unbekannter Gast
vom 08.06.2017, aktuelle Version,

Geinberg

Geinberg
Wappen von Geinberg
Geinberg (Österreich)
Geinberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 14,03 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 13° 18′ O
Höhe: 403 m ü. A.
Einwohner: 1.433 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 102 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4943
Vorwahl: 07723
Gemeindekennziffer: 4 12 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 9
4943 Geinberg
Website: www.geinberg.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Schöppl (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9
6
4
9  6  4 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Geinberg im Bezirk Ried im Innkreis
Andrichsfurt Antiesenhofen Aurolzmünster Eberschwang Eitzing Geiersberg (Oberösterreich) Geinberg Gurten Hohenzell Kirchdorf am Inn Kirchheim im Innkreis Lambrechten Lohnsburg am Kobernaußerwald Mehrnbach Mettmach Mörschwang Mühlheim am Inn Neuhofen im Innkreis Obernberg am Inn Ort im Innkreis Pattigham Peterskirchen Pramet Reichersberg Ried im Innkreis Schildorn Senftenbach St. Georgen bei Obernberg am Inn St. Marienkirchen am Hausruck St. Martin im Innkreis Taiskirchen im Innkreis Tumeltsham Utzenaich Waldzell Weilbach Wippenham Oberösterreich Lage der Gemeinde Geinberg im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Geinberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1433 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie

Geinberg liegt auf 403 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,2 km, von West nach Ost 5,5 km. Die Gesamtfläche beträgt 14 km². 17,9 % der Fläche sind bewaldet, 71,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[1]

Ortsteile der Gemeinde

Durchham, Ellreching, Geinberg, Hart, Haudering, Kager, Moosham, Neuhaus, Nonsbach, Oberaichet, Winten.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Gespalten; rechts in Silber ein roter, linksgewendeter aufgerichteter Leopard, links in Blau ein silbernes Garbenbündel aus fünf stilisierten Ähren. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot-Weiß.

Das Gemeindewappen wurde 1966 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehen. Der Leopard ist dem Stammwappen der Ahamer entnommen, die fast 600 Jahre lang im Besitz von Schloss Neuhaus waren. Das Ährenbündel steht für die Bedeutung der Landwirtschaft und die hohe Produktivität der im Gemeindegebiet wirkenden bäuerlichen Genossenschaften, deren Erzeugungsvolumen 1966 an dritter Stelle in Oberösterreich stand. Die Farben des Wappens und der Fahne (weiß-blau und weiß-rot) erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes zu Bayern und die heutige zu Oberösterreich.[2]

Geschichte

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Geinberg war eine Patronatskirche der Grafen Aham, die auf dem Schloss Neuhaus im Gemeindegebiet von Geinberg ihren Sitz hatten. Joseph Matthias Franz Xaver Benedict Graf von Aham und Neuhaus (1820–1881) starb hier als Letzter des Geschlechtes und wurde im Stift Reichersberg begraben.

Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1816 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bereits kurz nach 1945 gab es in Geinberg erste Ideen, den Ort als Thermal-, Kur- bzw. Badeort zu etablieren. Es sollte jedoch mehr als 50 Jahre dauern, bis aus der Vision Realität wurde. Aufgrund der Breitenwirkung und der Bedeutung für die Region hat die Therme Geinberg Leitprojekt-Charakter.

1974: Die RAG (Rohöl- Auffindungsgesellschaft der OMV) bohrt nach Erdöl und stößt dabei auf heißes Wasser. Das Bohrloch wird wieder verschlossen, da die RAG weder zur Nutzung des Heißwasservorkommens berechtigt noch längerfristig daran interessiert ist.

1980: Eine lokale Interessensgemeinschaft finanziert mit Unterstützung des Landes Oberösterreich eine neuerliche Probebohrung – diesmal mit dem Ziel, das 1974 entdeckte Heißwasservorkommen zu erschließen. Die Bohrung ist erfolgreich. Man stößt auf eine der ergiebigsten und heißesten Heilquellen Mitteleuropas.

1991: Die VAMED-Gruppe beginnt mit der Projektentwicklung.

1996: Die Projektentwicklung durch die VAMED-Gruppe ist abgeschlossen, die Finanzierung gesichert durch ein Finanzierungskonsortium, dem die Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich vorsteht.

07/1996: Der Spatenstich zum Bau der Therme Geinberg erfolgt. Mit 54,5 Mio Euro Investitionsvolumen auf einem Areal von 102.000 m² in der Gemeinde Geinberg war das Thermalzentrum damals bis zur Eröffnung die größte Baustelle Oberösterreichs. In der Rekordzeit von nur 20 Monaten wurde dieses Projekt im geplanten Zeitrahmen errichtet.

05/1998: 4. Mai 1998: Offizielle Eröffnung des Thermenzentrums mit einem Festakt.

Politik

Bürgermeister ist Bernhard Schöppl von der FPÖ.

Persönlichkeiten

  • Michael Huber (1866–1949), Priester, Reichsrats- und Landtagsabgeordneter

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1271 Einwohner, 2001 dann 1324 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bildung

In Geinberg gibt es ein Schulzentrum mit zwei Schulen und einem Kindergarten:

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Neue Mittelschule
  Commons: Geinberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Land Oberösterreich - Geografische Daten der Gemeinde Geinberg.
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1970, S. 53–54 (PDF; 1,6 MB)