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vom 13.03.2017, aktuelle Version,

Kuratienkirche Gurtis

Kath. Kuratienkirche Mariä Heimsuchung in Nenzing-Gurtis

Die römisch-katholische Kuratienkirche Gurtis steht in der Ortschaft Gurtis in der Gemeinde Nenzing im Bezirk Bludenz in Vorarlberg. Sie ist dem Fest Mariä Heimsuchung geweiht und gehört zur Pfarre Nenzing im Dekanat Walgau-Walsertal in der Diözese Feldkirch. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.[1]

Lagebeschreibung

Die Kirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben.

Geschichte

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde eine Kapelle errichtet. Diese wurde 1737 restauriert und 1790 zur Expositur erhoben. Im Jahr 1791 wurde ein Neubau errichtet, der 1820 geweiht wurde. Eine Restaurierung erfolgte 1929.

Architektur

Kirchenäußeres

Die Kirche besteht aus einem spätbarocken Langhaus mit geschrägten Wänden zum eingezogenen Chor. Chor und Langhaus sind unter einem gemeinsamen, leicht geknickten Satteldach. Der Nordturm hat einen Giebelspitzhelm. Der Turm hat im unteren Geschoß Flachbogenschallfenster, im oberen Geschoß jeweils zwei Rundbogenschallöffnungen aus dem Jahr 1890. Der gemauerte Vorbau hat ein Pultdach. Langhaus und Chor weisen keine plastische Gliederung auf und sind durch Flachbogenfenster durchbrochen. Die Giebelfassade weist ein Ochsenaugefenster auf. Das Rundbogenportal ist abgefast.

Kircheninneres

Das Langhaus ist 3 1/2 Joche lang. Darüber ist Stichkappengewölbe, das auf Wandpfeilern ruht. Auf beiden Seiten sind jeweils drei Flachbogenfenster. Die Ecken zum eingezogenen Triumphbogen auf Wandpfeilern sind eingerundet. Der Chor ist einjochig und weist einen 3/8-Schluss auf. Darüber ist Stichkappengewölbe. Die Stichkappen in Chor und Langhaus sind durch profilierte Stuckleisten verziert. Im Westen des Langhauses befindet sich eine gerade Empore. Die Deckenfresken stammen von Floris Scheel aus Feldkirch. Sie wurden 1929 renoviert. Im Chor ist „Maria mit Kind und den Heiligen Dominikus und Martin“ dargestellt. Über dem Langhaus ist „Christi Himmelfahrt“ dargestellt.

Ausstattung

Der Hochaltar von Josef Römer aus dem Jahr 1793 ist ein barocker Aufbau mit vier Säulen auf gestaffeltem Sockel und verkröpftem Gebälk. Er ist durch Voluten und Rocailledekor verziert. Das Altarbild zeigt „Mariä Heimsuchung“. Es wurde 1918 von Floris Scheel nach Carl Müller gemalt. Das Oberbild zeigt den heiligen Johannes Nepomuk und stammt aus dem Jahr 1793. Das Altarbild wird von Figuren der Heiligen Dominikus und Katharina flankiert. Am Gebälk sind zwei Engel von Josef Klemens Witwer aus dem Jahr 1793. Der Tabernakel ist im Empirestil. Anstelle des linken Seitenaltares ist eine Figur des heiligen Josef, anstelle des rechten Seitenaltares eine Figur der heiligen Maria. Beide wurden 1964 von Fischenzeller mit jeweils zwei Putten geschaffen. Der Taufstein mit Figurengruppe „Taufe Christi“ ist barock, die Kreuzwegstationen von Anton Marte sind aus dem 20. Jahrhundert. Das Kruzifix an der linken Chorwand wurde Mitte des 17. Jahrhunderts geschaffen. Die Kommunionbänke und Beichtstühle stammen aus dem Jahr 1896 von A. Jehly.

Orgel

Die Orgel stammt von den Anton Behmann aus dem Jahr 1904.

Geläut

Die Glocke wurde vor 1664 gegossen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Vorarlberg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 21. Juni 2016 (PDF).