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vom 26.06.2017, aktuelle Version,

Wiener Gemeindebezirke

Wien gliedert sich politisch in 23 Wiener Gemeindebezirke (Stadtbezirke). Von den Wienern werden die Bezirke entweder mit ihren Namen (wie „Hernals“) oder mit ihren Nummern bezeichnet („17. Bezirk“ oder auch „Der Siebzehnte“, schriftlich auch „Wien 17“ oder „Wien XVII“). Diese Nummern befinden sich auf jedem Straßenschild vor dem Straßennamen (etwa „17., Pezzlgasse“) und bilden auch die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl (1010 für den 1. Bezirk bis 1230 für den 23. Bezirk; 1300 bezeichnet den nicht im Stadtgebiet gelegenen Flughafen Wien, 1400 die Poststelle des Vienna International Centre). Im Dialekt wird manchmal anstelle der Bezeichnung „Bezirk“ auch „Hieb“, oder bei Bezirken mit ..zehnte auch ..zehner „Der Siebzehner“ verwendet.[1]

Wiener Gemeindebezirke

Zum Begriff des Gemeindebezirks und Bezirksteils

Der Wiener Gemeindebezirk ist nicht mit dem Begriff des politischen Bezirks der sonstigen österreichischen Verwaltungsgliederung vergleichbar, der einen Amtsbereich einer Bezirkshauptmannschaft mit etlichen Gemeinden darstellt: Die Gemeinde Wien steht als Statutarstadt (auch) im Range eines politischen Bezirks, die Gemeindebezirke werden einer Ortschaft vergleichbar gesehen: So wie in manchen Gegenden Ortsvorsteher als lokale Vertreter des Bürgermeisters amtieren, werden Gemeindebezirke von Bezirksvorstehern geführt.

Die Bezirke werden weiter in Bezirksteile untergliedert; sie haben zum Teil historische Bedeutung. In den Innenbezirken (2–9) sowie im 20. sind es die Vorstädte, aus denen 1850 diese Bezirke gebildet wurden. In den Außenbezirken sind Bezirksteile in der Regel die Orte, aus denen die Bezirke entstanden sind und mit den Katastralgemeinden des Grundbuchs deckungsgleich. Für neu entstandene Bezirksteile wurden gelegentlich Namen zuerst privatwirtschaftlich angewandt und später auch amtlich benützt (siehe z. B. Quartier Belvedere, Sonnwendviertel, Seestadt Aspern).

Geschichte

Vereinigtes Wappen Wiens ( H. Ströhl, 1902)

Die Stadt und ihre Vorstädte

Die ursprüngliche Stadt Wien bestand nur aus dem von den Stadtmauern umgebenen Gebiet, heute der Großteil des 1. Bezirks, der Inneren Stadt. (Bis heute ist, wenn Wiener in Wien davon sprechen, „in die Stadt zu fahren“, der 1. Bezirk gemeint.) Ab dem 15. Jahrhundert erfolgte auch vor der Stadtmauer eine intensivere Besiedlung. Am Beginn der Türkenbelagerung 1529 wurden die mittelalterlichen Vorstädte niedergebrannt, um dem Feind keine Deckung zu bieten. Die später entstandenen neuzeitlichen Vorstädte waren rechtlich der jeweiligen Grundherrschaft unterstehende Ortschaften. 1683 wurden die Vorstädte bei der zweiten Türkenbelagerung erneut stark in Mitleidenschaft gezogen. 1704 wurde im Bereich des heutigen Gürtels der Linienwall zu ihrem Schutz errichtet. (Der Begriff Linie stammt aus der militärischen Befestigungstechnik; im konkreten Fall bezeichnete er auch eine Umsatzsteuergrenze.)

1850: Vorstädte eingemeindet, Vororte selbstständig

1848/49 wurden die grundherrschaftlichen Rechte abgelöst, die Ortschaften zu Gemeinden. § 2 des Provisorischen Gemeindegesetzes 1849 bestimmte: Vorstädte haben mit der eigentlichen Stadt eine einzige Ortsgemeinde zu bilden.[2] 1850 wurden die Stadt und 34 Vorstädte daher zusammengeschlossen; die Stadtmauer wurde erst ab 1858 demoliert. Die früheren Vorstädte wurden in die Bezirke 2 bis 8 eingeteilt. Durch Teilungen entstanden später zehn Bezirke: 1861 wurde der 5. Bezirk vom 4. Bezirk abgetrennt, dadurch wurden die Bezirke 5–8 zu den Bezirken 6−9. 1874 wurden die außerhalb des neu konzipierten Gürtels gelegenen Teile des 4. und 5. Bezirks zum 10. Bezirk zusammengefasst (der 1892 und 1954 erweitert wurde).

