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vom 16.05.2017, aktuelle Version,

Carinthian Tech Research

CTR Carinthian Tech Research
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1997 (Rechtsform 2001)[1]
Sitz Villach-St. Magdalen, Österreich
Leitung Werner Scherf, Simon Grasser (Vorstände)[1]
Mitarbeiter 60[1]
Website www.ctr.at www.assic.eu
Stand: 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

Die Carinthian Tech Research (CTR) ist ein industrieorientiertes Forschungszentrum für Intelligente Sensorik und Systemintegration in Villach. Mit Sitz im Technologiepark Villach ist das Competence Centre for Advanced Sensor Technologies das größte außeruniversitäre Forschungszentrum Kärntens. Angeschlossen ist das Austrian Smart Systems Integration Research Center (ASSIC), das im österreichischen COMET Forschungsprogramm als K1-Kompetenzzentrum vertreten ist.

Geschichte

Die Carinthian Tech Research wurde 1997 als Verein und dann als GmbH gegründet,[2] als technisches Büro für Elektronik und Mikroelektronik sowie Auftragsforschung und Beratung im Bereich der Sensortechnik.[1] 1998 wurde sie das erste Kplus-Kompetenzzentrum Österreichs, im Forschungsförderungsprogramm des Bundes.[2] September 2001 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.[1] 2003 erfolgte die Zertifizierung nach ISO 9001/2000[3]

2007 wurde CTR das COMET K1 Kompetenzzentrum für Intelligente Sensorik (Competence Centre for Advanced Sensor Technologies).[2] 2009 hatte die CTR schon 40 Mitarbeiter,[4] 2013 umfasste die Belegschaft 55 Mitarbeiter und 14 Dissertanten.[5] 2015 konnte das ASSIC Austrian Smart Systems Integration Research Center[6] ebenfalls als COMET K1-Zentrum positioniert werden.[2][5] 2015 erfolgte die Inbetriebnahme zweier Reinräume (Klasse ISO 5, Klasse ISO8), mit Fokussierung auf Aufbau und Verbindungstechnik sowie Mikrosystemtechnik [7]

Organisation

Die Aktionäre der Aktiengesellschaft sind das Land Kärnten (über die BABEG) als Mehrheitseigentümer (70 %), sowie die Stadt Villach (10 %), die Fraunhofer-Gesellschaft (10 %) und die Industrielle Vereinigung Kärnten (10 %)

Geschäftsführender Vorstand ist Werner Scherf, Vorstandsmitglied in der Forschung Austria und Mitglied im Silicon Alps Cluster[8]. Finanzvorstand ist Simon Grasser.[9][1]

Finanzierung

2015 erwirtschaftete die CTR 7,2 Mio. Euro, davon waren 6,2  Mio. Euro projektbezogene Eigenfinanzierung, dazu kam eine Basisfinanzierung durch das Land Kärnten und die Stadt Villach, sowie durch BMVIT, BMWFJ und das Land Steiermark[10] Insgesamt flossen bis 2014 28 Mio. Euro COMET-Fördergelder durch die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).[10] ASSIC wird bis 2018 mit 18,4 Mio. Euro gefördert.[6]

Kooperationen

Enge Zusammenarbeit besteht seit vielen Jahren mit dem Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Dresden.[11]

Zum wissenschaftliches Netzwerk gehören die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, die Technische Universität Delft, die Johannes Kepler Universität Linz, die École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), die TU Wien und die Fachhochschule Kärnten.[12][4][5]

Die CTR ist zudem mit den der Europäischen Technologienplattformen EPoSS und ECSEL vernetzt.

Tätigkeit und Arbeitsfelder

Die Forschungsbereiche der CTR umfassen:

  • Microsystem Technologies
  • Heterogeneous Integration Technologies
  • Photonic Systems
  • Smart Systems

Die technologischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen:

Neben der Forschung und Entwicklung werden Expertisen und Machbarkeitsstudien im Bereich Systemlösungen und Technologietransfer sowie Messungen, Laboranalysen und Simulationen erstellt.

Die CTR hat mittlerweile über 80 Patente angemeldet.[10] Aufsehen erlangte die CTR weltweit mit der Entwicklung der weltweit ersten Laserzündkerze im Miniaturformat für Automotoren, zusammen mit AVL List (2004).[13]

Auszeichnungen

  • 2003 Sieger des „Phönix“-Innovationspreises[10]
  • 2012 Energy Globe Award – Kärnten (ein Programm der UNO),[14] für das K-Projekt IPOT – kooperative Photovoltaik-Forschung, um mehr Strom aus der Sonne zu holen[15]
  • 2014 PCB Design Award[10]

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Firma CTR Carinthian Tech Research AG in Villach-St. Magdalen. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at, abgerufen 5. September 2014.
  2. 1 2 3 4 Unternehmensentwicklung. ctr.at, abgerufen 5. September 2014.
  3. Website CTR, Unternehmensentwicklung
  4. 1 2 CTR Carinthian Tech Research AG – Competence Centre for Advanced Sensor Technologies. COMET K1 Factsheet, Forschungsförderungsgesellschaft (pdf, ffg.at, deutsch).
  5. 1 2 3 ASSIC Austrian Smart Systems Integration Research Center. COMET K1 Factsheet, Forschungsförderungsgesellschaft (pdf, ffg.at, deutsch).
  6. 1 2 Intelligente Systemintegration. ctr.at, abgerufen 5. September 2014.
  7. https://forschungsinfrastruktur.bmwfw.gv.at/de/fi/reinraumlabor-klasse-5_3053
  8. http://derstandard.at/2000040199487/Steiermark-und-Kaernten-gruenden-Silicon-Alps-Mikroelektronik-Cluster
  9. Organe: Die CTR Zusammensetzung. ctr.at, abgerufen 5. September 2014.
  10. 1 2 3 4 5 Zahlen & Fakten. ctr.at, abgerufen 5. September 2014.
  11. CTR Villach verstärkt Kooperation mit Fraunhofer-Gesellschaft. Presseaussendung APA OTS0247, 11. Oktober 2002.
  12. Wissenschaftliche Partner. ctr.at, abgerufen 20. September 2016.
  13. Laser-Zündkerze: Der Geistesblitz. Jürgen Pander auf Spiegel online, 3. August 2004.
  14. CTR gewinnt GLOBAL ENERGY AWARD Kärnten. Presseaussendung APA OTS0074, 22. November 2012.
  15. IPOT Folder. (pdf, ctr.at).