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vom 06.05.2017, aktuelle Version,

Teis

Teis (italienisch Tiso) ist eine Fraktion der Gemeinde Villnöß in Südtirol (Italien). Zu Teis gehört auch der Weiler Nafen am Eingang des gleichnamigen Tales. Der Name des Ortes wird urkundlich erstmals im Jahr 1157 als „Tisis“ erwähnt. Bis 1929 war Teis eine selbstständige Gemeinde, von der faschistischen Verwaltung wurde diese mit der Gemeinde Villnöß zusammengelegt. Bekannt wurde der Ort für die in der Gegend gefundenen Teiser Kugeln (Drusen aus Quarzporphyrtuff), die auch im Mineralienmuseum Teis besichtigt werden können.

Geschichte

Infolge seiner klimatisch bevorzugten Lage wurde Teis bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Auf dem Hl.-Grab-Hügel am Dorfrand fand man Tonscherben aus der Eisenzeit. Auf diesem aussichtsreichen Hügel befand sich in späterer Zeit auch eine Kreidefeuerstelle. Dort wurden Signalfeuer von Ort zu Ort weitergegeben. Die neugotische Pfarrkirche, erbaut im Jahr 1890 von der Bevölkerung von Teis, ist dem Herz Jesu geweiht. Erstmals wurde eine Kirche in Teis 1303 erwähnt.

Im Mittelalter lebte in Teis eine Ritterfamilie, die „Herren von Teis“. Beim Turnerhof sieht man heute noch die Reste einer Burgmauer. Im Ersten Weltkrieg wurden von der K. u. K. Armee Schützengräben und Felsenbunker erbaut. Diese Schutzbauten sind für Besucher zugänglich.

Unter der Diktatur des Faschismus war in Teis die deutsche Schule verboten. Alle kulturelle Tätigkeiten wurden stark eingeschränkt. Wegen der schlechten Wirtschaftslage verloren viele Bauern ihren Hof und der Zuzug von Italienern aus dem Süden Italien wurde stark gefördert. Teis bekam in dieser Zeit den Übernamen „das walsche Dorf“.

Seit 1985 bestehen zwischen der Gemeinde Winkelhaid und Teis partnerschaftliche Verbindungen, die mit zwei großen Partnerschaftsfeiern in Winkelhaid und Teis besiegelt wurden[1].

Nafen

Streuweiler Nafen bei Teis

Der Streuweiler Nafen (790 m) liegt auf einer Mittelgebirgsterrasse zwischen dem Eisack- und Villnößer Tal. Mittelpunkt ist seit 1300 das St. Bartholomäus Kirchlein - ein Juwel der Kunstgeschichte, mit wertvollem gotischen Flügelaltar. Der Weiler Nafen ist eingebettet in Obst- und Weingärten, Kirsch-Nuss- und Kastanienbäumen ist dieser stille Ort von einer einmaligen Ausstrahlung beseelt.

Literatur

  • Tourismusverein Teis (Hrsg.): Teis – eine Geschichte. Teis 1998 (online)

Einzelnachweise

  1. http://www.winkelhaid.de/partner/teis/wissen/wissen.htm