Außerhalb des Linienwalls befanden sich die so genannten Vororte, die teilweise – wie z. B. Währing – bereits zu kleineren Städten herangewachsen waren. Da der Linienwall eine Steuergrenze war, an der Einfuhren in die Stadt und die Vorstädte der Verzehrungssteuer unterworfen wurden, war das Leben in den Vororten deutlich billiger. Aus diesem Grund und weil einige Vororte längst zu selbstbewussten Gemeinden geworden waren, die ihre Autonomie durchaus schätzten, zogen sich die Verhandlungen zur Eingemeindung ca. 20 Jahre hin.

1890–1892, 1904–1906: Vororte eingemeindet

Straßenschild in der Louis-Häfliger-Gasse im 21. Bezirk

Erst als Kaiser Franz Joseph bei der Eröffnung des Türkenschanzparks in der Gemeinde Währing (heute 18. Bezirk) 1888 eine vermutlich von seinem k.k. Ministerpräsidenten und Jugendfreund Eduard Taaffe inspirierte, Aufsehen erregende Rede über die erhoffte baldige „Beseitigung der physischen Grenze der Vororte“ hielt, wurde das Vorhaben entscheidungsreif gemacht: Am 19. Dezember 1890 wurde das niederösterreichische Landesgesetz über die Eingemeindung von 34 Vororten und die Einteilung der Stadt in nunmehr 19 Bezirke beschlossen,[3] am 1. Jänner 1892 hatten die Magistratischen Bezirksämter der neuen Bezirke 11 bis 19 und die anderen angepassten Verwaltungsstrukturen in Wirksamkeit zu treten.[4] 1900 wurde der 20. Bezirk vom 2. abgetrennt. Ende 1904 mit Landesgesetz beschlossen,[5] wurde die auf der östlichen Donauseite (am linken Donauufer) gelegene Großgemeinde Floridsdorf mit fünf weiteren Gemeinden und einigen Gemeindeteilen 1905/1906 als 21. Bezirk Teil von Wien. Das neue Bezirksamt für den 21. Bezirk nahm am 1. Jänner 1906 den Betrieb auf.[6] Bis dahin hatte sich Wien nur im 2. Bezirk, der bis 1938 bis zum ehemaligen Hauptarm des Stromes, der Alten Donau, reichte, auf das linke Donauufer erstreckt.

1938: 97 Gemeinden eingemeindet

Karte von Groß-Wien:
  • Stadtgebiet bis 1938
  • 1954 bei Wien verbliebenes Gebiet
  • 1954 ausgegliedertes Gebiet
  • Nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 wurden durch Beschluss der Reichsregierung vom 1. Oktober mit Wirkung vom 15. Oktober 1938[7] 97 niederösterreichische Ortschaften eingemeindet. Damit wurde Wien mit einer Fläche von 1124 km² zur „flächengrößten deutschen Stadt“. Das Ausmaß der Eingemeindungen galt bis zum Inkrafttreten der 1946 beschlossenen Gebietsänderungen im Jahr 1954 und führte zur Bezeichnung Groß-Wien. Dieses war in 26 Bezirke gegliedert. Neue Bezirke waren:

    Die Orte Breitenfurt, Laab im Walde, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Hennersdorf blieben nicht beim Bezirk Mödling, sondern wurden dem 25. Bezirk, Liesing, zugeschlagen. Die neuen Außenbezirke wurden als Landbezirke mit den Randgemeinden bezeichnet.

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde im Juni 1946 in Wien, in Niederösterreich und im Nationalrat verfassungsgesetzlich[8] beschlossen, einen Großteil der Eingemeindungen rückgängig zu machen, doch scheiterte das Inkrafttreten der diesbezüglichen Gesetze am Widerstand der sowjetischen Vertreter im Kontrollrat. Daraufhin entstand folgender Kompromiss: Die Bürger dieser Bezirke durften Mandatare für den niederösterreichischen Landtag wählen, diese hatten aber dort kein Stimmrecht. Andererseits verblieben die Randgemeinden in Wien und unter Wiener Verwaltung, hatten aber keine Vertretung im Wiener Gemeinderat.

