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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mayrhofen

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mayrhofen enthält die 17 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Mayrhofen.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Kath. Pfarrkirche Unsere Liebe Frau
ObjektID: 64500
Am Marienbrunnen
Standort
KG: Mayrhofen
Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich genannt. Nach einem Brand wurde sie um 1500/1510 von Lienhard Plutauer im spätgotischen Stil neu erbaut und nach einem neuerlichen Brand um 1580 wiedererrichtet. 1740/41 wurde sie barockisiert und umgebaut. 1968/69 wurde das barocke Langhaus abgebrochen und durch einen Neubau nach Plänen von Clemens Holzmeister ersetzt. Die Kirche besteht aus dem modernen Langhaus über achteckigem Grundriss sowie dem spätgotischen zweijochigen Chor und angrenzendem Turm. Im Chor befindet sich ein Fresko der Aufnahme Mariens in den Himmel von ca. 1745, im Langhaus ein Deckenfresko mit der Rose von Jericho von Max Weiler von 1971. Der Hochaltar und die weitere Ausstattung stammen aus dem 18. Jahrhundert.[2]
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ObjektID: 113929
Am Marienbrunnen
Standort
KG: Mayrhofen
An der Stelle des 1766 angelegten und 1965 aufgelassenen Friedhofs südlich der Kirche befindet sich heute eine kleine Grünanlage mit schmiedeeisernen Grabkreuzen vom alten Friedhof, dazwischen ein Gedenkstein mit bronzener Inschrift.[3]
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ObjektID: 64497
Am Marienbrunnen 347
Standort
KG: Mayrhofen
Das Widum wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet, 1936 und Ende der 1960er Jahre umgebaut und 1998–2000 zu einem Pfarrzentrum umgebaut. Der zweigeschoßige Mauerbau hat ein ausgebautes Dachgeschoß aus Holz. An der Hauptfassade befindet sich das rundbogige Portal, das über eine zweiarmige, überdachte Treppe erschlossen ist, darüber im Giebelbereich ein Balkon. Auf der Gartenseite befinden sich ein Balkon und ein Giebelsöller mit Sützenkonstruktion.[4]
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ObjektID: 39808
oberhalb Brandbergstraße
Standort
KG: Mayrhofen
Mariahilfkapelle aus dem Jahr 1847 (oder 1849[5]) mit einem älteren Mariahilfsbild aus einem Vorgängerbau, der nach mündlichen Überlieferungen von den Zillertaler Inklinanten zerstört worden sein soll. Die neugotische Kapelle hat einen gemauerten, dreiseitigen Chor und einen hölzernen Vorbau. Der Eingang ist traufseitig. Auf dem mit Schindeln gedeckten Satteldach steht ein hölzerner Dachreiter mit Pyramidendach. An der Giebelseite befindet sich ein Rundbogenfenster mit bunter Bleiverglasung und innen ein spitzbogiger Fronbogen.[5]

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Aufbahrungshalle
ObjektID: 113968
Brandbergstraße 369
Standort
KG: Mayrhofen
Die Aufbahrungshalle am südlichen Rand des Waldfriedhofs wurde 1965 nach Plänen von Eberhard Müller-Thies erbaut. Der Bau über rechteckigem Grundriss mit flachem Satteldach hat eine offene, pfeilergestützte Vorhalle und einen aus Natursteinen gemauerten, rund auskragenden Turm mit Kegeldach. Am Turm befindet sich ein Kruzifix von Otto Moroder. Das Wandfeld über dem Eingang und die Ostwand sind mit Betonglasfenstern gestaltet. Die Reliefs am Portal stammen von Elmar Kopp. Der Innenraum ist mit einer hölzernen Balkendecke und einem keramischen Boden versehen.[6]

