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vom 07.06.2016, aktuelle Version,

Walter Dobner

Walter Dobner (* 22. Januar 1952 in Krems) ist ein österreichischer Journalist und Jurist.

Leben

Dobner wuchs in Krems auf. Im Anschluss an die Matura am Musisch-pädagogischen BRG Krems studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Am 23. April 1975 wurde er zum Dr. iur. promoviert. Nach Absolvierung der Gerichtspraxis in Wien war er Beamter im Land Niederösterreich. Von 1996 bis 2007 war er in der Wiener Stadtverwaltung tätig, seit 1999 als Senatsrat der Stadt Wien. Dobner war Lehrbeauftragter an der Wirtschaftsuniversität Wien und an der Donau-Universität Krems. 1999 wurde ihm von Bundespräsident Thomas Klestil der Berufstitel Professor verliehen. Seit 2013 ist Dobner Direktor der Wiener Hofmusikkapelle. Seit 1979 ist er verheiratet mit Heidemarie Dobner (* 1956), Generalsekretärin von Globart. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Kulturelle Aktivitäten

1974 war Dobner Mitorganisator der von den Lehrkanzeln für Österreichische und Deutsche Rechtsgeschichte ausgerichteten internationalen Rechtshistorischen Konferenz in Krems und Initiator der Geschäftsstelle Krems der Musikalischen Jugend Österreichs, die er einige Jahre leitete. Ab 1978 schrieb er mehrere kunsthistorische und musikalische Feuilleton-Beiträge für die Niederösterreich-Gesellschaft für Kunst und Kultur. Seit 1976 ist er als Kulturpublizist und Musikkritiker tätig. Anfangs für die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN), arbeitet Dobner seit 1975 als Musikkritiker für die österreichische Tageszeitung Die Presse und ist ständiger Autor deren Samstag-Feuilletonbeilage Spectrum. Seit 2006 ist er Musikkritiker für die österreichische Wochenzeitung Die Furche. Zwischen 1982 und 1993 schrieb er Beiträge für den ORF und andere Rundfunkanstalten. Dobner war Mitglied mehrerer Jurien, u. a. von 1989 bis 2006 des Premio internazionale der Accademia Musicale Chigiana Siena.

Dobner verfasste Programmtexte für das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester, Donaufestival Niederösterreich, Rachlin Festival Pernegg, Musikverein für Steiermark, Schlosskonzerte Grafenegg (1975–2000), Orgelfest Stift Zwettl (1994–2003), Musiktage Mondsee (2007–2009), Carinthischer Sommer (1980–2003), Wiener Konzerthaus, Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Musikverein), Wiener Philharmoniker (seit 1983), Wiener Staatsoper (seit 1999), Salzburger Festspiele (seit 1999). Des Weiteren schrieb er Booklet-Texte für Platten und CDs, u. a. für Deutsche Grammophon Gesellschaft, Philips, Decca, Orfeo, Teldec, Oehms Classics. Er veröffentlichte u. a. in Die Bühne, Niederösterreichische Kulturberichte und morgen (bis 2008) und im Magazin der Freunde der Salzburger Festspiele. Von 1979 bis 2011 war er Chefredakteur von Chor aktuell, der Publikation des Sängerverbandes Österreich. Auf seine Initiative geht die Gründung des Monatsmagazins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Musikverein) zurück.

Publikationen

Beiträge
  • Musik in Österreich. Eine Chronik in Daten, Dokumenten, Essays und Bildern. hrsg. von Gottfried Kraus. Verlag Christian Brandstätter, Wien 1989, ISBN 3-85447-327-3.
  • 175 Jahre Musikverein für Steiermark, Graz. 1815–1990. hrsg. von Erika Kaufmann. H. Schmerzeck & Co., Bruck a.d. Mur-Kapfenberg 1990.
  • Nikolaus Harnoncourt. Töne sind höhere Werte, Gespräche über romantische Romantik. hrsg. von Johanna Fürstenauer. Residenz Verlag im NÖ Pressehaus, St. Pölten/ Salzburg 2007, ISBN 978-3-7017-3055-1.
  • Riccardo Muti, Fest-Spieler aus Überzeugung. Salzburger Festspiele, Salzburg, Laaber Druck, Oberndorf 2011.
  • Gebete für Papst Franziskus. hrsg. von Gerda Schaffelhofer. Verlagsgruppe Styria, Wien/ Graz/ Klagenfurt 2014, ISBN 978-3-222-13468-5.