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Sikh#

Sikh
Sikh, July 2011, © Gerhard Huber, under CC BY-NC 4.0 +Edu

Obwohl die etwa 25 Mio. Sikhs hauptsächlich im Punjab leben und weniger als 2 Prozent der indischen Bevölkerung ausmachen, haben sie unser Bild des Inders wohl mehr geprägt als alle anderen Volksgruppen. Das Paradoxe an der Situation ist, dass die Sikhs selbst großen Wert darauf legen, sich von den Indern zu unterscheiden. Die Männer dokumentierendies traditionell durch die fünf K:
kes
das niemals geschnittene, unter einem Turban getragene Haar sowie der ungestutzte Bart
kangha
ein Kamm aus Holz oder Elfenbein
kirpan
ein Dolch
kara
ein stählerner Armreif und
kachera
die kurze Kniehose.
Damit verkörpern die Sikhs Disziplin, Fleiß, Stolz und Pragmatismus. Dieses makellose Bild hat jedoch 1994 Risse bekommen, als zwei Sikhs aus der Leibwache Indira Gandhis die Ministerpräsidentin ermordeten. 10 Jahre zuvor hatte sie nämlich den von radikalen Sikhs besetzten Goldenen Tempel gewaltsam räumen lassen. Das Blutbad forderte mehr als 3000 Todesopfer und trug wesentlich dazu bei, dass sich viele der gemäßigten Sikhs zunehmend radikalisierten. Seither spielt der Terror eine immer wiederkehrende Rolle im Kampf um den unabhängigen Staat Khalistan. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts herrschten die Sikhs über ein eigenes Königreich im Punjab, eine straff organisierte Militär-Theokratie, die jedoch 1849 von den Briten erobert wurde.
Although the approximately 25 million Sikhs mainly live in the Punjab and make up less than 2 percent of the Indian population, they probably have shaped our image of the Indians more than any other ethnic group. The paradox of the situation is that the Sikhs themselves set great store by being different from the Indians. The men traditionally document this through the five K:
kes
the never cut hair worn under a turban and the untidy beard
kangha
a comb of wood or ivory
kirpan
a dagger
kara
a steel bangle
kachera
the short breeches

Thus, the Sikhs embody discipline, diligence, pride and pragmatism. This flawless image, however, cracked in 1994, when two Sikhs from the bodyguard Indira Gandhis murdered the Prime Minister. Ten years earlier, she had violently evicted the Golden Temple occupied by radical Sikhs. The carnage claimed more than 3,000 lives and was instrumental in making many of the temperate Sikhs increasingly radicalized. Since then, terror has played a recurring role in the struggle for the independent state of Khalistan. As early as the beginning of the 19th century, the Sikhs ruled over their own kingdom in the Punjab, a tightly organized military theocracy, which was conquered in 1849 by the British.