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Kurz, Sebastian#

* 27. 8. 1986, Wien


Politiker (ÖVP)
Bundesparteiobmann ÖVP

ehem. Bundeskanzler der Republik Österreich


Sebastian Kurz
Sebastian Kurz (2013)
© Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Sebastian Kurz wurde am 27. August 1986 in Wien geboren. Er wuchs im 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling auf.

Nach der Matura (mit Auszeichnung) leistete er 2004 seinen Präsenzdienst und begann 2005 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien.

Sebastian Kurz begann sich bereits 2003 in der Jungen ÖVP zu engagieren; nach einigen Jahren Engagement auf Bezirksebene wurde er 2007 zum Landesobmann der Jungen ÖVP Wien gewählt und hatte diese Funktion bis 2012 inne. 2009 bis 2017 war er Bundesobmann der Jungen ÖVP, von 2010 bis 2011 Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat.

Seit 2015 ist Sebastian Kurz außerdem Präsident der Politischen Akademie der ÖVP (Polak), als österreichischer Außenminister war er 2017 Vorsitzender der OSZE.

2011 wurde Sebastian Kurz zum Staatssekretär für Integration bestellt, 2013 wurde er als Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten angelobt. Mit der Novelle des Bundesministeriengesetzes (März 2014) wurde er "Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres" und somit - mit 27 Jahren - der jüngste Außenminister in der Geschichte der Republik Österreich.

Am 14. Mai 2017 wurde er - nach dem Rücktritt von Reinhold Mitterlehner - zum geschäftsführenden Bundesparteiobmann der ÖVP gewählt. Nachdem er bei der Nationalratswahl 2017 mit der "Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei" angetreten und als stimmenstärkste Liste hervorgegangen war, wurde er mit der Bildung einer Regierung beauftragt. Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Sebastian Kurz einigten sich auf eine Regierungskoalition; am 18. Dezember wurde Sebastian Kurz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum Bundeskanzler ernannt und angelobt; gleichzeitig übergab er das Außenministerium an die von der FPÖ nominierte Außenministerin Karin Kneissl.

Im Mai 2019 kam es - in Folge der "Ibiza-Affäre" - zu einem Bruch der Regierungskoalition. Nach einem Misstrauensantrag wurde Sebastian Kurz - und die gesamte (Übergangs-)Regierung - am 28. Mai 2019 seines Amtes enthoben.
(Die Regierung unter Interimskanzler Hartwig Löger wurde unmittelbar darauf mit der Fortführung der Amtsgeschäfte betraut. Am 30. Mai wurde Brigitte Bierlein zur Bundeskanzlerin designiert und mit der Bildung einer Übergangsregierung für die Zeit bis zur Nationalratswahl beauftragt.)

Sebastian Kurz bleibt Obmann der Österreichischen Volkspartei und wird als deren Spitzenkandidat bei der Nationalratswahl in Österreich (voraussichtlich im September) 2019 antreten.

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl