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vom 14.08.2017, aktuelle Version,

Hackinger Schlösschen

Jugendgästehaus Hütteldorf-Hacking

Das Hackinger Schlösschen war ein Bauwerk im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing, Bezirksteil Hacking, Schloßberggasse 8.

Geschichte des Schlösschens

Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem ehemaligen Platz der Veste Hacking, welches bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung zerstört worden war, errichtet. Das Schloss wechselte sehr oft die Besitzer und wurde mehrmals umgebaut. Die Innenausstattung folgte französischen Vorbildern. Um 1718 gelangte es in den Besitz der Familie Hacquet, 1778 wurde es an den Deutschen Ritterorden verkauft, welcher auch längere Zeit Herr von Hacking war. Das Schloss selbst besaß jedoch bald die Familie Schmipf, danach Fürst Kaunitz-Rietberg. 1824 ersteigerte es Louise Plaideux, Baronesse von Mainau und verkaufte es 1832 an den schwedischen Prinzen Gustav von Wasa. Er vererbte es seiner Tochter Carola von Wasa-Holstein-Gottorp, Königin von Sachsen, welche es im Jahre 1879 an den Fürsten Arenberg verkaufte. 1898 wird es an Julius Graf Reidasch weitergegeben, wonach es einige weitere Inhaberwechsel gab, unter anderem auch das Staatsamt für soziale Verwaltung. 1923 wird die Dichterin Eleonore van der Straten-Ponthoz (geb. Gräfin von Sternberg[1]) neue Eigentümerin, welche auch die letzte Namensgeberin des Schlosses war.

Nachnutzung des Grundes

Der große Garten wurde, wie in zahlreichen ähnlichen Fällen, während der wirtschaftlichen Aufschwungsperiode nach dem Zweiten Weltkrieg zum Motiv der Suche nach einer intensiveren Nutzung. Das von der Gemeinde Wien erworbene Gebäude wurde 1955 demoliert.

Heute steht an dieser Adresse ein Jugendgästehaus der Stadt Wien, Architekt Fred Freyler. Auf dem Großteil des ehemaligen Schlossparkes steht die teils siebengeschossige Sozialbau-Wohnhausanlage Am Schlossberg, bestehend aus 13 Gebäuden mit 21 Stiegen. Ein großer Teil der restlich verbliebenen Parkfläche wurde Ende der 1990er Jahre zum öffentlichen „Hackinger Schlosspark“.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Eleonore Gräfin von Sternberg auf thepeerage.com, abgerufen am 4. Oktober 2015 (englisch)