unbekannter Gast
vom 22.08.2017, aktuelle Version,

Ortskapelle Windisch-Minihof

Ortskapelle in Windisch-Minihof

Die römisch-katholische Ortskapelle Windisch-Minihof steht in der Katastralgemeinde Windisch-Minihof in der Gemeinde Minihof-Liebau im burgenländischen Bezirk Jennersdorf. Die Kapelle im Ortszentrum ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Sie gehört zur Pfarre St. Martin an der Raab. Die Kapelle steht seit Oktober 2002 unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Geschichte

Laut einer im Zuge einer Renovierung der Kirche entdeckten Holztafel erfolgte die erste kanonische Visitation im Jahr 1757. Nach dem Visitationsprotokoll gab es zwei gemauerte Bildstöcke und einen kurz zuvor errichteten hölzernen Glockenstuhl mit einer Glocke.[1] Laut einer Inschrift an der Empore wurde 1760 erstmals eine Kapelle errichtet.[2] 1828 fand eine weitere kanonische Visitation statt, aus deren Protokollen hervorgeht, dass 1824 eine kleine Kirche mit einem Turm aus solidem Material errichtet wurde. Am 23. August desselben Jahres wurde sie durch Stefan Eisner, Pfarrer von St. Martin an der Raab (ungarisch:„Rábaszentmárton“) dem heiligen Johannes den Täufer geweiht.[1] Renovierungen erfolgten in den Jahren 1833, 1886, und 1957.[2]

1957 wurde die Kirche mit Spenden einer in Windisch-Minihof aufgewachsenen Amerikanerin komplett neu gebaut, einzig der Glockenturm blieb stehen.[1]

Architektur und Ausstattung

Die Kirche ist ein kleiner einschiffiger und dreijochiger Bau mit halbrunder Apsis. Westlich angebaut ist ein Fassadenturm mit Spitzhelm. Die Decke im Innenraum ist flach.[2]

Über dem Altar befindet sich eine Madonnenfigur aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. An der linken Apsiswand ist eine einfache Immakulata aus dem 18. Jahrhundert. Weiters gibt es als Inventar ein kleines Vortragekreuz aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Vor der Kapelle befindet sich ein Wegkreuz.[2]

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Kirche Windisch-Minihof
  2. 1 2 3 4 Dehio Burgenland 1976, Windisch Minihof, Filialkapelle hl. Johannes, S. 323.