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vom 28.10.2018, aktuelle Version,

Mannheimer Hütte

Mannheimer Hütte
DAV-Hütte Kategorie I
Mannheimer Hütte

Mannheimer Hütte

Lage Bludenz, Brandner Gletscher; Vorarlberg, Österreich; Talort: Brand (Vorarlberg)
Gebirgsgruppe Rätikon
Geographische Lage: 47° 3′ 56″ N,  41′ 36″ O
Höhenlage 2679 m ü. A.
Mannheimer Hütte (Vorarlberg)
Mannheimer Hütte
Besitzer Sektion Mannheim des DAV
Erbaut 1903
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juli bis Mitte September
Beherbergung 25 Betten, 149 Lager, 10 Notlager
Winterraum 14 Lager
Weblink mannheimerhuette.co.at
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p1

Blick von der Mannheimer Hütte über den Brandner Gletscher zur Schesaplana.

Die Mannheimer Hütte ist eine Schutzhütte der Sektion Mannheim des Deutschen Alpenvereins. Sie liegt am Brandner Gletscher auf 2679 m ü. A. im Rätikon in Vorarlberg. Gegenüber befindet sich die Schesaplana, der Hüttengipfel.

Geschichte

Die Hütte wurde 1903 bis 1905 von der Sektion Straßburg des DuÖAV als Straßburger Hütte errichtet. Aufgrund des langen Zustiegs von Brand über das Zalimtal entschloss sich die Sektion damals spontan, die auf halbem Wege auf 1889 m gelegene Oberzalimhütte (nach einem ehemaligen Hüttenwart der Sektion auch Georg-Orth-Hütte genannt) zu errichten. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 wurde die Hütte geschlossen. Nach dem Krieg gehörte Straßburg nicht mehr zu Deutschland, die Sektion löste sich auf. Da die damalige Sektion Pfalzgau ihre Hütte in Cortina d’Ampezzo verloren hatte, übernahmen die Mannheimer die Straßburger Hütte 1919 und behielten den Namen bei. Anfang der 1930er kamen mehr als 4.000 Gäste pro Saison. Doch nach Einführung der Tausend-Mark-Sperre des Dritten Reichs konnten 1934 nur noch 16 deutsche Wanderer begrüßt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten die Mannheimer ab 1950 die Hütte wieder zu öffnen, doch sie erhielten sie erst 1956. 1970 wurde die Hütte mit einem 70-kW-Dieselaggregat elektrifiziert, in der Zeit von Pächter Wilfried Studer ersetzte man dieses durch ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk. 2011 wurde der bislang im Haupthaus untergebrachte Winterraum in die einige Höhenmeter oberhalb stehende, von der österreichischen Zollwache nicht mehr genutzte Zollwachhütte verlegt.

Die Versorgung des Hauses erfolgt über eine Materialseilbahn, deren Talstation an der Oberzalimhütte ist. Bis dorthin führt ein Güterweg.

Erst 1971 wurde die Hütte dann in Mannheimer Hütte umbenannt. 2005 wurde zusammen mit dem Club Alpin Français das hundertjährige Jubiläum gefeiert.

Die Sektion Mannheim lässt beide Hütten stets zusammen von einem Pächter betreiben. Pächter seit 1969 waren:

  • 1969–1990 Reinhold Konzett (Dalaas / Vorarlberg) mit Frau Iet und Familie
  • 1991–1995 Thomas Beck (Brand /Vorarlberg) mit Frau Andrea
  • 1996 Elisabeth Weitlahner (Pettnau am Arlberg / Tirol)
  • 1997–2000 Helmut Gasser (Dornbirn / Vorarlberg) mit Frau Ingrid
  • 2001–2002 Martin und Anette Wieland (Brand / Vorarlberg)
  • 2003 Reinhard Gartenmaier (Sonthofen / Bayern)
  • 2004–2011 Wilfried Studer (Wolfurt /Vorarlberg) mit Frau Sylvia und Töchtern[1]

Derzeit: Andrea Juen und Matthias Schatz (Landeck /Tirol)[2]

Zugänge

  • vom Parkplatz Brand (1050 m) über Oberzalimhütte und Leibersteig, Gehzeit: 5 Stunden
  • von Brand über Oberzalimhütte, Spusagangscharte und Straußsteig, Gehzeit: 5½–6 Stunden
  • von Lünersee (1970 m) über Totalphütte, Schesaplana oder Südwandsteig und Brandner Gletscher, Gehzeit: 4 Stunden

Tourenmöglichkeiten

Übergang zu anderen Hütten

Gipfelbesteigungen

  • Schesaplana über Brandner Gletscher (2965 m), Gehzeit: 1½ Stunden
  • Panüeler Kopf (2859 m), Gehzeit: 1 Stunde
  • Wildberg (2788 m), Gehzeit: 1/2 Stunde

Literatur

  Commons: Mannheimer Hütte  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1888 – 2013, 125 Jahre Sektion Mannheim Deutscher Alpenverein. Festschrift. Herausgeber: Sektion Mannheim, 2013.
  2. mannheimerhuette.co.at