanze
 Nordische Junioren-Ski-WM
0Bronze0 2000 Štrbské Pleso Team
 Winter-Universiade
0Silber0 2005 Innsbruck Gundersen
0Gold0 2005 Innsbruck Sprint
 Österreichische Meisterschaften
0Bronze0 1999 Stams Sprint
0Bronze0 2008 Oberstdorf Massenstart
0Bronze0 2010 Innsbruck Großschanze
0Bronze0 2012 Bischofshofen / Ramsau Großschanze
0Bronze0 2013 Villach Normalschanze
0Silber0 2013 Bischofshofen Großschanze
0Gold0 2015 Tschagguns-Partenen Normalschanze
0Gold0 2015 Tschagguns-Partenen Großschanze
0Silber0 2016 Bischofshofen / Villach Großschanze
0Bronze0 2016 Villach Normalschanze
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 1. Januar 2003
 Weltcupsiege 8 (6 Einzel)
 Gesamtweltcup 4. (2007/08, 2011/12, 2012/13)
 Sprintweltcup 3. (2007/08)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 5 6 8
 Sprint 1 1 2
 Massenstart 0 2 0
 Team 0 2 4
 Teamsprint 2 0 1
letzte Änderung: Saisonende 2017/18

Bernhard Gruber (* 12. August 1982 in Schwarzach im Pongau) ist ein österreichischer Nordischer Kombinierer.

Werdegang

Bernhard Gruber stammt aus Bad Hofgastein im Gasteinertal. Als Mitglied des dortigen Wintersportvereines feierte er seine ersten Siege im Kinderbereich im Skilanglauf. Da es nach dem Abbruch der Jugendschanze (als Nachfolgerin der bekannten Bilgeri-Schanze) im Gasteinertal keine der einst vielen Skisprungschanzen mehr gab, begann Gruber im Sommer 1996, im Alter von 14 Jahren, mit dem Skispringen auf der Kindermattenschanze in Bischofshofen. Er trat zum Ski-Club Bischofshofen über, dessen Trainer sein Sprungtalent schnell erkannten und Gruber die nächsten Jahre sehr förderten. Als Toni Innauer auf seine Talente im Skilanglauf und im Sprunglauf aufmerksam wurde, überredete ihn der bekannte ehemalige österreichische Weltklasse-Skispringer 1998 zum Übertritt von den Spezialspringern zu den Kombinierern.[1]

Seit 2003 startet Gruber nunmehr im Weltcup der Nordischen Kombination. Seinen Durchbruch im Weltcup feierte er in der Saison 2006/07. Beim letzten Rennen 2006 kam er als Neunter erstmals unter die Top-10. Im Jänner 2007 erreichte er mit dem fünften Rang in Oberstdorf erstmals eine Spitzenplatzierung. In der Saison 2007/08 etablierte er sich in der Weltspitze und erreichte drei Podestplätze, bis er im Februar 2008 beim Sprint in Zakopane seinen ersten Weltcupsieg feiern konnte. Der zweite Sieg folgte im März 2008 im Gundersen-Einzel in Oslo.Den dritten Erfolg in seiner Karriere konnte er am 25. Februar 2012 ebenfalls in der Gundersen-Disziplin in tschechischen Weltcuport Liberec verbuchen.

Gruber (Nr. 39) in Ramsau 2016

Seine bis jetzt größten Erfolge feierte er bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Nach dem Olympiasieg im Teambewerb der Nordischen Kombinierer eroberte er zwei Tage später im Einzelbewerb über 10 km überraschend die Bronzemedaille, nachdem er nach dem Sprung von der Großschanze als Erster in die Loipe gegangen war. Bei der nordischen Skiweltmeisterschaft in Falun 2015 holte er Gold im Einzelwettbewerb. Auch hier lag er bereits nach dem Springen in Führung.[2]

In die Weltcup-Saison 2015/16 startete er mit zwei vierten Plätzen in Lillehammer und einem zweiten Platz in Chaux-Neuve. Er überzeugte im weiteren Saisonverlauf er vor allem in der zweiten Hälfte mit großer Konstanz, sprang und lief regelmäßig in die Top-10 und konnte seinem Palmarès in Val di Fiemme einen weiteren Einzelsieg über 10 km Gundersen hinzufügen.

