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vom 30.04.2018, aktuelle Version,

Serge Aubin

Kanada Serge Aubin
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 15. Februar 1975
Geburtsort Val-d’Or, Québec, Kanada
Größe 185 cm
Gewicht 91 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #10
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1994, 7. Runde, 161. Position
Pittsburgh Penguins
Spielerkarriere
1992–1993 Drummondville Voltigeurs
1993–1995 Granby Bisons
1995–1996 Hampton Roads Admirals
1996–1997 Cleveland Lumberjacks
1997–1998 Syracuse Crunch
1998–2000 Colorado Avalanche
2000–2002 Columbus Blue Jackets
2002–2003 Colorado Avalanche
2004–2005 Genève-Servette HC
2003–2006 Atlanta Thrashers
2006–2009 Genève-Servette HC
2009–2011 Fribourg-Gottéron
2011–2012 Hamburg Freezers
Kanada Serge Aubin
Trainerstationen
2013–2014 Hamburg Freezers (Co-Trainer)
2014–2016 Hamburg Freezers
2016–2018 Vienna Capitals
seit 2018 ZSC Lions

Serge Aubin (* 15. Februar 1975 in Val-d’Or, Québec) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer, der ab der Saison 2018/19 Cheftrainer der ZSC Lions in der Schweizer National League ist.

Aubin war im Laufe seiner Spielerkarriere unter anderem für die Colorado Avalanche, Columbus Blue Jackets und Atlanta Thrashers in der National Hockey League, für den Genève-Servette HC und Fribourg-Gottéron in der National League A sowie für die Hamburg Freezers in der Deutschen Eishockey Liga aktiv.

Karriere

Spielerlaufbahn

Die Pittsburgh Penguins wählten Aubin beim NHL Entry Draft 1994 in der siebten Runde an 161. Stelle aus, nachdem er seine Juniorenzeit in der Québec Major Junior Hockey League bei den Drummondville Voltigeurs und den Granby Bisons verbracht hatte. Ab 1995 spielte er dann für verschiedene Minor League-Mannschaften, unter anderem für die Hampton Roads Admirals in der East Coast Hockey League und in der American Hockey League für Syracuse Crunch. Pittsburgh löste den Vertrag mit Aubin im Dezember 1998 auf und die Colorado Avalanche nahmen ihn als Free Agent unter Vertrag.

Nach diesem Wechsel ging er für die Hershey Bears auf das Eis, allerdings konnte er im Trikot der Avalanche sein NHL-Debüt geben. Die folgende Spielzeit verbrachte er in Hershey, wurde aber für 15 Spiele in den NHL-Kader berufen und wusste zu überzeugen, so dass er die gesamten Play-offs um den Stanley Cup für Colorado absolvierte. Die Avalanche verlor das Western Conference-Finale gegen die Dallas Stars mit 4:3 und verlängerte den Vertrag mit Aubin nicht, so dass dieser von den Columbus Blue Jackets unter Vertrag genommen wurde.

Aubin spielte 2000/01 seine erste komplette NHL-Saison, die seine punktbeste mit 13 Toren und 17 Assists war. Nach einer zweiten Spielzeit in Columbus kehrte er als Free Agent zu den Colorado Avalanche zurück, aber schon ein Jahr später wurde er auf die Waiver-Liste gesetzt und von den Atlanta Thrashers unter Vertrag genommen. In der Saison 2003/04 erreichte er 25 Scorerpunkte in 66 Spielen.

