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vom 04.10.2016, aktuelle Version,

Matthias Griebler

Matthias Griebler (* 1972 in Wien) ist ein österreichischer Bildender Künstler.

Leben

Matthias Griebler ist der Sohn der Zeichnerin Martha Griebler. Er studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien bei Gunter Damisch. Nach mehreren Ablehnungen an beiden Institutionen verschaffte sich Griebler unter dem Pseudonym „Wotan Anzengruber“ mit fingierten Arbeiten Aufnahme in die Meisterschule für Grafik an der Akademie der Bildenden Künste. Daniel Kehlmann beschrieb in dem Porträt[1] Mein Name sei Anzengruber den genauen Hergang dieser Aufnahmeprozedur.[2]

Sein Medium ist die Zeichnung in all ihren Ausformungen. Überdies arbeitet Griebler an komplexen Gesamtkunstwerken, die oft über Jahre am Entstehen sind.

Ausstellungen

  • 1996: Artist in Residence, Kunststation Sankt Peter, Köln[3]
  • 2002: Matthias Griebler, Kunststation Sankt Peter, Köln[3]
  • 2006: Fairy Tale, Myth and Fantasy, Galerie St. Etienne, New York[4]
  • 2011: Matthias Griebler, Kunsthalle Krems, Krems[5]
  • 2011: Four Unusual Summer Guests, Emanuel von Baeyer Cabinet, London[6]

Werke von Griebler werden regelmäßig von Emanuel von Baeyer - London, auf Kunstmessen wie TEFAF Maastricht; London Original Print Fair; Master Drawings & Sculpture Week, London; Cologne Fine Art and Antique Fair, Köln; IFPDA Park Avenue Armory Fair, New York ausgestellt.

Werke

  • 2007: Pinocchio, aber ein anderer. Gezeichnet. Suhrkamp / Insel, 2007, ISBN 978-3-458-17354-0 (limitierte und nummerierte Vorzugsausgabe). und
    Pinocchio, aber ein anderer. Gezeichnet. Insel, Frankfurt am Main/Leipzig 2007, ISBN 978-3-458-17351-9.
  • 2007–2009: Das Puppenhaus, Gesamtkunstwerk
  • 2013: Das Griebler Kabinett, Gesamtkunstwerk[7]

Zitate über Griebler

„...ein wirkliches Genie, spröde im besten und vollsten künstlerischen Eigensinn.“

„Eine funkelnde witzige Intelligenz, zugleich melancholische Poesie, und alles zeugte von einer technischen Perfektion, die man altmeisterlich nennen müsste, wäre Grieblers Stil nicht so modern und wild unberechenbar.“

„Er ist ein außergewöhnliches Talent. Man muss nicht seine schrille, schräge Persönlichkeit allein ins Spiel bringen. Sein Werk ist genial genug, dass man es lange diskutieren kann. Ich glaube, Matthias Griebler hat ein unglaubliches Potential.“

Literatur

  • Elizabeth A. Pergam (Hrsg.): Drawing in the Twenty-First Century. The Politics and Poetics of Contemporary Practice. Ashgate, United Kingdom 2015, ISBN 978-1-4724-4576-6, S. 163165 (englisch).

Einzelnachweise

  1. Erratum. In: monopol, Magazin für Kunst und Leben. 27. Mai 2009, abgerufen am 18. November 2015.
  2. Daniel Kehlmann: Mein Name sei Anzengruber. In: monopol, Magazin für Kunst und Leben. Gregor Hohenberg, 1. Mai 2009, abgerufen am 18. November 2015.
  3. 1 2 Ausstellungen Sankt Peter Köln. Abgerufen am 10. November 2015.
  4. Fairy Tale, Myth and Fantasy. Approaches to Spirituality in Art. Galerie St. Etienne, 7. Dezember 2006 - 3. Februar 2007, abgerufen am 18. November 2015.
  5. Matthias Griebler. Kunsthalle Krems, abgerufen am 18. November 2015.
  6. Four Unusual Summer Guests. Moldovan, Morell, Steinmetz, Griebler. In: Emanuel von Baeyer Cabinet. Abgerufen am 18. November 2015.
  7. "Drawing in the Twenty-First Century" Edited by Elizabeth A. Pergam, S.163,164,165
  8. zit. aus Profil Nr. 2, 37. Jg., Jänner 2006, S.133
  9. zit. aus Matthias Griebler. Kunsthalle Krems, abgerufen am 18. November 2015.
  10. zit. aus „Ich trag das Zeug zu vielen Kerlen im Leib“ - Matthias Griebler, die Ausstellung eines Exzentrikers in der Kunsthalle Krems. In: magazin.at. 11. Juli 2011, abgerufen am 17. November 2015.