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vom 05.02.2018, aktuelle Version,

Reinhard Scolik

Dr. Reinhard Scolik (2017)

Reinhard Scolik (* 8. September 1958 in Mödling, Österreich) ist ein österreichischer Jurist und seit 1. März 2016 Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks.[1]

Leben

Reinhard Scolik studierte Rechtswissenschaften in Wien und schloss 1981 sein Studium mit der Promotion ab. Anschließend war er als Universitätsassistent tätig. Seine Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Rundfunk begann Scolik 1982 beim Österreichischen Rundfunk (ORF). Er arbeitete dort von 1983 bis 1989 in der Rechtsabteilung als Referent unter anderem für Rundfunkrecht. Anschließend wurde er Büroleiter des ORF-Programmdirektors, bevor er im Jahr 1990 die Leitung der Hauptabteilung Zentrale Programmdienste Fernsehen (Programmplanung ORF 1 und ORF 2) übernahm. 1994 wurde Scolik ORF-Landesintendant Wien (Radio Wien und regionales Fernsehen).[2] Von 2002 bis 2006 war er im Österreichischen Rundfunk als Programmdirektor Fernsehen unter anderem verantwortlich für die Bereiche Kultur, Religion, Familie und Unterhaltung, Fernsehfilm, Kinofilm, Serien sowie den Filmeinkauf. Bis zum 29. Februar 2016 war Scolik in der Generaldirektion des ORF Leiter der Strategischen Programmplanung und Administration sowie ORF-Koordinator für 3sat und ARTE. [3]

Seit 1. März 2016 ist Scolik Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks. Er ist Nachfolger von Bettina Reitz, die am 1. Oktober 2015 die Leitung der Hochschule für Fernsehen und Film in München (HFF) übernommen hatte. Als BR-Fernsehdirektor ist Scolik verantwortlich für Etat, Personal sowie Inhalt und Gestaltung der Sendungen und Angebote für insgesamt acht Programmbereiche des Bayerischen Fernsehens, insbesondere für „Kultur und Familie“, „Spiel – Film – Serie“, „Wissenschaft – Bildung – Geschichte“ und ARD-alpha. Der zentrale Bereich Information ist der Fernsehdirektion entzogen, er obliegt dem Informationsdirektor. Im Mai 2014 hatte der Bayerische Rundfunk mit der Informationsdirektion einen trimedialen Programmbereich installiert, in dem sämtliche aktuellen Redaktionen aus Hörfunk, Fernsehen und Online zusammengefasst sind.[4]

Zusätzlich ist Scolik für den Bayerischen Rundfunk seit 1. April 2016 ARD-Koordinator für den Gemeinschaftssender 3sat, welcher zuvor vom SWR koordiniert wurde, und unterstützt außerdem als nebenamtlicher ARD-Koordinator für kirchliche Sendungen die Programmdirektion für Das Erste.[5][6][7]

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Einzelnachweise

  1. Wechsel in der Fernsehdirektion: Dr. Reinhard Scolik neuer BR-Fernsehdirektor. Bayerischer Rundfunk, 1. März 2016, abgerufen am 1. März 2016.
  2. Reinhard Scolik vom ORF wird neuer Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks. Medienkorrespondenz MK, 11. Dezember 2015, abgerufen am 1. März 2016.
  3. BR-Rundfunkrat: Dr. Reinhard Scolik wird neuer BR-Fernsehdirektor. Bayerischer Rundfunk, 3. Dezember 2015, abgerufen am 1. März 2016.
  4. BR startet trimediale Reform: „Stark, sichtbar und relevant“. Bayerischer Rundfunk, 15. September 2015, abgerufen am 1. März 2016.
  5. Unternehmensstruktur: Fernsehdirektor Dr. Reinhard Scolik. Bayerischer Rundfunk, 22. Februar 2016, abgerufen am 1. April 2016.
  6. Rochade: BR koordiniert 3sat, SWR das Tagesprogramm. evangelisch.de, 12. Februar 2016, abgerufen am 1. April 2016.
  7. Reinhard Scolik wird neuer ARD-Koordinator für kirchliche Sendungen. evangelisch.de, 12. Februar 2016, abgerufen am 1. April 2016.