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vom 15.05.2017, aktuelle Version,

Matthias Tschirf

Matthias Tschirf (2011)

Matthias Tschirf (* 25. April 1957 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP) und ehemaliger Klubobmann im Wiener Landtag und Gemeinderat.

Schulische und berufliche Laufbahn

Matthias Tschirf studierte Rechtswissenschaften, promovierte zum Doktor und absolvierte in der Folge ein eineinhalbjähriges Gerichtspraktikum. Seine berufliche Karriere begann er in der Folge als Jurist im Bundeskanzleramt. Er arbeitete als Lehrbeauftragter für Verfassungsrecht an der Universität Salzburg und ist Autor mehrerer juristischer und politischer Artikel. 1990 wurde er von Vizekanzler Josef Riegler in dessen Kabinett geholt und stieg 1991 zum Kabinettschef auf. Nach dem Rückzug Rieglers wurde Tschirf Kabinettschef von Föderalismusminister Jürgen Weiss im Ministerium für Föderalismus und Verwaltungsreform. Zwischen 1994 und 2001 war er als Personalchef am Bundesministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten (seit 2014 Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) tätig. Im November 2011 wurde er zum Sektionschef der Sektion Unternehmenspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ernannt. Der Aufgabenbereich dieser Sektion umfasst Gewerbe, Unternehmen, berufliche Ausbildung und Technik; zudem ist der Leiter der Sektion auch österreichischer KMU-Botschafter und als Vertreter des Aufsichtsministeriums im Präsidium des Normungsinstituts (ASI).

Politische Laufbahn

Tschirf war von 18. Dezember 1992 bis November 2011 Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien. Bereits 1996 wurde er zum stellvertretenden Klubobmann der ÖVP Wien und im April 2001 zum geschäftsführenden Klubobmann der Wiener Volkspartei gewählt. Von Juni 2002 bis Oktober 2010 war er Klubobmann der ÖVP Wien. Tschirf war von 1996 bis 2012 Obmann des ÖAAB Wien. Von 2010 bis 2014 ist er Obmann des Vereins Christliches Vereinshaus. Tschirfs politische Schwerpunkte lagen nach eigenen Angaben in den Bereichen Rechts- und Verfassungsfragen, Themen zu Mittel- und Osteuropa sowie in Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Wien.

Privates

Tschirf ist seit 1984 verheiratet.

Auszeichnungen

  Commons: Matthias Tschirf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)
  2. AAS 100 (2008), n. 9, p. 673.