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vom 02.03.2017, aktuelle Version,

Oberach (Antiesen)

Oberach

Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-008-303-022-002
Lage Innviertel, Oberösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Rieder Bach Antiesen Inn Donau Schwarzes Meer
Quelle am Guggenberg bei Pramet im Hausruck
48° 6′ 38,6″ N, 13° 29′ 35,6″ O
Quellhöhe um 620 m ü. A.[1]
Zusammenfluss ∞ Breitsach im Stadtgebiet Ried
48° 12′ 51″ N, 13° 29′ 20″ O
Mündungshöhe 427 m ü. A.
Höhenunterschied 193 m
Länge ca. 18,2 km[1][2]
Einzugsgebiet 44 km²[3]

Abfluss am Pegel Pramet[4]
AEo: 13,2 km²
Lage: 11,41 km oberhalb der Mündung
NNQ (14.08.1981)
MNQ 1976–2010
MQ 1976–2010
Mq 1976–2010
MHQ 1976–2010
HHQ (12.08.2002)
11 l/s
50 l/s
200 l/s
15,2 l/(s km²)
10,8 m³/s
31,9 m³/s
Linke Nebenflüsse Windischhuber Bach, Haupingbach, Ponneredter Bach
Rechte Nebenflüsse Kronawittbach, Baumbach
Kleinstädte Ried i.I.
Gemeinden Pramet, Schildorn, Pattigham, Neuhofen i.I., Ried i.I.
amtliche Koordinate

Die Oberach ist einer der beiden Quellflüsse des Rieder Bachs, des Stadtflusses von Ried im Innkreis (Innviertel), Oberösterreich. Sie wird aber, weil dieser nur etwa 2½ Kilometer lang ist, im Allgemeinen als Nebenfluss der Antiesen genannt, deren zweitgrößter Zubringer sie ist.

Lauf und Landschaft

Die Oberach entspringt[1] an der nördlichen Flanke des Guggenbergs (697 m ü. A.) im Gemeindegebiet von Pramet, oberhalb der Ortschaft Altsommerau an den nördlichen Ausläufern des Hausrucks, auf etwa 620 m ü. A., nahe der Grenze zur Gemeinde Frankenburg am Hausruck (Bezirk Vöcklabruck). Sie fließt nordwärts, passiert die rechtsliegenden Orte Pattigham und Neuhofen im Innkreis, und vereinigt sich nach 18 km Lauf nördlich der Rieder Altstadt mit der Breitsach (von Eberschwang) auf 427 m Seehöhe zum Rieder Bach, der nach kurzem Lauf nördlich von Ried in die Antiesen mündet.

Mit 44 Quadratkilometer[3] ist die Oberach nach der Osternach der größte Zubringer der Antiesen (den Rieder Bach vernachlässigt), und entwässert die Kernzone des Hausrucks zwischen Pattighamer Hochkuchl (656 m ü. A.), Pramet und Schildorn. Östlich davon entwässert die Antiesen, westlich die Waldzeller Ache.

Wichtigste Nebenbäche sind der Kronawittbach links im Gemeindegebiet Schildorn (7,3 km2) und der Windischhuber Bach (5 km2),[3] der rechts vom Prameter Badesee über Großpiesenham und Pramet kommt. Weitere Bäche sind Haupingbach, Ponneredter Bach (links) und der Baumbach (rechts) im Gemeindegebiet Neuhofen.

Die Frankenburger Landesstraße (L 509) Vöcklamarkt–Ried folgt nach dem Hausruckübergang der Oberach.

Hydrologie und Verbauung

Die Oberach ist nur im Oberlauf, bis oberhalb Pramet, naturbelassen und mäandert dort. Der Rest ist in mäßigem bis sehr schlechtem Zustand, durchgehend reguliert, es sind 98 Querbauwerke erfasst (durchschnittliche freie Fließstrecke von 130 m), im Stadtgebiet Ried ist sie massiv verbaut. Sie ist im Mittellauf von sehr vielen lokalen, „teils offenbar mehrere Jahrzehnte alte, teils aber auch frische“[5] Bauschuttablagerungen belastet, bei Pramet auch als „Müll- und Unratdeponie“[6] genutzt. Trotzdem weisen sowohl im Mittellauf wie auch im Gebiet Ried etliche Abschnitte gutes Renaturierungspotential auf.

Außerdem ist sie durch den trockenliegenden unteren Rieder Bach vom Biosystem der in verhältnismäßig gutem Zustande befindenden Antiesen isoliert.

Literatur

  • C. Gumpinger, S. Siligato: Wehrkataster der Antiesen und ihrer Zubringer. In: Maria Hofbauer, Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz-Bericht. Band 37, November 2007, Oberach – Querverbaung/Längsverbauung/Aktuelle Situation und Prioritäre Massnahmen, S. 62 f./87 f./115 (land-oberoesterreich.gv.at [PDF] >Themen >Umwelt >Wasser >Oberflächengewässer).

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Angabe nach DORIS → Thema Wasser & Geologie, Layer Gewässer (entsprechend die HZB-Nummern und die Detaileinzugsgebiete).
    Die ÖK50 beschriftet den Quelllauf am Lauf westlich im Gemeindegebiet von Schildorn, oberhalb der Ortschaft St. Kollmann, das ist der Kronawittbach
  2. Luftlinie etwa 12 km
  3. 1 2 3 Gumpinger, Siligato: Wehrkataster. 2007, Tab. 2: Übersicht über die Untersuchungsgewässer, S. 16 (und Detailabschnitte).
  4. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2010. Wien 2012, S. OG 150 (lebensministerium.at PDF; 13,2 MB)
  5. Zitat Gumpinger, Siligato: Wehrkataster. 2007, S. 62, Sp. 2.
  6. Zitat Gumpinger, Siligato: Wehrkataster. 2007, S. 63, Sp. 1.