Serge Aubin (re.) und Pascal Caminada, April 2007

Während des Lockouts der NHL-Saison 2004/05 war Aubin einer von 388 NHL-Spielern, die den Streik bei europäischen Clubs überbrückten. Er unterschrieb beim HC Servette Geneve in der Schweiz, kehrte aber zur Spielzeit 2005/06 zu den Thrashers zurück und erzielte in 74 Partien sieben Tore und gab 17 Assists. Nach der Saison erhielt er erneut ein Angebot aus Genf und wurde für drei Jahre verpflichtet. In den Playoffs der NLA 2006/07 schied Servette in der ersten Runde aus - Serge Aubin wechselte daraufhin zusammen mit Kirby Law leihweise zum EHC Biel in die Nationalliga B, um den EHC im Playoff-Finale und den Relegationsspielen zu unterstützen. Ab der Saison 2009/10 spielte Aubin für Fribourg-Gottéron, bevor er 2011 zu den Hamburg Freezers wechselte.

Im European Trophy-Spiel am 2. September 2012 gegen die Eisbären Berlin zog sich Aubin einen komplizierten Bruch des Grundgelenks des linken Daumens zu, als er einen Schuss blockte. Nach mehreren Operationen und einer immer noch eingeschränkten Funktion des Gelenks beendete Aubin am 15. Januar 2013 mit sofortiger Wirkung seine Profikarriere.[1] Insgesamt bestritt Aubin von 2011 bis zu seinem Karriereende 51 DEL-Spiele für die Freezers, in denen er 14 Tore sowie 20 Torvorlage erzielte.

Karriere als Trainer

Zur Saison 2013/14 wurde der Kanadier als Co-Trainer von den Freezers beschäftigt[2] und ersetzte kurz nach Beginn der Spielzeit 2014/15 den entlassenen Benoit Laporte als Cheftrainer des Hamburger DEL-Klubs.[3] Nachdem er die Mannschaft sportlich konsolidieren und ins obere Tabellendrittel führen konnte, verlängerte man seinen Vertrag in Hamburg bis 2017.[4] Beim Deutschland Cup im November 2014 fungierte er als Co-Trainer der kanadischen Nationalmannschaft, 2015 war er - ebenfalls beim Deutschland Cup - Assistenztrainer der deutschen Auswahl.[5] Im Mai 2016 kam das Aus in Hamburg: Die Freezers beantragten keine Lizenz für die DEL-Spielzeit 2016/17, Aubin, alle Spieler und Mitarbeiter wurden arbeitslos.[6]

Kurz nach dem Ende seiner Amtszeit in Hamburg wurde Aubin als neuer Cheftrainer der Vienna Capitals aus der EBEL vorgestellt und unterschrieb dort Anfang Juni 2016 einen Zweijahresvertrag.[7] Mit den Vienna Capitals wurde er in seiner ersten Saison als Trainer bei den Capitals im April 2017 Meister der EBEL. Ende Dezember 2017 gaben die ZSC Lions aus der Schweizer National League Aubins Verpflichtung als Cheftrainer beginnend mit der Saison 2018/19 bekannt.[8]

Erfolge und Auszeichnungen

Als Spieler

Als Trainer

NHL-Statistik

Saisons Spiele Tore Assists Punkte Strafminuten
Reguläre Saison 7 374 44 64 108 361
Playoffs 2 22 0 1 1 10

Einzelnachweise

  1. Freezers-Profi Aubin beendet Karriere mit sofortiger Wirkung. Hamburger Abendblatt, 13. Januar 2013, abgerufen am 17. Januar 2013.
  2. mopo.de Freezers: Aubin wird Co-Trainer
  3. sportal.de Hamburg Freezers entlassen Trainer Benoit Laporte
  4. hamburgfreezers.de Freezers verlängern Vertrag mit Trainer Aubin bis 2017
  5. Freezers-Coach: Serge Aubin wird "Co" von Marco Sturm e. In: mopo.de. Abgerufen am 8. Februar 2016.
  6. Eishockey: Aus für Hamburg Freezers. In: Die Zeit. 25. Mai 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 29. Mai 2016]).
  7. UPC Vienna Capitals Webseite. In: www.vienna-capitals.at. Abgerufen am 7. Juni 2016.
  8. https://www.zsclions.ch/news/detail/trainerwechsel-bei-den-zsc-lions/