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vom 23.07.2016, aktuelle Version,

Karl Reidinger

Karl Reidinger (* 7. Juni 1922 in Wiener Neustadt; † 3. Oktober 2014) war von 1973 bis 1987[1] Polizeipräsident der Bundespolizeidirektion Wien.

Leben

Reidinger absolvierte ein Jurastudium in Graz, das er 1948 mit der Promotion abschloss. Anschließend begann er seinen Dienst bei der staatspolizeilichen Abteilung der Polizeidirektion Wien, deren Vorstand er 1961 wurde.[2] 1971 erfolgte seine Bestellung zum Leiter der Wiener Staatspolizei und 1973 seine Ernennung zum Wiener Polizeipräsidenten durch den damaligen Innenminister Otto Rösch.[3]

In seine Amtszeit fielen einige Ereignisse, die besondere Anforderungen an die Wiener Polizei stellten: der arabische Opec-Überfall 1975, der Einsturz der Reichsbrücke 1976, die Entführung des Industriellen Walter Palmers durch deutsche Terroristen 1977, die Eröffnung der ersten U-Bahn-Neubaustrecke 1978, die Eröffnung der Wiener UNO-City 1979, die Unterzeichnung der SALT-II-Verträge in Wien mit Carter und Breschnew 1979, der politische Mord an Stadtrat Heinz Nittel und der Terroranschlag auf den Stadttempel, beide 1981 verübt, sowie seit 1984 das jährliche Donauinselfest.

Einzelnachweise

  1. Bildarchivaustria.at: „Dr. Günther Bögl wurde am 23.12.1987 im Innenministerium in Wien von Minister Karl Blecha zum neuen Wiener Polizeipräsidenten ernannt“; abgerufen am 4. Okt. 2014
  2. Austria-Forum: Reidinger, Karl; abgerufen am 4. Okt. 2014
  3. Kurier: Langjähriger Wiener Polizei-Präsident verstorben; abgerufen am 4. Okt. 2014