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vom 13.11.2017, aktuelle Version,

Wahlbezirk Österreich ob der Enns 13

Wahlbezirk Österreich ob der Enns 13
Land Österreich-Ungarn
Kronland Österreich ob der Enns
Wahlkreisnummer 13
Typ Landgemeindenwahlkreis
Region Ottensheim, Urfahr, Leonfelden
Anwesende Bevölkerung  42.290  (1910)
Wahlberechtigte 9.127  (1911)
Abgeordnete
  • Franz Fuchs (1907–1914)

Der Wahlbezirk Österreich ob der Enns 13 war ein Wahlkreis für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus im österreichischen Kronland Österreich ob der Enns (Oberösterreich). Der Wahlbezirk wurde 1907 mit der Einführung der Reichsratswahlordnung geschaffen und bestand bis zum Zusammenbruch der Habsburgermonarchie.

Geschichte

Nachdem der Reichsrat im Herbst 1906 das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Männerwahlrecht beschlossen hatte, wurde mit 26. Jänner 1907 die große Wahlrechtsreform durch Sanktionierung von Kaiser Franz Joseph I. gültig. Mit der neuen Reichsratswahlordnung schuf man insgesamt 516 Wahlbezirke, wobei mit Ausnahme Galiziens in jedem Wahlbezirk ein Abgeordneter im Zuge der Reichsratswahl gewählt wurde. Der Abgeordnete musste sich dabei im ersten Wahlgang oder in einer Stichwahl mit absoluter Mehrheit durchsetzen. Der Wahlbezirk Österreich ob der Enns 13 umfasste die Gerichtsbezirke Ottensheim, Urfahr, Leonfelden, wobei die Stadt Urfahr (Wahlbezirk 6) vom Wahlbezirk ausgenommen war.[1]

Aus der Reichsratswahl 1907 ging Franz Fuchs (Christlichsoziale Partei) als Sieger hervor. Er konnte sein Mandat bei der Reichsratswahl 1911 erfolgreich verteidigen, fiel jedoch am 19. September 1914 im Ersten Weltkrieg. Sein Mandat blieb in der Folge unbesetzt.

Wahlergebnisse

Reichsratswahl 1907

Die Reichsratswahl 1907 wurde am 14. Mai 1907 (erster Wahlgang)[2] durchgeführt. Eine Stichwahl entfiel auf Grund der absoluten Mehrheit für Fuchs im ersten Wahlgang.

Kandidat Partei Wahlkreis-
stimmen
Stimmen-
anteil
Franz Fuchs Katholisch-Konservative Partei 7054 81,9 %
Karl Schmidinger Agrarier 981 11,4 %
Johann Plöckinger Sozialdemokratische Arbeiterpartei 229 2,7 %
Johann Zellinger Alldeutsche Vereinigung 136 1,6 %
Katholisch-Konservative Partei 133 1,5 %
Sonstige 75 0,9 %
Wahlberechtigte: 9291, Ungültige/Leere Stimmen: 120, Wahlbeteiligung: 93,9 %

Reichsratswahl 1911

Die Reichsratswahl 1911 wurde am 13. Juni 1911 (erster Wahlgang)[3] durchgeführt. Die Stichwahl entfiel auf Grund des absoluten Mehrheit von Fuchs im ersten Wahlgang.

Kandidat Partei Wahlkreis-
stimmen
Stimmen-
anteil
Franz Fuchs Christlichsoziale Partei 6592 81,2 %
Heinrich Majofsky Selbständiger Kandidat[4] 1056 13,0 %
Johann Ennser Sozialdemokratische Arbeiterpartei 247 3,0 %
Christlichsoziale Partei 41 0,5 %
Sonstige 184 2,3 %
Wahlberechtigte: 9127, Ungültige/Leere Stimmen: 303, Wahlbeteiligung: 92,3 %

Einzelnachweise

  1. Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder 1907, IX. Stück, Nr. 17: „Gesetz vom 26. Jänner 1907 betreffend die Wahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Reichsrates“
  2. Der Wahltag in Oberösterreich. In: Linzer Volksblatt, 16. Mai 1907, S. 1 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lvb
  3. Der Wahltag in Oberösterreich. In: Linzer Volksblatt, 15. Juni 1911, S. 2 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lvb
  4. Die Kandidatur Majofsky. In: Tages-Post, 2. Juni 1911, S. 2 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/tpttpt 020619112

Literatur