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vom 18.05.2018, aktuelle Version,

Pfarrkirche Oberalm

Katholische Pfarrkirche hl. Stephan in Oberalm
Oberalmer Thaidingtisch, dahinter die Pfarrkirche

Die römisch-katholische Pfarrkirche Oberalm steht erhöht nordöstlich von Oberalm im Bezirk Hallein im Land Salzburg. Die Pfarrkirche hl. Stephan gehört zum Dekanat Hallein in der Erzdiözese Salzburg. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine Kirche wurde 1347 urkundlich genannt. Das Langhaus und der Turm sind im Kern romanisch. Die gotische Wandpfeilerkirche mit einem Westturm erhielt 1723 südlich am Langhaus und Chor einen Sakristeianbau und 1729 nördlich am Langhaus ein Seitenschiff. Die Kirche wurde 1907 zur Pfarrkirche erhoben. 1963 wurde die Kirche außen restauriert, 1966 innen.

Architektur

Kirchenäußeres

Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben. Das ungegliederte Langhaus steht unter einem Satteldach. Das nördliche Seitenschiff hat ein Pultdach. Das südliche Rundbogenportal ist mehrfach gekehlt. Der gotische Chor mit einem Dreiachtelschluss hat einen umlaufenden Sockel und an den Ecken und den südlichen Jochen Runddienste mit Basis und einer abschließenden Hohlkehle. Der Turm hat fünf Geschoße, wurde 1713 oben erneuert, hat im vierten Geschoß Biforenfenster, im fünften Geschoß Triforenfenster und trägt eine barocke Zwiebel mit Laterne. Der Turm hat rundbogige Portale im Norden und Süden und im Osten ein spitzbogiges gekehltes Portal. Das nördliche Portal ist vermauert. Die Turmhalle hat ein spätgotisches Kreuzrippengewölbe mit einem runden Schlussstein. Im Süden des Langhauses wurde 1723 eine zweigeschoßige Sakristei unter einem abgewalmten Dach angebaut. Westlich im Erdgeschoß der Sakristei ist eine kreuzgratgewölbte Totenkapelle. Neben der Totenkapelle an der südlichen Langhauswand hängt ein Kruzifix vom Bildhauer Johann Georg Mohr (1695).

Kircheninneres

Das Langhaus und der Chor haben Netzrippengewölbe mit einem vierteiligen Rautenstern von 1519. Das vierjochige Langhaus hat im ersten Joch eine spätgotische netzrippenunterwölbte Empore mit einem mittigen Pfeiler. Die Holzbrüstung der Empore ist aus dem 18. Jahrhundert.

Ausstattung

Der bemerkenswerte barocke Hochaltar von 1707 hat einen Aufbau von Jakob Taigl. Er zeigt das Altarblatt Steinigung des Stephanus und das Oberbild Sieben Zufluchten von Johann Martin Schaumberger. Am Altar sind seitlich die Figuren Johannes der Täufer und Laurentius angebracht, im Aufsatz Georg und Florian und über den Opfergangsportalen die Figuren Virgil und Dionysius, alle vom Bildhauer Johann Georg Mohr. Den Tabernakel schuf Johann Nepomuk Högler (1786).

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986. Oberalm, Pfarrkirche hl. Stephan, mit Grundrissdarstellung, Pfarrhof, S. 283–284.
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