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vom 27.06.2017, aktuelle Version,

Hernstein

Hernstein
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hernstein
Hernstein (Österreich)
Hernstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Baden
Kfz-Kennzeichen: BN
Fläche: 46,45 km²
Koordinaten: 47° 54′ N, 16° 6′ O
Höhe: 438 m ü. A.
Einwohner: 1.537 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2560
Vorwahl: 02633, 02672
Gemeindekennziffer: 3 06 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berndorfer Straße 6
2560 Hernstein
Website: www.hernstein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Nebel (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
14
4
1
14  4  1 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Hernstein im Bezirk Baden
Alland Altenmarkt an der Triesting Bad Vöslau Baden Berndorf Blumau-Neurißhof Ebreichsdorf Enzesfeld-Lindabrunn Furth an der Triesting Günselsdorf Heiligenkreuz Hernstein Hirtenberg Klausen-Leopoldsdorf Kottingbrunn Leobersdorf Mitterndorf an der Fischa Oberwaltersdorf Pfaffstätten Pottendorf Pottenstein Reisenberg Schönau an der Triesting Seibersdorf Sooß Tattendorf Teesdorf Traiskirchen Trumau Weissenbach an der Triesting Niederösterreich Lage der Gemeinde Hernstein im Bezirk Baden (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf Hernstein vom Ortsteil Aigen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hernstein (alte Schreibung vereinzelt auch Herrnstein) ist eine Marktgemeinde mit 1537 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) in Niederösterreich und liegt ca. 50 km südlich von Wien im Bezirk Baden.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2017[1]):

  • Aigen (370)
  • Alkersdorf (62)
  • Grillenberg (381)
  • Hernstein (473)
  • Kleinfeld (44)
  • Neusiedl (179)
  • Pöllau (28)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Grillenberg, Hernstein, Kleinfeld, Neusiedl bei Grillenberg, Pöllau, Steinhof und Veitsau.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2012 1503
2011 1508
2006 1408
2001 1421
1991 1305
1981 1191
1971 1097

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Hernstein

Geschichte

Hernstein geht auf eine Herrschaftsbildung der bayerischen Grafen von Falkenstein und Neuburg zurück. Im Jahre 1125 wurde der Falkensteiner Reginold als Genannter de Harrandistein dokumentiert. Beim Untergang des Falkensteiner Geschlechts in der Mitte des 13. Jahrhunderts fiel Hernstein an das Hochstift Freising. In der frühen Neuzeit wechselten häufig die Herrschaftsverhältnisse in Hernstein. Am 19. Mai 1994 wurde Hernstein zur Marktgemeinde erhoben.

Hernstein/Hörnstein (Mitte links) und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Wappen

Blasonierung:
In einem durch Deichselschnitt geteilten Schild oben in Blau zwei gekreuzte goldene Schlüssel, rechts in Grün ein silberner, gequaderter, auf natürlichem Felsen stehender, mit offenem Tor versehener, zinnenbekrönter Wehrturm, links in Silber eine grüne Föhre mit ebensolchem Stamm, der einen goldenen Harztopf trägt.

Politik

Der Gemeinderat mit 19 Mitgliedern hat mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 folgende Verteilung: 14 ÖVP, 4 SPÖ und 1 FPÖ.

Bürgermeister
  • ?–? Leopold Schneidhofer (ÖVP)
  • seit ? Leopold Nebel (ÖVP)
VizebürgermeisterIn
  • ?–2015 Johann Leitner (ÖVP)
  • seit 2015 Michaela Schneidhofer, M.S.M (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Vinzenzkapelle auf dem Hart
  • Burgruine Hernstein: Die Reste des quadratischen Wehrturms der Burg sind am Berghang hinter dem Schloss sichtbar. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der Zeit um 1170. Die Burg wurde 1529 während der Ersten Türkenbelagerung zerstört und nicht wiederaufgebaut.
  • Das Schloss Hernstein, aus einem Meierhof hervorgegangen, wurde im Auftrag von Erzherzog Leopold Ludwig 1856 bis 1880 von Theophil von Hansen zu einer der bedeutendsten Anlagen des Historismus umgebaut. 1965 erfolgte der Umbau zu einem Seminarhotel, das Schloss firmiert unter Hernstein Institut, seit 2013 auch Seminarhotel Schloss Hernstein.
  • Pechermuseum (als Pecherei bezeichnet man die Gewinnung von Harz bzw. Pech aus Pflanzen)

Bildung

  • Kindergarten in Hernstein
  • Volksschule in Grillenberg

Sport

  • SV-Hernstein Tennis Stocksport[2]

Literatur

  • Moriz Alois Becker (Hrsg.): Hernstein in Niederösterreich, sein Gutsgebiet und das Land im weiteren Umkreise, Holzhausen, Wien 1885–1889, OBV.
    • Josef von Zahn: Geschichte von Hernstein in Niederösterreich und den damit vereinigten Gütern Starhemberg und Emmerberg. Holzhausen, Wien 1889. – archive.org.
  • Erwin Schilder: Berndorf – Vergangenheit und Gegenwart. Stadtgemeinde, Berndorf 1975, OBV.
  • René Riegler: Burgen, Schlösser und Ruinen im Bezirk Baden. Eigenverlag, Ternitz 1997, OBV.
  • Peter Metz: Hernstein im Wandel der Zeit. Von der Frühgeschichte bis in unsere Zeit, DVD-Video, Gemeinde Hernstein, Hernstein 2007, OBV.
  • Verena Bendek: Schloss Hernstein. Über Hansens historische Räume, ihre Ausstattung und ihr Interieur. Diplomarbeit. Universität Wien, Wien 2008. – Volltext Online (PDF; 2,5 MB).
  • Helene Schießl: Kapellen, Bildstöcke, Kreuze und Bildbäume im Gemeindegebiet Hernstein erwandern und erfahren. Kral, Berndorf 2008, ISBN 978-3-902447-51-7.
  • Gabriele Handl, Christian Handl: Unser Triestingtal. Altenmarkt, Berndorf, Enzesfeld-Lindabrunn, Furth, Hernstein, Hirtenberg, Kaumberg, Leobersdorf, Pottenstein, Weissenbach. Band 1, 3. Auflage. Kral, Berndorf 2008, ISBN 978-3-902447-46-3.
  Commons: Hernstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2017 nach Ortschaften
  2. Facebook: Sportverein Hernstein Tennis Stocksport