    1954: 80 Gemeinden ausgeschieden

    1954 stimmten auch die sowjetischen Vertreter der Besatzungsmächte der Wiederausgliederung vieler Randgemeinden zu; die 1946 beschlossenen Gesetze wurden kundgemacht und traten am 1. September 1954 in Kraft. Zu dieser Zeit hatten sich die Bürger vielfach aber schon an die Zugehörigkeit zu Wien gewöhnt. Wien selbst warb auch um ihr Verbleiben im Stadtverband. Es fanden sogar nichtoffizielle Volksabstimmungen statt, wie in Mödling und Klosterneuburg. Die bereits 1945/1946 getroffene politische Entscheidung blieb aber aufrecht: Nur Teile des 22. (heute Donaustadt) und 25. Bezirks (als 23. Bezirk) und etliche Orte am Stadtrand (insgesamt 17 Ortschaften) verblieben somit bei Wien. 80 Ortschaften kamen, nun wieder autonome Gemeinden, zurück zu Niederösterreich (Bezirk Wien-Umgebung). Wien verlor dadurch zwei Drittel seiner Fläche, die nunmehr 415 km² betrug.

    Relikte von Groß-Wien sind heute noch bei Strom, Gas und Telefon sichtbar. Die Stromversorgung der Randgemeinden erfolgt größtenteils nach wie vor durch Wien-Energie und nicht durch EVN. Kledering, Mauerbach, Perchtoldsdorf, Schwechat, Vösendorf und andere Randgemeinden bilden nach wie vor einen Teil des Wiener Telefonnetzes mit der Vorwahl 01 (bzw. +43-1 aus dem Ausland).

    Bezirke und Bezirksteile

    Da sich das heutige Stadtgebiet durch zahlreiche Eingemeindungen ehemaliger Vorstädte und Vororte ergab, findet man deren Namen und die Namen einstiger Orte noch immer auf dem Stadtplan. Bis heute bestehen in einigen Teilen der Stadt baulich sowie mental abgrenzbare Nachbarschaften bzw. Wohngegenden, Viertel oder Quartiere, ortsüblich Grätzl genannt. Besonders deutlich sichtbar ist dies in den Außenbezirken, wo sich oft die traditionellen Ortskerne (z. B. Kaiserebersdorf, Mauer, Hütteldorf, Grinzing) erhalten haben.

    Die Bezirke 1 bis 9 und 20 gelten als Innenbezirke (auch innerhalb des Gürtels gelegen bezeichnet, obwohl das für den 2., 20. und Teile des 3. Bezirks nicht stimmt). Alle anderen, insbesondere die Bezirke 10 bis 19 werden als Außenbezirke bezeichnet. 21., 22. und 23. Bezirk werden auch als Randbezirke bezeichnet.

    Im Laufe der Jahrzehnte wurden Bezirksgrenzen nicht nur 1938 geändert. So gelangte z. B. der Teil der Alservorstadt südlich der Alser Straße, 1850 Teil des heutigen 9. Bezirks, 1862 zum 8. Bezirk. In den am westlichen Gürtel gelegenen Bezirken wurden 1905 Bezirksgrenzen, die noch aus der Zeit des Linienwalls in Parallelgassen verliefen, an den Gürtel verlegt.[9] (So kam z. B. die Wiener Volksoper vom 18. in den 9. Bezirk.) Der Exerzierplatz Schmelz, dessen unverbauter Rest sich heute im 15. Bezirk befindet, zählte einst zu drei anrainenden Bezirken. Der Ort Albern an der Donau musste aus besatzungsrechtlichen Gründen 1954 und 1956 den Bezirk wechseln. Die Grenze zwischen 21. und 22. Bezirk wurde 1954 großräumig nordwärts verlegt. In den letzten dreißig Jahren erfolgten kleinere Grenzverschiebungen, um Infrastruktureinrichtungen wie den Naschmarkt (2009 ganz zum 6.) einem statt zwei Bezirken zuordnen zu können.