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Waldfriedhof
ObjektID: 113967
Brandbergstraße 369
Standort
KG: Mayrhofen
Der Friedhof am Scheulingwald östlich des Ortszentrums wurde 1965 als Ersatz für den aufgelassenen alten Friedhof bei der Pfarrkirche angelegt und 1978 erweitert. Die großzügige, von Alios Nothdurfter geplante Anlage mit lockerem Baumbestand und regelmäßigem Wegesystem ist von einer Naturstein-Mauer umschlossen. Der Haupteingang an der Westseite mit schmiedeeisernem Gittertor wird von zwei schmiedeeisernen Leuchten flankiert. Im Süden befindet sich die Aufbahrungshalle, im westlichen Bereich der in die Umfassung integrierte Urnenhain. Die Gräber sind mit schmiedeeisernen Kreuzen geschmückt.[7]
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ObjektID: 113970
Dorf Haus
Standort
KG: Mayrhofen
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ObjektID: 42095
Dorf Haus 767
Standort
KG: Mayrhofen
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ObjektID: 48138
Dorf Haus 768
Standort
KG: Mayrhofen
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ObjektID: 46800
Dorf Haus 771
Standort
KG: Mayrhofen
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ObjektID: 113928
Hauptstraße 407
Standort
KG: Mayrhofen
Das Gebäude wurde vermutlich 1834 erbaut und 1895 und 1906 erweitert, 1921 wurde es in Blockbauweise aufgestockt. Bis 1967 wurde es als Volksschule genutzt, seither dient es als Geschäfts- und Wohnhaus. Der dreigeschoßige Bau mit Pfettendach ist mit gemalter Eckquaderung sowie Balkonen und Söllern mit geschnitzten Säulen und Zierschnittbrettern an den Brüstungen gestaltet. Die Innenräume wurden gegenüber dem ursprünglichen Zustand stark verändert.[8]
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ObjektID: 113926
Hauptstraße 409
Standort
KG: Mayrhofen
Das Kriegerdenkmal wurde um 1950 geschaffen, die Statue des kämpfenden Soldaten stammt von Andreas Hinterholzer.[9]

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Marktgemeindeamt
ObjektID: 113186
Hauptstraße 409
Standort
KG: Mayrhofen
Das Gemeindeamt wurde 1929 erbaut und 2009 in der ursprünglichen äußeren Form wiederhergestellt. Der mächtige dreigeschoßige Mauerbau mit flachem Walmdach weist an der südlichen und nördlichen Gebäudeecke einen runden Erker über beide Obergeschoße auf. In der mittleren Achse befindet sich ein Rundbogenportal mit abgefastem Gewände. Die Fenster in den Obergeschoßen sind mit rahmender Sgraffitomalerei aus den 1970er Jahren geschmückt. Das Innere ist über ein großzügiges hölzernes Treppenhaus mit durchbrochenem Geländer und Wandvertäfelung sowie durch einen gläsernen Anbau von 2009 an der Rückseite mit Treppenhaus und Liftanlage erschlossen. Im ersten Obergeschoß liegt der zum Treppenhaus hin großflächig verglaste Sitzungssaal.[10]

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Straßenbrücke, Hochstegen
ObjektID: 113971
Hochstegen
Standort
KG: Mayrhofen
Die gedeckte hölzerne Fachwerkbrücke über die Klamm des Zemmbachs verbindet die Gemeinden Finkenberg und Mayrhofen.
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ObjektID: 113974
Hollenzen
Standort
KG: Mayrhofen
Der Brunnen besteht aus einem großen rechteckigen Steintrog von 1959 und einer hölzernen Brunnensäule mit einer Statue des hl. Florian von 1975.[11]
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ObjektID: 113972
Laubichl
Standort
KG: Mayrhofen
Die Kapelle wurde 1972 erbaut. Über einem Kruzifix enthält sie eine Emailtafel von Max Spielmann.[12]

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Berliner Hütte
ObjektID: 67824
Zemmgrund 282
Standort
KG: Mayrhofen
Die Berliner Hütte ist eine ursprünglich 1879 von der Sektion Berlin des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins (DOeAV) erbaute und mehrfach erweiterte Alpenvereinshütte.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Mayrhofen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Pfarrkirche Unsere Liebe Frau. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  3. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Grabkreuze mit Friedhofsdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  4. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Pfarrhaus Mayrhofen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  5. 1 2 Wegkapelle, Mariahilfkapelle, Brandbergerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 10. Januar 2014.
  6. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Friedhofskapelle, Aufbahrungshalle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  7. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Waldfriedhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  8. Fingernagel-Grüll, Wiesauer: Alte Schule. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  9. Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 10. Januar 2014.
  10. Baumann, Wiesauer: Marktgemeindeamt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  11. Laufbrunnen mit Hl. Florian, Florianbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 9. März 2016.
  12. Kapellenbildstock, Laubichlkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 10. Januar 2014.
  13. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.