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vom 05.06.2017, aktuelle Version,

Metnitz

Metnitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Metnitz
Metnitz (Österreich)
Metnitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Fläche: 223,26 km²
Koordinaten: 46° 59′ N, 14° 13′ O
Höhe: 851 m ü. A.
Einwohner: 2.023 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 9,1 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9363
Vorwahl: 0 42 67
Gemeindekennziffer: 2 05 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4
9363 Metnitz
Website: www.metnitz.at
Politik
Bürgermeister: Anton Engl-Wurzer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)

8 ÖVP, 6 SPÖ, 3 FPÖ, 2 MHL

Lage der Marktgemeinde Metnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan
Althofen Brückl Deutsch-Griffen Eberstein Frauenstein Friesach Glödnitz Gurk Guttaring Hüttenberg (Kärnten) Kappel am Krappfeld Klein Sankt Paul Liebenfels Metnitz Micheldorf Mölbling Sankt Georgen am Längsee Sankt Veit an der Glan Straßburg Weitensfeld im Gurktal Kärnten Lage der Gemeinde Metnitz im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Oberes Metnitztal

Metnitz ist eine österreichische Marktgemeinde mit 2023 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Sankt Veit an der Glan im Bundesland Kärnten.

Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Norden Kärntens und umfasst den Großteil des Metnitztales und die angrenzenden Berge bis zum Hauptkamm (bei Laßnitz etwas darüber hinausgehend): im Norden die Metnitzer Berge, im Süden der Mödringbergzug. Beide sind Teile der Gurktaler Alpen. Hauptsiedlungsgebiet ist das Metnitztal mit dem gleichnamigen Fluss.

Im äußersten Norden bilden die beiden Quellflüsse des Lassnitzbaches, der Priewaldbach und der Auenbach, die Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark.

Die Gemeinde grenzt im Norden an die steirischen Gemeinden Murau, Sankt Georgen am Kreischberg und Stadl-Predlitz. Die Nachbargemeinden in Kärnten sind, von Osten im Uhrzeigersinn, Friesach, Straßburg, Weitensfeld im Gurktal und Glödnitz.

Gemeindegliederung

Katastralgemeinden der Gemeinde sind Feistritz, Grades, Metnitz Land und Metnitz Markt.

Das Gemeindegebiet besteht aus 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Auen (12)
  • Feistritz (149)
  • Felfernigthal (0)
  • Grades (329)
  • Klachl (102)
  • Laßnitz (57)
  • Maria Höfl (8)
  • Marienheim (24)
  • Metnitz (531)
  • Mödring (63)
  • Oberalpe (11)
  • Oberhof Schattseite (74)
  • Oberhof Sonnseite (108)
  • Preining (69)
  • Schnatten (21)
  • Schwarzenbach (73)
  • Teichl (176)
  • Unteralpe (62)
  • Vellach (121)
  • Wöbring (81)
  • Zanitzberg (22)
  • Zwatzhof (21)

Geschichte

Das waldreiche Berggebiet wurde vergleichsweise spät besiedelt. Das obere Metnitztal wurde 1072 von Erzbischof Gebhard von Salzburg der Diözese Gurk geschenkt. Die Ortschaft Feistritz wurde im 11. Jahrhundert besiedelt. Zur Verwaltung wurden von Gurk die Ämter Feistritz und Metnitz errichtet. 1346 erhielt Grades das Marktrecht, 1599 Metnitz.

1851 wurde die Ortsgemeinde Metnitz errichtet. 1973 wurden die Gemeinden Metnitz und Grades zur heute bestehenden Gemeinde Metnitz vereinigt.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Metnitz 2.450 Einwohner, davon sind 97,9 % österreichische Staatsbürger. 96,0 % der Gemeindebevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche, zur evangelischen Kirche 1,3 % und zum Islam 0,3 %. Ohne religiöses Bekenntnis sind 1,5 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Metnitzer Brauchtumsmuseum
Pfarrkirche Metnitz
Karner mit Totentanz-Fresken in Metnitz
Ausschnitt der original Totentanzfresken im Totentanzmuseum

Sonstiges

Metnitz besitzt ein Privilegiertes Schützenkorps, eine Bürgerwehr, der Maria Theresia 1744 das Recht, Uniformen zu tragen, verliehen hat.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftlich ist die Gemeinde von kleinen Gewerbebetrieben und der Land- und Forstwirtschaft geprägt. 1999 gab es 104 Haupt- und 144 Nebenerwerbsbauern sowie 6 Betriebe juristischer Personen, die zusammen 14.440 ha Land bewirtschafteten. 596 Erwerbstätige waren 2001 Auspendler.

Verkehrsmäßig wird die Gemeinde von der Landesstraße L62 erschlossen, die von Friesach nach Westen durch das Metnitztal bis Flattnitz führt. Rund 1 km westlich von Metnitz zweigt davon die L62a (Wöbringer Straße) in die Wöbring ab. Diese führt weiter bis Auen, an die kärntnerisch-steirische Grenze. Die L62b (Gradeser Straße) zweigt beim Zwatzhof von der L62 ab, erschließt Grades und mündet am östlichen Ortsrand von Metnitz (Teichlmühle) wieder in die L62. Die L62c (Prekova-Straße) zweigt bei Marienheim von der L62 ab und führt über die Prekova nach Straßburg ins Gurktal. Dazu gibt es im Gemeindegebiet noch die L61 (Laßnitzer Straße) als Kärntner Teilstück der steirischen L502 (Sankt-Lambrechter-Straße). Diese L61 ist nur rund 1,3 km lang (beginnend an der Grenze unterhalb des Gehöftes vlg. Santner, weiter durch das Dorf Kärntnerisch Laßnitz und endend bei der Mitterbrücke zwischen Kärntnerisch und Steirisch Laßnitz).[2][3]

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[4]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Anton Engl-Wurzer (ÖVP).[5]

Wappen

Im Wappen von Metnitz ist „in Rot ein silberner Schwan, nach rechts schreitend auf schwarzem, silbern gefassten Felsen“ dargestellt. Es beruht auf einem Marktsiegel aus der Zeit Maria Theresias (Gewerbesteuerliste vom 9. März 1751); für die Deutung dieses Motivs gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Wappenbestätigungs- bzw. Fahnenverleihungsurkunde wurden der Marktgemeinde Metnitz am 23. August 1967 ausgestellt. Die Fahne ist Rot-Weiß-Schwarz mit eingearbeitetem Wappen.

Städtepartnerschaft

Haiterbach, Deutschland

Söhne und Töchter der Gemeinde

  Commons: Metnitz  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. KAGIS, Kärnten Atlas 3.0, Verkehr, abgerufen am 17. September 2012
  3. Landesstraßen in Kärnten, abgerufen am 17. September 2012
  4. Amt der Kärntner Landesregierung
  5. Amt der Kärntner Landesregierung