    Obwohl er die wenigsten Einwohner hat, zählt der 1. Bezirk mit 100.745 Beschäftigten die meisten Arbeitnehmer. Grund für diese hohe Arbeitsplatzdichte ist einerseits der Tourismus, der die Geschäftsstraßen und -gassen belebt, andererseits die gute Erreichbarkeit im Zentrum der Stadt, für viele Firmen speziell im Dienstleistungsbereich ein wichtiger Standort- und Prestigefaktor.

    Die Donaustadt, der 22. Bezirk, ist der flächengrößte und nach Einwohnern zweitgrößte Bezirk. Er umfasst 10.231 Hektar Fläche und 165.265 Einwohner. Aufgrund der großen Fläche zählt die Donaustadt allerdings auch zu den am dünnsten besiedelten Bezirken. Einzig der 13. Bezirk im Westen der Stadt, Hietzing, weist mit 1.348 Personen pro km² eine noch geringere Bevölkerungsdichte auf, weil der fast unbesiedelte Lainzer Tiergarten (25 km²) zum Bezirk gehört.

    Die kleinste Fläche besitzt der 8. Bezirk, die Josefstadt. Da auf den nur 1,09 km² allerdings 23.930 Personen wohnen, ergibt das die zweithöchste Einwohnerdichte der Stadt. Eine noch höhere Einwohnerdichte gibt es im 5. Bezirk, Margareten. Auf zwei Quadratkilometer Fläche leben dort 53.071 Personen, was mit 26.390 Personen pro km² alle anderen Bezirke der Stadt übertrifft.

    Liste der Wiener Gemeindebezirke

    Beim Anführen von Bezirksnamen in Texten ist zu beachten, dass die Namen des 1., 2., 3., 4., 8., 20. und des 22. Bezirks weiblich sind und mit Artikel genannt werden (etwa „in der Leopoldstadt“, „auf der Wieden“, „die Josefstadt“), die Namen des 7. und des 9. Bezirks hingegen männlich („am Neubau“, „der Alsergrund“) und ebenfalls mit Artikel genannt werden. Alle anderen Bezirksnamen werden ohne Artikel (z. B. „in Döbling“) zitiert.

    Nr. Gemeindebezirk Wappen Bezirksteile Eingemeindung Fläche in ha [10] Einwohner
    (2015) [11]
    Einwohner
    je km²
    Beschäftigte
    (2013) [12]
    01 Innere Stadt 1850: Bezirksfläche außerhalb der Stadtmauer 000000000000287.0000000000287 000000000016286.000000000016.286 000000000005668.00000000005.668 000000000110104.0000000000110.104
    02 Leopoldstadt Jägerzeile
    Leopoldstadt
    Zwischenbrücken
    1850 inkl. Brigittenau, seit 1900 20. Bezirk, und Kaisermühlen, 1938 zum 21., 1954 zum 22. Bezirk; 1954 / 1955 mit Albern (siehe 11. Bezirk) 000000000001924.00000000001.924 000000000101505.0000000000101.505 000000000005036.00000000005.036 000000000069739.000000000069.739
    03 Landstraße Landstraße
    Erdberg
    Weißgerberviertel
    1850; seit 1938 mit Arsenal und Schweizergarten (vorher 10. Bezirk) 000000000000740.0000000000740 000000000087953.000000000087.953 000000000011558.000000000011.558 000000000095793.000000000095.793
    04 Wieden Hungelbrunn
    Schaumburgergrund
    Wieden
    1850 (bis 1861 inkl. Margareten, bis 1874 inkl. Teil Favoritens) 000000000000178.0000000000178 000000000031597.000000000031.597 000000000017459.000000000017.459 000000000028237.000000000028.237
    05 Margareten Hundsturm
    Laurenzergrund
    Margareten
    Matzleinsdorf
    Nikolsdorf
    Reinprechtsdorf
    1850 als Teil Wiedens, 1861 Bezirk (bis 1874 inkl. Teil Favoritens) 000000000000201.0000000000201 000000000054113.000000000054.113 000000000026390.000000000026.390 000000000019656.000000000019.656
    06 Mariahilf Gumpendorf
    Laimgrube
    Magdalenengrund
    Mariahilf
    Windmühle
    1850 (bis 1861 als 5. Bezirk geführt) 000000000000145.0000000000145 000000000030910.000000000030.910 000000000020727.000000000020.727 000000000028451.000000000028.451
    07 Neubau Altlerchenfeld
    Neubau
    Sankt Ulrich
    Schottenfeld
    Spittelberg

