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vom 17.08.2018, aktuelle Version,

Joseph Rosenstock

Joseph Rosenstock (auch: Josef Rosenstock; * 27. Januar 1895 in Krakau, Österreich-Ungarn; † 17. Oktober 1985 in New York) war ein polnischer Dirigent und Komponist, er war Generalmusikdirektor u. a. in Darmstadt, Wiesbaden, New York und Mannheim.

Leben

Rosenstock arbeitete am Landestheater in Darmstadt (12. April 1923: Deutsche Erstaufführung von Karol Szymanowskis Oper Hagith) und an der Staatsoper in Wiesbaden, bevor er 1928 von der Metropolitan Opera in New York als Ersatz für Artur Bodanzky verpflichtet wurde. Allerdings bekam er dermaßen schlechte Kritik, dass er sehr bald kündigte. Er ging nach Deutschland zurück, diesmal nach Mannheim. Seit seiner rassistisch motivierten Entlassung 1933 wirkte er als musikalischer Direktor im Kulturbund deutscher Juden in Berlin.

Im Jahr 1936 emigrierte er nach Japan wo er den Standard des NHK Symphony Orchestra wesentlich zu heben vermochte. Dort brachte er außerdem Roh Ogura bei, Beethovens Symphonien zu dirigieren. Ein weiterer Schüler war Abe Kōmei.[1] Außerdem geht auf ihn die Einführung des Dirigentenstabs in Japan zurück.[2] Die wegen ihres Katholizismus nach Japan emigrierte Cembalistin Eta Harich-Schneider schildert in ihrer Autobiographie wie Rosenstock zusammen mit Leonid Kreutzer gegenüber jedem deutschen Musikerkollegen hasserfüllt auftrat.[3]

Von 1948 bis 1956 kehrte er schließlich nach New York zurück und debütierte bei der New York City Opera (NYCO) mit Le nozze di Figaro. Ab 1952 war Rosenstock für vier Jahre der Direktor der NYCO.

Einzelnachweise

  1. Morihide Katayama: Komei ABE: Symphony No. 1 / Divertimento / Sinfonietta. Naxos, abgerufen am 27. April 2017 (englisch).
  2. das-japanische-gedaechtnis.de
  3. Harich-Schneider, Eta; Charaktere und Katastrophen; Frankfurt 1978, Kap.: „Das Kriegsnetz wird enger“