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Pizarro#

Pizarro
Pizarro, April 2014, © Gerhard Huber, under CC BY 4.0

Francisco Pizarro was one of the most successful conquistadors. Born in Trujillo in 1476, the illiterate swineherd soon moved to the New World, where he earned his first spurs in Panama. Then the gate opened to a great career. He was commissioned to go on an exploratory trip southbound, for one had heard of a realm called Piru glistening with gold. Together with a friend and a priest Pizarro set off. In 1533 he made it: With only 180 men and 60 horses Pizarro succeeded in beating the 80,000 soldiers of the Inca. He had, as it were, destroyed overnight one of the most fascinating kingdoms of mankind, because he owned two things that the Inca did not know: horses, from which they absconded from and an unprecedented unscrupulousness. Those who escaped the murderous intents of the Spanish inquisition were enslaved. Adventive diseases such as influenza, measles or smallpox, the Inca immune system was not able to cope with, did the rest. Pizarro himself became Viceroy of Peru, residing in its new capital, Lima. In 1541, a stab of a rapier in his throat, guided by a rival conquistador, terminated forcibly his life, a life that was always characterized by violence and destruction. His mummified corpse has been in the Cathedral of Lima since then.
Zu den erfolgreichsten Konqistadoren zählte Francisco Pizarro. 1476 in Trujillo geboren, zog es den schreibunkundigen Schweinehirten schon bald in die Neue Welt, wo er sich in Panama seine ersten Sporen verdiente. Dann öffnete sich das Tor zur großen Karriere. Man beauftragte ihn zu einer Erkundungsfahrt Richtung Süden, denn man hatte von einem Reich namens Piru gehört, in dem es vor Gold nur so funkelte. Zusammen mit einem Freund und einem Priester machte sich Pizarro auf den Weg. 1533 schlug seine große Stunde: Mit nur 180 Mann und 60 Pferden gelang es Pizarro, die 80.000 Soldaten umfassende Arme der Inka vernichtend zu schlagen. Er hatte gleichsam über Nacht eines der faszinierendsten Reiche der Menschheitsgeschichte zerstört, denn er hatte zwei Sachen im Gepäck, die die Inka nicht kannten: Pferde, vor denen sie panisch flüchteten und eine beispiellose Skrupellosigkeit. Wer der Mordlust der spanischen Inquisition entkam, wurde versklavt. Den Rest besorgten eingeschleppte Krankheiten wie Grippe, Masern oder Pocken, denen das Immunsystem der Inka nichts entgegenzusetzen hatte. Pizarro selbst wurde zum Vizekönig Perus, residierte in der neuen Hauptstadt Lima. 1541 beendete ein Degenstich in seine Kehle, ausgeführt von einem rivalisierenden Konquistador, gewaltsam sein Leben, ein Leben, das ohnehin stets von Gewalt und Zerstörung geprägt war. Sein mumifizierter Leichnam liegt seitdem in der Kathedrale von Lima.