    Auch kleine Teile der ehemaligen Vorstädte Mariahilf, Laimgrube und Altlerchenfeld gehören zu Neubau

    1850 (bis 1861 als 6. Bezirk geführt) 000000000000161.0000000000161 000000000031222.000000000031.222 000000000018884.000000000018.884 000000000035183.000000000035.183
    08 Josefstadt Alservorstadt
    Altlerchenfeld
    Breitenfeld
    Josefstadt
    Strozzigrund
    1850 (bis 1861 als 7. Bezirk geführt); seit 1862 mit Teil der Alservorstadt (bis dahin beim 9. Bezirk) 000000000000109.0000000000109 000000000024463.000000000024.463 000000000021954.000000000021.954 000000000016096.000000000016.096
    09 Alsergrund Alservorstadt
    Althangrund
    Himmelpfortgrund
    Lichtental
    Michelbeuern
    Rossau
    Thurygrund
    1850 (bis 1861 als 8. Bezirk geführt); bis 1862 Alservorstadt auch südlich der Alser Straße, dann zum 8. Bezirk 000000000000297.0000000000297 000000000040776.000000000040.776 000000000013471.000000000013.471 000000000050457.000000000050.457
    10 Favoriten Favoriten
    Inzersdorf-Stadt
    Oberlaa
    Rothneusiedl
    Unterlaa
    1850 nördlicher Teil im 4., ab 1861 auch 5. Bezirk; 1874 10. Bezirk, 1892 bis zur Donauländebahn; 1938: Arsenal zum 3. Bezirk; Rothneusiedl, Oberlaa, Unterlaa eingemeindet (23. Bezirk, Schwechat), seit 1954 im 10. Bezirk 000000000003182.00000000003.182 000000000189543.0000000000189.543 000000000005738.00000000005.738 000000000063907.000000000063.907
    11 Simmering Albern
    Kaiserebersdorf
    Simmering
    1892, 1938 (Albern 1938–1954 beim 23. Bezirk, Schwechat, 1954–1955 beim 2. Bezirk) 000000000002326.00000000002.326 000000000095162.000000000095.162 000000000003968.00000000003.968 000000000034667.000000000034.667
    12 Meidling Altmannsdorf
    Gaudenzdorf
    Hetzendorf
    Obermeidling
    Untermeidling
    1892 000000000000810.0000000000810 000000000092092.000000000092.092 000000000011060.000000000011.060 000000000035755.000000000035.755
    13 Hietzing Hietzing
    Unter-St.-Veit
    Ober-St.-Veit
    Hacking
    Lainz
    Speising
    1892; bis 1938 mit Baumgarten, Breitensee, Hütteldorf, Penzing; seit 1938 mit Friedensstadt, Siedlung Auhofer Trennstück und benachbarten Siedlungen; Lainzer Tiergarten 1938 eingemeindet (damals 25., jetzt 23. Bezirk; seit 1956 beim 13. Bezirk) 000000000003772.00000000003.772 000000000052085.000000000052.085 000000000001348.00000000001.348 000000000025791.000000000025.791
    14 Penzing Baumgarten
    Breitensee
    Hadersdorf-Weidlingau
    Hütteldorf
    Penzing
    1892 Baumgarten, Breitensee, Hütteldorf, Penzing Teile des 13. Bezirks, 1938 14. Bezirk mit Hadersdorf-Weidlingau 000000000003376.00000000003.376 000000000089184.000000000089.184 000000000002555.00000000002.555 000000000028651.000000000028.651
    15 Rudolfsheim-Fünfhaus Rudolfsheim
    Fünfhaus
    Sechshaus
