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vom 25.12.2015, aktuelle Version,

Fußstein

Fußstein
Rechts die Felspyramide des Fußsteins, links der größtenteils vergletscherte Nachbarberg Olperer

Rechts die Felspyramide des Fußsteins, links der größtenteils vergletscherte Nachbarberg Olperer

Höhe 3380 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Zillertaler Alpen
Dominanz 0,6 km Olperer
Schartenhöhe 110 mfd2
Koordinaten 47° 2′ 48″ N, 11° 38′ 57″ O
Fußstein (Tirol)
Fußstein

Gestein Granit, Gneis
Erstbesteigung 1880 durch Russel Starr geführt durch J. Eberl und H. Lechner
Normalweg Südflanke von der Geraer Hütte (UIAA II)

Der Fußstein, ursprünglich auch „Fuirstein“ (Feuerstein) genannt, ist ein laut österreichischem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen 3380 m ü. A., laut Literatur 3381 m ü. A. hoher Berg im Tuxer Kamm innerhalb der Zillertaler Alpen. Er ist wegen seines festen Granitgesteins ein bedeutender Kletterberg.

Lage

Der Fußstein liegt im Tuxer Kamm, einen Kilometer südwestlich des Olperers, mit dem er durch einen ausgeprägten Grat verbunden ist. Er ist der dominierende Gipfel über dem Alpeiner Tal, einem Seitental des Valser Tals. Der Fußstein ist an zwei Seiten von Gletschern umgeben: Nördlich liegt der Olpererferner, südöstlich das Unterschrammachkees.

Am Gipfel des Fußsteins treffen die Gemeinden Vals und Schmirn (Bezirk Innsbruck Land) und Finkenberg (Bezirk Schwaz) zusammen. Der Finkenberger Anteil gehört zum Naturpark Zillertal.

Unterhalb des Südgrates liegt nahe der Alpeiner Scharte ein ehemaliges Molybdänwerk aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Fuß der Südwand gibt es einen Klettergarten.

Routen zum Gipfel

  • Die leichteste Route auf den Fußstein (UIAA I) führt von der Olpererhütte über die Südostseite. Dieser Weg wurde auch von den Erstbesteigern 1880 gewählt.
  • Als Normalweg gilt jedoch der Anstieg über die Südflanke von der Geraer Hütte (UIAA II), 1881 von Otto und Emil Zsigmondy und Gefährten erstmals begangen.
  • Die bekannteste Route ist die klassische Nordkante (UIAA V-), meist „Fußsteinkante“ genannt. Sie wurde 1935 von H. Frenademetz und K. Tschaler erstbegangen und ist auch in Walter Pauses Im extremen Fels beschrieben.[1][2][3]
  • Leichtere Anstiege sind der Südgrat (UIAA III, Grün, Lechner und Lechner 1895) und der
  • Westsüdwestgrat (UIAA III, Haas, Fröhlich und Mühlsteiger 1896).
  • Die Gratüberschreitung zum Olperer (Lammer, 1884) wies bis zu einem Felssturz die Schwierigkeit V- auf; nun liegt sie etwa bei VII (1 schwer absicherbare Stelle).

Literatur

Einzelnachweise

  1. Nordkante
  2. Fußstein Nordkante mit Topo
  3. Fußstein Hüttengrat mit Topo - Westgrat