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vom 31.12.2017, aktuelle Version,

Salvatorkloster Hamberg

Kloster Hamberg, Südseite

Das ehemalige Salvatorkloster Hamberg liegt auf dem Hamberg über dem Inn, bei Schardenberg nahe Passau. Es steht auf österreichischer Seite der Grenze, nur wenige hundert Meter von Bayern entfernt.

Geschichte

Das Kloster wurde dort angelegt, da sich infolge des Jesuitengesetzes vom 4. Juli 1872 die Jesuiten und jesuitenähnliche Orden in Deutschland nicht niederlassen durften.

Es wurde 1900 von den Salvatorianern gegründet, die dazu zunächst ein Bauernhaus kauften. Mit dem Bau des eigentlichen Klosters war bis 1904 P. Eliseus Gebelseder betraut. Am 30. November 1904 wurde die Klosterkirche eingeweiht. Das Kloster wurde 1903 Noviziatshaus. Von 1915 bis 1926 waren hier die Novizen des Ordens untergebracht, die in Passau an der Philosophisch-theologischen Hochschule studierten. Nachdem 1917 das Jesuitengesetz aufgehoben worden war und sich Jesuiten und jesuitenähnliche Orden in Deutschland wieder niederlassen durften, erwarben die Salvatorianer 1925 in Passau (Passau-Klosterberg) ein Kloster der Benediktinerinnen, in dem ab 1931 die Theologiestudenten des Ordens wohnten. Das Salvatorkloster Hamberg verlor dadurch an Bedeutung. Es wurde fortan für die Heranbildung von Laienbrüdern und für die außerordentliche Seelsorge genutzt. In den Jahren von 1939 bis 1945 wurde es als Reservelazarett beschlagnahmt. Die Patres durften allerdings im Hause bleiben.

Seit den 1980er Jahren ist das Gebäude ein Studentenwohnheim. Dazu wurde ein Flügel am Klostergebäude angebaut. Die ehemalige Klosterkirche ist innen komplett ausgeräumt und zum Kraftraum umgebaut.

Kloster-Obere (Superiore)

  • P. Eliseus Gabelseder, Superior 1900–1905
  • P. Canisius Werner, Superior 1905–1908
  • P. Paulus Papst, Superior 1908–1918
  • P. Josef Bermiller, Superior 1918–1924
  • P. Damasus Jäger, Superior 1924–1927
  • P. Sigisbert Kraus, Rektor der Theologen 1927–1931
  • P. Wenzeslaus Raschke, Superior 1932–1938
  • P. Ulrich Brechthold, Superior 1938–1939
  • P. Cyprian Seidl, Superior 1939–1942
  • P. Innozenz Krall, Superior 1942–1946
  • P. Wenzeslaus Raschke, Superior 1946–1949
  • P. Rudigier Schmidseder, Superior 1949–1959
  • P. Beda Bungarten, Superior 1959–1968
  • P. Rudiger Schmidseder, Superior 1968-?
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