    1892 (bis 1938: 14., Rudolfsheim; 15., Fünfhaus, dann bis 1957 Bezirksname Fünfhaus) 000000000000392.0000000000392 000000000076168.000000000076.168 000000000018738.000000000018.738 000000000028808.000000000028.808
    16 Ottakring Neulerchenfeld
    Ottakring
    1892 000000000000867.0000000000867 000000000100520.0000000000100.520 000000000011248.000000000011.248 000000000029492.000000000029.492
    17 Hernals Hernals
    Dornbach
    Neuwaldegg
    1892 000000000001139.00000000001.139 000000000055536.000000000055.536 000000000004696.00000000004.696 000000000014323.000000000014.323
    18 Währing Gersthof
    Pötzleinsdorf
    Währing
    Weinhaus
    1892 (bis 1938 mit Neustift am Walde und Salmannsdorf) 000000000000635.0000000000635 000000000049085.000000000049.085 000000000007588.00000000007.588 000000000014407.000000000014.407
    19 Döbling Grinzing
    Heiligenstadt
    Josefsdorf
    Kahlenbergerdorf
    Neustift am Walde
    Nussdorf
    Oberdöbling
    Salmannsdorf
    Sievering
    Unterdöbling
    1892, Kuchelauer Hafen 1938; seit 1938 mit Neustift am Walde und Salmannsdorf (bis dahin 18. Bezirk) 000000000002494.00000000002.494 000000000069924.000000000069.924 000000000002762.00000000002.762 000000000030341.000000000030.341
    20 Brigittenau Brigittenau
    Zwischenbrücken
    1850 als Teil des 2. Bezirks, 1900 von diesem abgetrennt 000000000000571.0000000000571 000000000085380.000000000085.380 000000000014707.000000000014.707 000000000028389.000000000028.389
    21 Floridsdorf Donaufeld
    Floridsdorf
    Großjedlersdorf
    Jedlesee
    Leopoldau
    Stammersdorf
    Strebersdorf
    1905, 1911 (Strebersdorf), 1905–1938 mit Aspern, Hirschstetten, Lobau, Stadlau, ab 1938 mit Stammersdorf, 1905–1954 mit Kagran, 1938–1954 mit Kaisermühlen 000000000004444.00000000004.444 000000000151740.0000000000151.740 000000000003297.00000000003.297 000000000053911.000000000053.911
    22 Donaustadt Aspern
    Breitenlee
    Essling
    Hirschstetten
    Kagran
    Kaisermühlen
    Stadlau
    Süßenbrunn
    1905–1938 Aspern, Hirschstetten, Lobau, Stadlau im 21. Bezirk; 1938 22. Bezirk, Groß-Enzersdorf, mit Breitenlee, Essling, Süßenbrunn; 1954 Kagran, Kaisermühlen vom 21. Bezirk, Groß-Enzersdorf u. a. zu Niederösterreich 000000000010231.000000000010.231 000000000172798.0000000000172.798 000000000001615.00000000001.615 000000000059616.000000000059.616
    23 Liesing Atzgersdorf
    Erlaa
    Inzersdorf
    Kalksburg
    Liesing
    Mauer
    Rodaun
    Siebenhirten
    1938 25. Bezirk (mit größerem Umfang), 1954 23. Bezirk, 1956 Lainzer Tiergarten zum 13. Bezirk 000000000003207.00000000003.207 000000000096728.000000000096.728 000000000002971.00000000002.971 000000000054065.000000000054.065
    Stadt Wien 000000000041487.000000000041.487 000000001794770.00000000001.794.770 000000000004197.00000000004.197 000000000955839.0000000000955.839

