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vom 26.03.2017, aktuelle Version,

Günter Rombold

Günter Rombold (* 2. Jänner 1925 in Stuttgart) ist ein österreichischer Theologe, Philosoph, Kunsthistoriker, Priester, Hochschullehrer, Kunstsammler und Autor.

Leben

Er kam 1941 mit seinen Eltern nach Linz, maturierte 1943 an der Oberschule für Jungen in Linz, war von 1943 bis 1945 Soldat bei der Wehrmacht, studierte dann an der Diözesanlehranstalt Linz Theologie und wurde 1949 zum Priester geweiht. Er war einige Jahre in der Pfarrseelsorge als Kaplan tätig (Helpfau-Uttendorf, Linz-Stadtpfarre).

Sein Doktorat in Theologie erwarb er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz (1954) und jenes in Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität München (1958). 1958/59 unterrichtete er als Religionsprofessor am Bundesrealgymnasium Hummelhof, danach bis 1975 am Akademischen Gymnasium Linz.

1969 übernahm er einen Lehrauftrag und 1972 wurde er als Professor für Philosophie an die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz berufen, wo er 1984 das Institut für Kunst und Kirchenbau gründete, das 2005 in Verbindung mit dem Fachbereich Philosophie als Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie ad instar facultatis einer Fakultät gleichgestellt wurde. 1984 bis 1986 war er Rektor der Hochschule. Er emeritierte 1991 als Ordinarius für Philosophie und 1995 als Ordinarius für Kunstwissenschaft und Ästhetik.

Ausstellungs- und Sammlungswesen

Von 1992 bis 2003 war Rombold Obmann des Linzer Diözesankunstvereins. Er ist auch Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ.

Als Redakteur der Zeitschriften Christliche Kunstblätter (1958 bis 1970), Kunst und Kirche (1971 bis 1990) sowie als Herausgeber der Zeitschrift Kunst und Kirche (1991 bis 1999) hatte er Gelegenheit einen Brückenschlag zwischen Kirche und bildender Kunst herbeizuführen und organisierte Ausstellungen und Künstlerbegegnungen.[1]

Nachdem er 1980 an der Ausstellung Zeichen des Glaubens - Geist der Avantgarde in Berlin mitgearbeitet hatte, konzipierte er 1981 die Ausstellung Christusbild im 20. Jahrhundert in der Neuen Galerie der Stadt Linz.

Von 1981 bis 1996 leitete er die Jury des Otto-Mauer-Preises in Wien und konzipierte 1986 die Ausstellung Otto-Mauer-Preisträger an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

1999 stellte der die von ihm gesammelten Werke unter dem TitelExpressionismus und Meditation - Sammlung Rombold in der Neuen Galerie der Stadt Linz und anschließend in Český Krumlov, Magdeburg, Passau und Aschaffenburg aus. 2002 übergab er seine private Kunstsammlung dem Land Oberösterreich.

2009 wurde unter dem Titel Expression und Meditation - Aus der Sammlung Rombold im Erzbischöflichen Dom- und Diözesanmuseum in Wien eine Ausstellung durchgeführt.

Auszeichnungen

Werke

  • Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kirche. Ein außergewöhnliches Leben, Autobiographie, Linz, 2008, ISBN 9783902330314
  • Bilder - Sprache der Religion, Münster 2004 (= Ästhetik-Theologie-Liturgik Bd 38), ISBN 3-8258-7923-2
  • Ästhetik und Spiritualität, Stuttgart, 1998, ISBN 9783460331259
  • mit Horst Schwebel: Christus in der Kunst des 20. Jahrhunderts - Eine Dokumentation, Freiburg im Breisgau, 1983, ISBN 3-451-19975-0
  • Der Streit um das Bild - Zum Verhältnis von moderner Kunst und Religion, Stuttgart, 1988, ISBN 9783460326217
  • mit Peter Baum, Wolf Dieter Dube, Horst Schwebel und Franz Josef von der Grinten: Christusbild im 20. Jahrhundert, Ausstellungskatalog, Neue Galerie der Stadt Linz, Wolfgang-Gurlitt-Museum, Linz, 1981
  • Kunst - Protest und Verheißung, Linz 1976 (= Linzer Philosophisch-theologische Reihe Bd. 7), ISBN 3-85214-164-8
  • Kirchen für die Zukunft bauen, Freiburg im Breisgau, 1969

Einzelnachweise

  1. Geburtstage im Jänner 2010, Runde Geburtstage in der Katholischen Kirche in Oberösterreich, Am 2. Jänner 2010