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Notiz 089: Wegmarken 2021#

(Zur Transparenz: das Dossier)#

Von Martin Krusche#

Ich stelle hier mein 2021er Juni-Dossier „Wegmarken“ als PDF-Dokument online, um ein Stück Transparenz zu schaffen. Das Geflecht mehrerer Teilprojekte ist eine Kombination aus Ehrenamt und Hauptamt. Das bedeutet, es gibt darunter ein einzelnes Teilprojekt mit Vertrag, das zwar nach wie vor in der Schwebe hängt, aber wenn alles klappt, beziehe ich – neben anderen Leuten – daraus Honorare. Die übrigen Aktivitäten betreue ich derzeit ehrenamtlich, also ohne Bezahlung.

Der öffentliche Raum, die Erkundung eines Zwichensystems, die größere Erzählung... (Foto: Martin Krusche)
Der öffentliche Raum, die Erkundung eines Zwichensystems, die größere Erzählung... (Foto: Martin Krusche)

Das Dokument#

Wegmarken (Ein Dossier: Juni 2021), Konzept: Martin Krusche (Kunst Ost), Best Practice der regionalen Wissens- und Kulturarbeit in der Kombination von Hauptamt und Ehrenamt (PDF, 235 kb): Download

Kontext#

Dieses Setting ist möglich, weil einige inspirierte Leute ihre Ressourcen zusammenlegen. Das sind materielle und immaterielle Güter. Nebenbei bemerkt: man wird ja ohnehin in verschiedenen Währungen bezahlt, nicht nur mit Geld. Auch Sichtbarkeit oder Sozialprestige sind Währungen, die einem als Lohn für Bemühungen zukommen können.

Aber keine Frage: Cash bleibt wichtig. Da haben wir, das Kulturvölkchen, nicht erst seit 2020 einen erhöhten Druck durch sinkende Budgets. Es wurde übrigens spätestens seit Corona wieder lauter von „Solidarität“ dieser oder einer „Szene“ getönt. Mythen und Legendenbildung!

Es gibt zwar einige Beispiele, da größere Kreise örtlich und zeitlich begrenzt Solidaritätsakte gesetzt haben, aber davon kann wer auch immer in der Steiermark aus den letzten 40 Jahren nicht besonders viele Beispiele nachweisen. Ich setze also lieber auf Kooperationsformen, die sich mit kompetenten und paktfähigen Leuten umsetzen lassen.

Umbrüche#

Schon im Jahr 2020, mitten im ersten Corona-Lockdown, hatte ich mit einigen Kolleginnen und Kollegen zwei Übereinkünfte.
  • 1) Wir sind jetzt auf uns gestellt.
  • 2) Vom Jammern wird nichts besser.
Das erwies sich als vorteilhafte Orientierung. Der Umgang mit dieser Pandemie hat unsere Gesellschaft gründlich durchgeschüttelt. Da und dort wurde sichtbar, welche enormen Kompetenzmängel sich im ruhigen Betrieb eines wohlhabenden Landes etablieren und verbergen durften.

Es wurde stellenweise schwer erträgliches Gezänk laut, gab sehr viel an Meinung, wo konkrete Sachkenntnis hätte regieren sollen. Heute lohnt es sich nicht, darauf weiter einzugehen. Wir haben alle deutlich Erfahrungen gemacht, wo was klemmt. Wer nach über einem Jahr Pandemie noch keine stichhaltigen Befunde über den Zustand der Branche hat, wird wohl den Bach runtergehen.

Selfie zum Arbeitsgespräch im aktuellen Lockdown: Autor Martin Krusche (links) und Wissenschafter Hermann Maurer.
Selfie zum Arbeitsgespräch im aktuellen Lockdown: Autor Martin Krusche (links) und Wissenschafter Hermann Maurer.

Ich war mit Musiker Oliver Maly bald völlig d’accord, daß es uns gut tut, a) unsere Kompetenzen zu bündeln und b) uns lieber mit Ideen gegenseitig zu stärken, als mit Alarmismus runterzuziehen. Daraus entstand augenzwinkernd die „Origami Ninja Association“.

Rund um diesen Angelpunkt, an dem Austausch gepflegt wird, habe ich andere Teilprojekte entwickelt, die in meinem Fall so angelegt sind, daß sie verschiedene Schnittstellen haben und gemeinsam ein größeres Ganzes bilden.

Das ergibt sich unter anderem aus dem Themenspektrum, welches ich bearbeite. Zu all dem hab ich nichts gegründet und kein gemeinsames Grundsatzpapier verfaßt. Wir finden Schnittpunkte in relevanten Themenstellungen. Die individuelle Lebens- und Arbeitssituation gibt den Rahmen für gemeinsame Vorhaben. Die mögliche Kooperation hat inhaltliche Ebenen und handelt von einer gemeinsamen Nutzung erreichbarer Ressourcen.

Der Kulturbetrieb abseits staatsnaher Betriebe, das zivilgesellschaftliche Engagement für die Wissens- und Kulturarbeit, haben einen bewährten Feind: verdeckte Intentionen. Die Steiermark ist reich an Beispielen, da exponierte Leute in der Selbstdarstellung völlig andere Motive promoten, als sie dann zu Handlungsgrundlagen machen. Es ist in dieser „Szene“ wie in der etablierten Politik: mehr Transparenz würde uns guttun.

Das Dossier#

Ich habe dieses Memo für vier Bürgermeister der Region angefertigt, mit denen ich in einem konkreten Projekt eine Kooperationssituation habe, deren Anfänge auf das Jahr 2018 zurückgehen. Erst war eine Serie von Wahlen und Wahlkampfsituationen, die dafür sorgte, das Projekt in der Schwebe zu halten und die Umsetzung des Kernvorhabens (Vertragsgegenstand) anzugehen. Dann sollten wir im März 2020 noch die Gemeinderatswahlen absolvieren und danach loslegen.

Was geschah, ist hinlänglich bekannt, die Pandemie erreichte Österreich, das Land ging in den Lockdown. Nun also die nächste Startphase des Kernprojektes „Wegmarken“, inzwischen in meine neuen Vorhaben eingebettet, die eine komplexe zivilgesellschaftliche Kooperationssituation abbilden. Ein Setting gemäß dem Modell der „Drei Sektoren“, das ich schätze: Staat, markt und Zivilgesellschaft in Kooperation. Also ein Zusammenwirken von 1) Politik & Verwaltung, 2) Wirtschaft und 3) Privatpersonen & Vereinen.