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vom 27.11.2017, aktuelle Version,

Wenzel Ottokar Noltsch

Ferdinand von Hochstetter, posthum im Jahr 1896 von Wenzel Ottokar Noltsch angefertigtes Gemälde

Wenzel Ottokar Noltsch (* 28. Februar 1835 in Wien; † 30. Oktober 1908 in Innsbruck-Wilten) war ein österreichischer Porträt-, Historien- und Kirchenmaler sowie Schriftsteller.

Leben

Geboren als Sohn eines Polizeibeamten studierte Noltsch ab 1852 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Joseph von Führich und danach an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten Antwerpen bei Joseph van Lerius.

Nach dem Studium kehrte er nach Wien heim und zeigte seine Werke u. a. im Wiener St. Annhof. Er wurde 1869 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Neben seiner künstlerischen und pädagogischen Tätigkeit veranstaltete er Künstlerfeste (Gschnasfeste des Künstlerhauses) und trat auch selbst auf.

Noltsch wurde 1872 Dozent und war von 1891 bis 1904 Professor für Figuren- und Landschaftszeichnen an der Technischen Hochschule in Wien. Für die Rektorengalerie der Hochschule fertigte er die ersten 20 Porträts an. Diese wurden teilweise nach Fotografien gemalt, da ein Teil der Rektoren bereits verstorben war.

In seinen letzten Lebensjahren wandte er sich zur Literatur. Im Kreise der Iduna-Vereinigung lernte er Richard von Kralik kennen, der ihn in die Österreichische Leo-Gesellschaft einführte. 1897 erschienen seine Gedichte „Hallstätter Träumereien“, in seinen autobiografischen „Bildern aus Wien“ (1. Teil 1901) beschrieb er das Leben des Wiener Künstler- und Studentenmilieus.

Nach seiner Pensionierung 1904 übersiedelte er zu seinem Schwiegersohn nach Innsbruck.

Literatur

  • Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Band 1. Daberkow, Wien 1889, S. ?.
  • Hermann Clemens Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Verlag der Gesellschaft für Graphische Industrie, Wien 1902, S. ?.
  • Hans Giebisch, Gustav Gugitz: Bio-Bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hollinek, Wien 1963, S. ?.
  • Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. 4 Bände. Francke, Bern 1949 ff. Bd. ?., S. ?.
  • Wilhelm Kosch: Das katholische Deutschland. Biographisch-bibliographisches Lexikon. Literarisches Institut von Haas und Grabherr, Augsburg 1938, S. ?.
  • Noltsch Wenzel Ottokar. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 7, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1978, ISBN 3-7001-0187-2, S. 146 f. (Direktlinks auf S. 146, S. 147).
  • Juliane Mikoletzky, Sabine Plakolm-Forsthuber (Herausgeber): Eine Sammlung von außerordentlicher Geschlossenheit/A Collection of Unusual Completeness: Die Rektorengalerie der Technischen Universität Wien/The Gallery of Rectors of the TU Wien (= Festschrift 200 Jahre Technische Universität Wien Band 13). Böhlau-Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-205-20113-7, S. ? (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
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