    Politik

    „Bezirksparlament“ jedes Bezirks ist die Bezirksvertretung, deren Wahlen (mit separatem Stimmzettel) gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen erfolgen; ihr einzelnes Mitglied wird als Bezirksrat bezeichnet. Bei den Bezirksvertretungswahlen sind seit 1995 auch ständig in Wien lebende Bürger anderer EU-Mitgliedstaaten wahlberechtigt.

    Repräsentant eines Bezirks ist der gewählte Bezirksvorsteher. Er wird immer von der bei den Bezirksvertretungswahlen stimmenstärksten Partei gestellt, einer seiner beiden Stellvertreter ebenfalls. Der zweite Stellvertreter gehört der zweitstärksten Partei des Bezirkes an. Derzeit stellt die FPÖ den Bezirksvorsteher im 11. Bezirk, die Grünen die Bezirksvorsteher im 2., 7. und 18. Bezirk, die ÖVP in den bürgerlichen Innenbezirken 1 und 8 sowie in den zum beträchtlichen Teil Villenviertel umfassenden Bezirken 13 und 19. In den anderen 15 Bezirken wird der Bezirksvorsteher von der SPÖ gestellt (alle Angaben auf Grund der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Wien).

    Bezirksvertretung und Bezirksvorsteher haben ihren Sitz jeweils in einem Amtsgebäude im Bezirk.

    Die Magistratischen Bezirksämter (MBAs) befinden sich jeweils ebenfalls in dem Bezirk, für den sie zuständig sind; ausgenommen sind der 4., der 6., der 8. und der 14. Bezirk, die mit dem 5. bzw. 7. bzw. 1. bzw. 13. Bezirk ein gemeinsames, dort angesiedeltes Bezirksamt haben. Die MBAs sind nicht den Bezirkspolitikern unterstellt, sondern dem Magistratsdirektor, da sie als „Dependance“ des Magistrats der Stadt Wien bzw. des Amtes der Wiener Landesregierung fungieren.

    2002 hat der Wiener Landtag das Wahlrecht bei den Bezirkswahlen auch auf Nicht-EU-Bürger, die mindestens fünf Jahre in Wien ihren Wohnsitz haben, ausgedehnt. Diese Regelung wurde jedoch 2004 auf Grund einer Beschwerde der FPÖ und der ÖVP vom Verfassungsgerichtshof wieder aufgehoben, bevor sie zur Anwendung gelangt wäre.

    Der Gemeinderat (personenidentisch mit dem Wiener Landtag) hat den Bezirken im Sinn der Dezentralisierung Finanzmittel zur autonomen Verwendung zugeteilt, zum Beispiel zur Erhaltung der Pflichtschulen, der Verkehrsflächen (soweit diese nicht dem höherrangigen Straßennetz angehören) und der Parkanlagen. Weiters sind die Bezirke in wichtige Vorgänge der Stadtplanung, der Verkehrsorganisation und des Bauwesens eingebunden. Entscheidungen dazu hat jeweils die Bezirksvertretung oder der von ihr damit beauftragte Ausschuss zu treffen. Als zweite Instanz fungiert der Gemeinderat bzw. der zuständige amtsführende Stadtrat.

    Literatur

    • Felix Czeike (Hrsg.): Historisches Lexikon Wien. 5 Bände, Kremayr & Scheriau, Wien 1992–1997.
    • Peter Diem, Michael Göbl, Eva Saibel: Die Wiener Bezirke. Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeit, ihre Wappen. Perlen Reihe, Wien 2002.
    • Das provisorische Gemeindegesetz vom 6. März 1850 mit dessen Nachtragsbestimmungen [bis 6. November 1866] in: Bericht der vom Wiener Gemeinderathe eingesetzten Commission zur Revision des Gemeinde-Statutes. Erster Band. = Vorlagen zur Revision der provisorischen Wiener Gemeinde-Ordnung vom 6. März 1850, Selbstverlag Gemeinderat Wien, Wien 1868, S. 137 (Online-Version bei Google Books)
      Commons: Wiener Gemeindebezirke  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. Hieb, der Bezirk (in Wien). ostarrichi.org, abgerufen am 2. August 2012.
    2. RGBl. Nr. 17 vom 17. März 1849 (= S. 203 f.)
    3. LGBl. f. NÖ. Nr. 45 / 1890 (= S. 55)
    4. Kundmachung des k.k. Statthalters vom 9. Dezember 1891, LGBl. f. NÖ. Nr. 60 / 1891 (= S. 235)
    5. LGBl. f. NÖ. Nr. 1 / 1905 (= S. 1)
    6. Kundmachung des k.k. Statthalters vom 28. Dezember 1905, LGBl. f. NÖ. Nr. 169 / 1905 (= S. 222)
    7. Gesetz über Gebietsveränderungen im Lande Österreich vom 1. Oktober 1938, Gesetzblatt für das Land Österreich Nr. 443 vom 6. Oktober 1938, S. 2227 ff.
    8. Gebietsänderungsgesetz, BGBl. 110 / 1954
    9. Kundmachung des k.k. Statthalters im Erzherzogtume Österreich unter der Enns vom 7. Juni 1905, LGBl. für NÖ. Nr. 101/1905 (= S. 87)
    10. Stadtgebiet nach Nutzungsklassen und Gemeindebezirken 2012. Abgerufen am 8. Februar 2014.
    11. Bevölkerung zu Jahresbeginn (Statistik Austria). Abgerufen am 2. März 2015.
    12. Erwerbstätige am Arbeitsort nach Bezirken 2013. Abgerufen am 26. April 2016.