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vom 18.11.2017, aktuelle Version,

Eisenbahnerheim Wien

Eisenbahnerheim und Kongresshaus (Margaretengürtel, Wien)

Das Eisenbahnerheim in Wien wurde als Wohnhaus mit Kongresszentrum für den Verein der Eisenbahner errichtet. Hier war bis 2010 die Gewerkschaft vida (bis 2006 Gewerkschaft der Eisenbahner) beheimatet.

Die als Architekten wirkenden Brüder Hubert Gessner sowie Franz Gessner errichteten in den Jahren 1912/13 für den Verein der Eisenbahner an der Kreuzung Margaretenstraße 166 beziehungsweise Margaretengürtel 136 das Eisenbahnerheim – das am 7. Dezember 1913 eröffnet wurde.

Die Fassaden sind mit den Flügelrädern, dem Symbol der Eisenbahn, und einer allegorischen Darstellung der Semmeringbahn geschmückt.

Am 10. September 1944 wurde das Gebäude durch einen Bombenangriff beschädigt und in den Jahren 1945 und 1946 durch Leopold Scheibl wieder aufgebaut. Von 1961 bis 1963 wurde die Fassade im Erdgeschoßbereich durch Ferdinand Riedl (1920–2009) umgestaltet. Zusätzlich wurde am Margaretengürtel 138 das „Kongresshaus Wien“ angebaut, das aber mit April 2007 den Betrieb einstellte und einem Wohnhaus wich.

Im größten Teil des Erdgeschosses befindet sich zurzeit ein Restaurant.

Das Eisenbahnerheim verfügt noch über den historischen Veranstaltungssaal, der einst etwa 270 Personen Platz bot und von 1919 bis 28. August 1967, vielbesucht, als Eisenbahnerheim Kino bzw. Eisenbahnerheim Lichtspiele genutzt wurde. Später diente er einige Zeit als Lagerraum und ab 1991 dem Volkstheater als Probebühne.[1]

Seit dem Herbst 2005 wird dieser Saal vom Volkstheater („Volkstheater Hundsturm“) als Außenstelle bespielt.

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Einzelnachweise

  1. Verein artminutes: KinTheTop. (…) Veranstaltungsraum Eisenbahnerheim (1913-1919). In: kinthetop.at, abgerufen am 31. Mai 2013.