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vom 30.04.2017, aktuelle Version,

Straßenbahnstrecke Schottenring–Stammersdorf

Schottenring–Stammersdorf
Strecke der Straßenbahnstrecke Schottenring–Stammersdorf
Zwei Züge der Linie 31 in Floridsdorf
Streckenlänge: 11 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 600 Volt =
Schleife Schottenring
Schottenring
Linie 1
Linie 1
alte Strecke
Obere Donaustraße
Obere Augartenstraße
alte Strecke
Gaußplatz
Linie 33
Wallensteinplatz
Linie 5
Schleife Raffaelgasse
Brigittaplatz
Jägerstraße
Linie 33
Materialrutsche Stromstraße
Höchstädtplatz
Linie 2
Schleife Friedrich-Engels-Platz
Friedrich-Engels-Platz
Schleife Friedrich-Engels-Platz
Donau
Floridsdorfer Brücke
Neue Donau
Hubertusdamm
alte Strecke
Matthäus-Jiszda-Straße
Häuserblockschleife Franz-Jonas-Platz
Häuserblockschleife Franz-Jonas-Platz
Floridsdorf
Linie 26
Linie 26
alte Strecke
Floridsdorfer Markt
Betriebsbahnhof Floridsdorf
Bahnsteggasse
Brünner Straße
Shuttleworthstraße
Großjedlersdorf
Carabelligasse
Schleife Hanreitergasse
Hanreitergasse
Schleife Hanreitergasse
Empergergasse
Anton-Schall-Gasse
Van-Swieten-Kaserne
alte Strecke
alte Strecke
Häuserblockschleife Stammersdorf
Stammersdorf
Stammersdorfer Lokalbahn

Die Straßenbahnstrecke Schottenring–Stammersdorf ist ein Teilstück der Straßenbahn Wien und führt vom Schottenring nach Stammersdorf. Heute verkehren auf ihr die Linien 2, 30, 31 und 33.

Geschichte

Dampftramway

Die „Dampftramway Krauss & Comp.“ eröffnete am 7. Juni 1886 ihre zweite Dampfstraßenbahnstrecke in Wien. Sie verlief von der Stephaniebrücke (heute: Salztorbrücke) nach Stammersdorf. Die Strecke führte über die Obere Donaustraße den Donaukanal entlang an der Augartenbrücke vorbei zum Gaußplatz, Jägerstraße, Stromstraße, Marchfeldstraße zum Friedrich-Engels-Platz, dann über die Floridsdorfer Brücke zur Floridsdorfer Hauptstraße und der Brünner Straße bis zum Bahnhof Stammersdorf.[1] Später begann die Strecke am Franz-Josefs-Kai (Häuserblockschleife über Esslinggasse, Gonzagagasse und Zelinkagasse) über die Augartenbrücke. Ab 16. Mai 1927 verkehrten Züge vom Ring nach Stammersdorf unter dem Liniensignal „331“, Züge bis Großjedlersdorf unter dem Signal „231“. Als Linie „31“ wurden nur noch die kurzgeführten Züge bis Floridsdorf bezeichnet. Am 26. April 1903 wurde die Stammersdorfer Lokalbahn, die Anschlussstrecke vom Bahnhof Stammersdorf nach Auersthal, eröffnet. 1907 wurden beide Strecken von der „Gemeinde Wien - Städtische Straßenbahnen“ übernommen.

1910 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Der Streckenabschnitt vom Ring bis nach Floridsdorf wurde bis 18. Jänner 1910 elektrifiziert. Am 17. Oktober 1911 war die Strecke bis Großjedlersdorf und am 30. Dezember 1911 bis zum Bahnhof Stammersdorf elektrifiziert.

Der ehemaligen Dampftramwaylinie wurde das Liniensignal „31“ zugewiesen.

Die seit 1911 als Eisenbahn betriebene Stammersdorfer Lokalbahn wurde am 1. Mai 1913 von den Niederösterreichischen Landesbahnen übernommen. Es gab bis in die 1930er-Jahre Gleisverbindungen zwischen den beiden Betriebsformen. Im Mai 1988 wurde der Verkehr bis Stammersdorf eingestellt und 1995 die Gleise im Bahnhof Stammersdorf abgetragen.

Nachkriegszeit

Der Straßenbahnbetrieb über die im Krieg zerstörte Floridsdorfer Brücke konnte nach deren Reparatur am 19. Mai 1946 wieder aufgenommen werden.

Die Verlegung der Strecke von der Floridsdorfer Hauptstraße auf die Matthäus-Jiszda-Straße – Schöpfleuthnergasse – Schloßhofer Straße zum 4. Juni 1961 diente der Verbesserung der Anbindung des Bahnhof Floridsdorf.

Am 6. Juni 1964 wurde in Stammersdorf anstelle der bisherigen Kuppelendstelle die Wendeschleife eröffnet, die den Einsatz von Einrichtungswagen ermöglicht.

Die Strecke durch die Obere Donaustraße wurde am 23. August 1978 gesperrt und die Züge künftig über die Obere und Untere Augartenstraße geführt.

Am 4. September 1982 wurden die dreistelligen Liniensignale aufgegeben; seitdem verkehren die Züge vom Schottenring nach Stammersdorf unter dem Liniensignal „31“.

Jüngere Geschichte und Gegenwart

Im Oktober 1990 wurde die Strecke auf der Brünner Straße vor Stammersdorf als letzter Streckenabschnitt in Wien zweigleisig ausgebaut.

Am 4. Mai 1996 wurde im Zuge der Verlängerung der U-Bahn-Linie U6 nach Floridsdorf die zwischen Ring und Floridsdorf teilweise auf der Strecke verkehrende Straßenbahnlinie „32“ eingestellt. Die Linie „31“ wurde zwischen Gaußplatz und Stromstraße auf die Strecke der bisherigen Linie „32“ in die Klosterneuburger Straße und Wexstraße, statt wie bis dahin durch die Jägerstraße, verlegt.

Seit 23. Dezember 2000 verkehren Niederflurfahrzeuge auf der Linie „31“.

Am 16. April 2007 wurde zwischen den Haltestellen Van-Swieten-Kaserne und Stammersdorf eine neue Trasse, direkt neben der Brünner Straße, eröffnet und die alte Trasse Regnerweg, aufgelassen.

Verstärkerlinien

Am 5. Juni 1928 wurde die Linie „31/5“ zwischen Westbahnhof und Floridsdorf eingerichtet, welche eine Kombination aus den Linie „5“ und „31“ darstellte.

Seit 3. November 1959 verkehrt diese Linie Richtung stadteinwärts nur noch bis zur U-Bahn-Station Josefstädter Straße, am 10. März 1986 wurde sie stadtauswärts bis zur Gerasdorfer Straße verlängert.

Am 4. Mai 1996 wurden die Bruchstrichlinien in Wien abgeschafft und die Linie in „33“ umbenannt.

Am 27. Dezember 2004 wurde diese Linie Richtung Stammersdorf bis zum Friedrich-Engels-Platz gekürzt. Zwischen Floridsdorf und Stammersdorf wurde die Linie „30“ als Verstärkung für die Linie „31“ eingerichtet.

Galerie

  Commons: Straßenbahnlinie 31 (Wien)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Fahrplan von 1907