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vom 07.01.2020, aktuelle Version,

Josef Menschik

Josef Georg Menschik (* 23. März Jahr unbekannt in Wien; † 30. August 1980[1]) war ein österreichischer Schauspieler und Operettenbuffo, der im Film überwiegend in Nebenrollen eingesetzt wurde.[2][3]

Biografie

Der Sohn des Sängers und Chorleiters Clemens Menschik und dessen Gattin Friederike von Setti erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst seiner Heimatstadt Wien. Frühe Verpflichtungen führten Josef Menschik an Bühnen in Innsbruck, Karlsbad, das Wiener Stadttheater, nach München, Augsburg und ans Wiener Raimund-Theater. In seiner Heimatstadt gewann inmitten des Zweiten Weltkriegs auch der Film an Bedeutung in seiner Karriere.

1942 gab Menschik in der Filmkomödie Zwei glückliche Menschen von E. W. Emo, in der das damalige Ehepaar Magda Schneider und Wolf Albach-Retty die Hauptrollen spielte, mit einer kleinen Nebenrolle sein Filmdebüt. Eine Zusammenarbeit mit Wolf Albach-Retty ergab sich auch in Menschiks nächsten Film Der weiße Traum von Géza von Cziffra, in dem er einen Theaterinspizienten spielte. In dem ebenfalls 1943 entstandenem Film Reisebekanntschaft hieß der Regisseur wiederum E. W. Emo und auch Wolf Albach-Retty war wieder mit von der Partie ebenso wie Elfriede Datzig, die schon im Weißen Traum mitgewirkt hatte, außerdem Hans Moser. Menschik war in einer tragenden Rolle als Fred besetzt. Mit Judith Holzmeister und O. W. Fischer arbeitete er 1947 in der Komödie Triumph der Liebe von Alfred Stöger zusammen. Das Drehbuch beruht auf Aristophanes’ antiker Komödie Lysistrata, die musikalisch bearbeitet wurde. Menschik war als Sosias besetzt. In dem romantischen Drama Es lebe das Leben (1949) arbeitete Menschik erneut mit E. W. Emo zusammen, diesmal in seiner ersten Hauptrolle als Watschen-Sepp.

Auf Wolf Albach-Retty traf Menschik 1951 in dem Filmdrama Verklungenes Wien von Ernst Marischka erneut. Paul Hörbiger und Marianne Schönauer waren ebenfalls besetzt. Auch in seinem nächsten Film, dem Familiendrama Das Herz einer Frau (1951) von Georg Jacoby wirkte Marianne Schönauer wiederum mit. Mit Paul Hörbiger und Hans Moser ergab sich 1952 in der Komödie Hallo Dienstmann (1952) eine weitere Zusammenarbeit. In der musikalischen Romanze Im Krug zum grünen Kranze (Originaltitel Die fünf Karnickel, 1953) war Menschik in einer Nebenrolle als Eule zu sehen. In der Filmkomödie K. und K. Feldmarschall arbeitete er 1956 letztmals mit E. W. Emo sowie Wolf Albach-Retty zusammen. Menschik war in einer Nebenrolle als Oberleutnant Bordoszy besetzt. In zwei weiteren Filmen von 1956, zum einen dem Filmdrama Die Magd von Heiligenblut, zum anderen dem Kultfilm Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin von Ernst Marischka, stand Menschik ebenfalls auf der Besetzungsliste.

Auf Géza von Cziffra, der bei Menschiks zweiter Filmarbeit Regie geführt hatte, traf der Schauspieler erneut in der Filmkomödie Charleys Tante von 1963, in der er als Nachtportier eingesetzt wurde. Im selben Jahr wirkte Menschik in dem Gruselthriller Der Unsichtbare von Raphael Nussbaum als Kramer mit. Auf Paul Hörbiger traf Menschik 1964 in dem Fernsehfilm Die Bekehrung des Ferdys Pistora von Rolf Kutschera in seiner Rolle als Bürschel ein letztes Mal in einem Film. In der 1965 erschienenen Filmkomödie Lumpazivagabunds von Edwin Zbonek, der Johann Nestroys Theaterstück Der böse Geist Lumpacivagabundus zugrunde liegt, war Menschik als Hausierer zu sehen. 1965 und 1969 wirkte der Schauspieler in zwei Folgen der Fernsehserie Donaugeschichten mit. In der Folge W. M. und die Brennessel waren Willy Millowitsch und Christiane Hörbiger seine Partner, in Ausflug in die Wachau erneut Millowitsch sowie Theo Lingen. Hermann Lanske besetzte ihn 1971 und 1972 jeweils in einer kleinen Rolle in seinen Filmen Theodor Kardinal Innitzer und Wiener Blut. Ein letzter Auftritt von Menschik fand 1973 in der Folge Der Spieler der Fernsehserie Hallo – Hotel Sacher … Portier! statt. Regie führte Fritz Eckhardt, ein Wiedersehen gab es mit Marianne Schönauer.

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

Literatur

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560744, S. 1117 f.

Einzelnachweise

  1. laut Honig/Rodek: 100.001 und Paul S. Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik/Biographical Index for Theatre, Dance and Music. Berlin Verlag. Arno Spitz GmbH. 1997. Seite 1226. ISBN 978-3-87061-479-9. Eine andere Quelle nennt den 30. November 1979
  2. Josef Menschik s.S. vollfilm.com
  3. Georg Markus: Die Enkel der Tante Jolesch, erschienen 2001 by Amalthea in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH (Wien – München), ISBN 3-85002-466-0.