artgerecht: Kommunikatives III#
(Die weiteren Tage)#
von Martin KruscheMan kann diesen Satz an etlichen Stellen meiner Notizen finden: „Vernetzung ist kein Inhalt, sondern eine Methode“. Wer würde sich um die Methode kümmern, bevor Inhalte gefunden sind? Gut, in manchen Formationen ist das der Fall. Es bedeutet freilich, auf die Art geht es primär nicht um Kunst, sondern um Geselligkeit. Das ist legitim, aber es würde mich nicht interessieren.
Wir haben gerade erlebt, daß es gesamt 40 Menschen waren, die im Zusammenwirken „Mini Fabula“ und „artgerecht“ möglich gemacht haben. Das ist im gesamten Umfang noch keine Vernetzung, aber eine temporäre Kooperation.
Ich darf allerdings annehmen, es werden sich aus diesem Kreis ein paar Kunstschaffende dem „Archipel“ für weiter Schritte anschließen. Doch bei uns wird nicht „rekrutiert“. Für Möglichkeiten der Verständigung sind die Tage nach der Vernissage sehr wichtig.
Eine Zeit der entspannten Gespräche, bei denen es natürlich auch um Inhalte geht. Das ist fast zwingend, weil Künstlerinnen und Künstler, denen es nicht bloß um Selbstrepräsentation geht, naturgemäß neugierig sind, wißbegierig.
In diesem Zusammenhang konnten wir auch unsere nächsten zwei Ausstellungen schon weiter präzisieren.
- 2 von 3, 03. Juli 2026, Böhmen liegt am Meer: Ausstellung
- 3 von 3, 11. September 2026, Kummer • Stalzer • Pumm: Malerei und Objekte (Ausstellung)
Das mag verdeutlichen, wie wir im „Archipel“ nicht dazu eigen eine „Event-Politik“ zu verfolgen. Es gibt ein paar gesteckte Ziele anhand von festgelegten Themen, die sich als vorrangig herauskristallisiert haben. Der Weg zu den Veranstaltungen ist dann aber zugleich der Weg eines inhaltlichen Prozesses.
- artgerecht: Die Dokumentation (Übersicht)
Weiterführend: Der Kulturraum#
- Akuell: Farben der Liebe (Richard Mayr)
- Was kommt: Gravierend (Episode III: Das Abstrakte und das Erzählerische | Martina Brandl)
- Was war: Vom Ölbild zum Glasnegativ (Richard Mayr)




