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Wegmarken: Lektüre#

Querverweise und Hintergründe#

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Brauchtum#

Sie finden Im Austria-Forum Lesestoff zu den volkskulturellen Zusammenhängen dieses großen Themas, der Klein- und Flurdenkmäler. Was immer wir diesbezüglich betrachten, ist laufenden Veränderungen ausgesetzt. Brauchtum ist kein Naturereignis, das in die Welt gesetzt wird, wie ein Monolith. Menschen erdenken, pflegen und verändern Bräuche, lassen auch welche hinter sich.

Eine sehr aufschlußreiche Arbeit zum Thema Brauchtum stammt von Helga Maria Wolf. Sie können „Verschwundene Bräuche“ (Das Buch der untergegangenen Rituale) hier online lesen:

Zu Österreich#

Die "Sozialgeschichte Österreichs" von Ernst Bruckmüller ist für mich unvezichtbare Lektüre. Dieses Buch hab ich immer griffbereit, wenn ich an Projekten wie diesem arbeite. Daher ist mir sein Name präsent und so fiel mir diese Publikation auf:
  • Ernst Bruckmüller & Dieter Binder: Essay über Österreich (Grundfragen von Identität und Geschichte 1918-2000)
Dazu paßt eine kleine Publikation, die das Demokratiezentrum Wien als PDF-Datei anbietet: "Die Entwicklung des Österreichbewusstseins" von Ernst Bruckmüller. Außerdem empfehle ich dieses anregende Kompendium: Für den Österreichischen Fachverband für Volkskunde, herausgegeben von Olaf Bockhorn, Helmut Eberhart und Dorothea Jo. Peter, Innsbruck 2011

Berufswelten#

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Sozialgeschichtliche Betrachtungen helfen gegen eine allfällige Verklärung, von der einem der Blick auf interessante Zusammenhänge verstellt wird. Zugleich zeigen sie uns vielfach Felder, auf denen Menschen mit erstaunlichem Geschick und Gestaltungswillen daran gearbeitet haben, die Arbeitswelt nicht in ermüdender Routine zu ersticken.

Ein Beispiel dafür ist die Publikation „Vom verschwundenen Alltag“ (Arbeitswelt im Wandel von zwei Generationen. Vom verschwundenen Alltag), mit der Josef Hasitschka einer kleinen Auswahl von Berufsbildern einen Überblick bietet, was und wie da eben noch gelebt wurde.

Geht man noch ein Stück weiter zurück, wird es sehr kurios. Rudi Palla zeigt uns in „Verschwundene Arbeit“ eine Vielzahl von Berufen, die zwar in unserem Leben schon lange nicht mehr vorkommen, teils aber in Redensarten noch präsent blieben. (Beispiel: Aufpassen wie ein Heftelmacher.) Etliche Tätigkeiten lösen heute allerdings überhaupt keine zutreffenden Assoziationen mehr aus. Oder was stellen sie sich unter einem Gelbgießer, Mandolettikrämer, Posamtierer, Schopper vor?

Ziegel, Kreuze, Ornamente#

Unsere Kulturlandschaft erhält auch in den Bauwerken gelegentlich eine sehr interessante Handschrift. Warum wohl sind selbst Wirtschaftsgebäude nicht bloß nüchtern gehaltene Zweckbauten, sondern bekommen mitunter ansprechende Dekors?

Wertvolle Informationen finden Sie diesbezüglich in der Online-Fassung des Buches Giebelluckn und Stadlgitter (Kunstvolle Ziegelgitter an Wirtschaftsgebäuden der Steiermark) von Hasso Hohmann, das 1975 im Grazer Verlag für Sammler erschienen ist.

Darin bietet das Kapitel Gestaltung der Ziegelgitter eine sehr hilfreiche Übersicht an christlichen und profanen Abwehrzeichen, vor allem auch eine Übersicht diverser Kreuz-Varianten, auf die man stößt, wenn man über die Dörfer fährt und sich nach Kulturdenkmälern umsieht.

Auswärtsspiel#

Hier sei Ihnen noch ein phänomenales Werk empfohlen, das wir nicht im Austria-Forum haben. Es befindet sich der digitalen Sammlung der Bayrischen Staatsbibliothek, kann online gelesen, aber auch als PDF-Datei heruntergeladen werden. Ich meine den „Trostspiegel in Glück und Unglück“ des Petrarcameisters (Francesco Petrarca), der 1572 in Frankfurt erschienen ist. Das graphische Werk, die Texte, die sprachliche Eigenart, die Dbnkweisen jener Zeit, das durchzublättern wird zu einer staunenswerten Zeitreise.
  • 1604: Trostspiegel in Glück und Unglück, Francisci Petrarchae Deß Weitberhümten Hochgelehrten fürtrefflichen Poeten unnd Oratorn Trostbücher; De remediis utriusque fortunae; Von Rath, That, und Artzney in Glück und Unglück, Nemlich, wie sich ein jeder verständiger Mensch halten soll, In seiner Wolfahrt nicht uberheben, Deßgleichen in Unglück, Widerwertigkeit, Angst und Noth zutrösten wissen

Kurioses#

Aus dem Jahr 1933 stammt ein „Sammelbuch für Kaffee-Hag-Wappenmarken“. Der Kaffeeproduzent nutzte zur Kundenbindung ein Genre, das bis heute immer wieder auftaucht. Stichwort „Pickerlalbum“, da gegenwärtig Aufkleber (Pickerl) gefragt sind, zwischendurch auch Karten-Decks. Vor allem zum Thema Fußball findet Anklang. Die österreichische Post versucht es vor einigen Jahren wieder einmal mit Automobilen. Hier aber ein Vorläufer solcher Werbeartikel: Die Wappen der Republik Oesterreich hab ich für uns gleich beim Steiermark-Teil aufgeschlagen. Dazu nützt ergänzend eventuell eine Publikation aus dem Jahr 1904. Hugo Gerard Ströhl faßte die Städte-Wappen von Österreich-Ungarn zusammen.