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vom 22.07.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Arriach

Pfarrkirche Hll. Philipp und Jakob

Die römisch-katholische Pfarrkirche Arriach befindet sich auf einem Hügel am südlichen Ortsausgang von Arriach, dem Hauptort der gleichnamigen Gemeinde in Kärnten. Sie ist den Heiligen Philippus und Jakobus minor geweiht.

Geschichte

Das erste Kirchengebäude an dieser Stelle entstand um das Jahr 1200, die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1207. Anstelle dieses romanischen Baus wurde 1414 ein Neubau errichtet, der 1690 samt Glockenturm durch ein Erdbeben zerstört und 1694 in ihrer heutigen Gestalt wiederhergestellt wurde. Bei einem weiteren Erdbeben brach im Jahr 1848 die Turmspitze ab.

Beschreibung

Die ehemalige Wehrkirche ist im Kern gotisch und wurde in der Barockzeit verändert. Das mit einem Schindeldach gedeckte Gebäude hat einen niedrigen, eingezogenen Chor. Der wuchtige Vorhallenturm an der Westseite trug vor dem Erdbeben 1848 ein barockes Kuppeldach, das anschließend durch einen schlichten gedrückten Laternenhelm ersetzt wurde. Neben rundbogigen Schallfenstern befinden sich am Turm auch Schießscharten, die an den ehemaligen Wehrcharakter des Gebäudes erinnern. Im Chor und an der Südseite befinden sich rechteckige Fenster in barockem Stil. Das westliche Spitzbogenportal ist gotisch profiliert.

Das dreijochige Langhaus besitzt ein gratiges, auf Pfeilern ruhendes Kreuzgewölbe und wurde Ende des 17. Jahrhunderts in barockem Stil gestaltet. In derselben Zeit wurde die hölzerne und weit in den Raum hineinragende Westempore errichtet. An der Unterdecke sind Holzleisten in Rautenmuster angebracht. hinter einem halbkreisförmigen Triumphbogen befindet sich der 1-jochige Chor mit 5/8-Schluss und Stichtonnengewölbe.

Die Einrichtung stammt ebenfalls noch in großen Teilen aus der Zeit nach der Wiedererrichtung der Kirche am Ende des 17. Jahrhunderts, darunter auch der bemerkenswerte Hochaltar in Säulenarchitektur und gesprengtem Dreieckgiebel, der die gesamte Höhe des Chores einnimmt. Das Mittelbild zeigt Madonna mit Kind, die Heiligen Philipp und Jakob, seitlich die Figuren zweier Bischöfe. Die beiden Seitenaltäre haben kannelierte seitliche Säulen. An der Nordwand des Langhauses sind die Heiligen Georg und Florian als Konsolenfiguren dargestellt, im Chorraum befinden sich zwei Heiligenfiguren mit Buch.

Die Glocke von Peter Pfinzing ist mit der Jahreszahl 1513 bezeichnet.

Literatur

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 23
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