Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 19.08.2019, aktuelle Version,

Matthias Tschirf

Matthias Tschirf (2011)

Matthias Tschirf (* 25. April 1957 in Wien) ist ein Jurist, österreichischer Beamter und ehemaliger Politiker (Klubobmann ÖVP im Wiener Landtag).

Schulische und berufliche Laufbahn

Matthias Tschirf studierte Rechtswissenschaften, promovierte zum Doktor und absolvierte in der Folge ein eineinhalbjähriges Gerichtspraktikum. Seine berufliche Karriere begann er in der Folge als Jurist im Bundeskanzleramt. Er arbeitete als Lehrbeauftragter für Verfassungsrecht an der Universität Salzburg und ist Autor mehrerer juristischer und politischer Artikel. 1990 wurde er von Vizekanzler Josef Riegler in dessen Kabinett geholt und stieg 1991 zum Kabinettschef auf. Nach dem Rückzug Rieglers wurde Tschirf Kabinettschef von Föderalismusminister Jürgen Weiss im Ministerium für Föderalismus und Verwaltungsreform. Zwischen 1994 und 2001 war er als Personalchef im Bundesministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten (seit 2018 Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort) tätig. Von November 2011 bis Februar 2019 war er Sektionschef der Sektion Unternehmenspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ernannt. Der Aufgabenbereich dieser Sektion umfasste Gewerbe, Unternehmen, berufliche Ausbildung und Technik. Seit März 2019 leitet er die Präsidialsektion im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW).[1]

Politische Laufbahn

Tschirf war von 18. Dezember 1992 bis November 2011 Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien. Bereits 1996 wurde er zum stellvertretenden Klubobmann der ÖVP Wien und im April 2001 zum geschäftsführenden Klubobmann der Wiener Volkspartei gewählt. Von Juni 2002 bis Oktober 2010 war er Klubobmann der ÖVP Wien. Er war in verschiedenen Ausschüssen und Kommissionen tätig, unter anderem lange Jahre im Gemeinderatsausschuss für Finanzen und Wirtschaftspolitik sowie zuletzt als Vorsitzender im Kontrollausschuss.[2]

Tschirf war von 1996 bis 2012 Obmann des ÖAAB Wien. Von 2010 bis 2014 war er Obmann des Vereins Christliches Vereinshaus. Tschirfs politische Schwerpunkte lagen nach eigenen Angaben in den Bereichen Rechts- und Verfassungsfragen, Themen zu Mittel- und Osteuropa sowie in der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Wien.

Privates

Tschirf ist seit 1984 verheiratet. Er trat 1982 der K.Ö.H.V. Mercuria Wien im ÖCV bei. Später wurde er Mitglied bei der KÖHV Sängerschaft Waltharia Wien, K.Ö.H.V. Rugia Wien und K.Ö.H.V. Amelungia Wien im ÖCV sowie bei der KAV Capitolina Rom.

Auszeichnungen

  Commons: Matthias Tschirf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. oesterreich.gv.at: Personenverzeichnis help.gv.at. In: oesterreich.gv.at. BRZ, 13. August 2019, abgerufen am 13. August 2019.
  2. Stadt Wien: Geschichte/Matthias Tschirf. In: Geschichte Wiki Wien. Stadt Wien, Rathaus, 12. Juni 2019, abgerufen am 13. August 2019.
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)
  4. AAS 100 (2008), n. 9, p. 673.
  5. Amtsblatt: Stellen,Personalnachrichten. In: Wiener Zeitung Amtsblatt. BKA, Republik Österreich, 12. Dezember 2018, abgerufen am 13. August 2019.