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Notiz 079: Bauen in Gleisdorf#

(Die Stadt verändert sich immer)#

Von Martin Krusche#

Wie kommunizieren wir miteinander im öffentlichen Raum? Architektur, Hinweistafeln und Zeichensysteme, Lautsprecheranlagen, Automobildesign, Dresscode… Das sind nur einige Beispiele von Kommunikationsmöglichkeiten, die uns oft gar nicht erst besonders bewußt werden. Außer jemand stößt sich an Erscheinungen, die für häßlich gehalten werden.

Tempozuwachs: vorbei die Zeit, als von Hand Künetten geschaufelt wurden. (Foto: Martin Krusche)
Tempozuwachs: vorbei die Zeit, als von Hand Künetten geschaufelt wurden. (Foto: Martin Krusche)

Es gibt online eine Reihe von Dokumenten, die uns Auskunft geben, worauf sich Politik und Verwaltung stützen, wenn Entscheidungen fallen, die das Erscheinungsbild des öffentlichen Raumes betreffen.

Gleisdorf erlebt gerade einen Bauboom. Die ganze Region verändert sich. Wer entscheidet, was gemacht werden darf? Nach welchen Kriterien urteilt die Behörde? Wo wird das verhandelt? Wer redet mit? Was ist mit jenen, die nicht gehört werden?

Gut, diese Fragen kann man auch auf den Sozialberich umlegen, zur Kultur mitnehmen, im Wirtschaftsausschuß erörtern etc. Kurz, davon ist das gesamte Gemeinwesen betroffen.

Mich interessiert dieses Thema im Zusammenhang eines aktuellen Kulturvorhabens. Wir leben heute in einer technologischen Infosphäre (Internet etc.), in einer informationellen Umwelt. Das hat seine Vorgeschichten quer durch einige Jahrhunderte, seine kontrastreichen Erscheinungsformen im öffentlichen Raum.

Ich bin mit unserem Projekt „Wegmarken“ nun in der zweiten Phase, nachdem die Pandemie-Erfahrung uns allen 2020 neue Rahmenbedingungen aufgezwungen hat, egal, was man angehen wollte. In diesem Projekt widmen wir uns einerseits den Klein- und Flurdenkmälern in unserem Lebensraum, andrerseits befasse ich mich mit den übrigen Zeichensystemen, die uns umgeben.

Tempozuwachs: das war vom ersten Schlag bis zum gesäuberten Boden kein Tag Arbeit. (Foto: Martin Krusche)
Tempozuwachs: das war vom ersten Schlag bis zum gesäuberten Boden kein Tag Arbeit. (Foto: Martin Krusche)

Dazu gehören als dominantes Themenpaket: Architektur, Ortsbild und Raumplanung. Sowas betrifft uns alle. Kein Wunder, daß es gelegentlich heftig debattiert wird, wie derzeit in einer Gruppe, die Max Reder im Facebook aufgebaut hat:

Wer ein Bauwerk kritisiert, ohne seine eigenen Kriterien zu nennen, haut ein Geschmacksurteil raus, das interessant sein mag, aber es ist für eine Debatte offener Fragen völlig nutzlos. Welche Debatte? Zum Hintergrund:

Bürgermeister Christoph Stark hat im Facebook auf den Gleisdorfer Baukulturbeirat hingewiesen. In dessen Statuten findet man erste Kriterien: Link. Das Thema Bauen und Wohnen ist generell hier zusammengefaßt: Link.

Wolfgang Weber, Obmann des Ausschusses für Stadtentwicklung, Raumordnung, Ortsbild und Wirtschaft, wies auf ein Webinar hin, das im Internet abrufbar ist und Auskunft gibt, wo in Gleisdorf die Debatte steht.

  • 1.12.2020: Webinar „Bauen in Gleisdorf“ (Wir laden PlanerInnen, ProjektentwicklerInnen und BauunternehmerInnen zum Webinar "Bauen in Gleisdorf".) Link
  • Videodokumentation: Bauen in Gleisdorf

Wer also in diese Debatte einsteigen möchte, könnte davon profitieren, den inhaltlichen Status quo der Funktionstragenden von Politik und Verwaltung zu kennen. Wer darüber hinaus ein Interesse an historischen Hintergründen hat, findet in meiner kleinen Liste aus der Literaturrecherche zum Projekt „Wegmarken“ sicher allerhand Anregungen: Link.