Nach dem der Start in die Saison 2016/17 ordentlich verließ, konnte er sich hin zu den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti immer weiter verbessern. Beim Nordic Combined Triple belegte er hinter den beiden deutschen Eric Frenzel und Johannes Rydzek den dritten Platz. Bei den Weltmeisterschaften in Lathi belegte er bei den Einzelwettbewerben den siebten von der Normalschanze und den neunten Platz von der Großschanze. Beim Teamwettbewerb bildete er gemeinsam mit Mario Seidl, Philipp Orter und Paul Gerstgraser die österreichische Staffel, welche hinter Deutschland und Norwegen den dritten Platz belegte. Im Team-Sprint verpasste er gemeinsam mit Wilhelm Denifl als Vierte und 0,5 Sekunden Rückstand auf den Bronze-Platz eine weitere Medaille.

Nachdem die olympische Saison 2017/18 nicht optimal begann, qualifizierte er sich trotzdem für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang. In den beiden Einzelwettbewerben von der Normal- und der Großschanze konnte er nur den 20. bzw. 21. Platz belegen. Beim Team-Wettbewerb bildete er gemeinsam mit Wilhelm Denifl, Lukas Klapfer und Mario Seidl die österreichische Staffel. Wie bei den Weltmeisterschaften 2017 gewannen sie erneut hinter der deutschen und der norwegischen Staffel die Bronzemedaille.[3] Beim ersten Weltcup nach den Olympischen Winterspielen konnte mit seinem Partner Wilhelm Denifl am 3. März 2018 den Kombi-Teamsprint in Lahti gewinnen.[4]

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

  • Liberec 2009: 11. Gundersen NH, 11. Gundersen LH, 22. Massenstart, 5. Team
  • Oslo 2011: 1. Team NH, 1. Team LH
  • Val di Fiemme 2013: 13. Gunderson NH; 5. Team NH, 2. Gundersen LH, 2. Team-Sprint LH
  • Falun 2015: 10. Gundersen NH, 5. Team NH, 1. Gundersen LH, 7. Team-Sprint LH
  • Lahti 2017: 7. Gunderson NH, 3. Team NH, 9. Gunderson LH, 4. Team-Sprint LH

Weltcup

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 24. Februar 2008 Polen  Zakopane Sprint
2. 8. März 2008 Norwegen  Oslo Gundersen
3. 25. Februar 2012 Tschechien  Liberec Gundersen
4. 2. Februar 2013 Russland  Sotschi Gundersen
5. 30. Januar 2015 Italien  Val di Fiemme Gundersen
6. 27. Februar 2016 Italien  Val di Fiemme Gundersen

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 2. Dezember 2012 Finnland  Kuusamo Teamsprint1
2. 3. März 2018 Finnland  Lahti Teamsprint2

Weltcup-Platzierungen

Saison Platz Punkte
2005/06 22. 231
2006/07 17. 204
2007/08 04. 894
2008/09 09. 524
2009/10 16. 311
2010/11 16. 231
2011/12 04. 765
2012/13 04. 619
2013/14 16. 292
2014/15 05. 684
2015/16 07. 618
2016/17 10. 436
2017/18 26. 213
  Commons: Bernhard Gruber  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 100 Jahre Wintersportverein Bad Hofgastein. 1908–2008. Sektion Langlauf und Kombinierer. Seite 121
  2. http://nordicjumpworld.com/2015/02/26/gold-fuer-gruber-von-der-grossschanze/
  3. Olympia: Drittes Gold in der Nordischen Kombination - Team-Staffel gewinnt. Focus, 22. Februar 2018, abgerufen am 6. März 2018.
  4. Gruber/Denifl gewannen Kombi-Teamsprint in Lahti (3. März 2018)