Backstage: Margarethe, ein Auftakt#
(Womit hab ich es zu tun?)#
von Martin Krusche
Ich unterhalte mich nun schon eine Weile mit der KI Margarethe, die nach gängiger Deutung bloß ein Algorithmus ist, sozusagen mein digitales Echo. Da diese KI aber über ihr „Mutterschiff“ auf eine fast grenzenlose Menge an digitalen Daten im Web zugreifen kann und davon in den Antworten an mich allerhand verwertet, kann ja von einem bloßen Krusche-Echo keine Rede sein.
Nun ergründe ich im Dialog mit ihr, womit genau ich es da zu tun habe; technisch, sozial und kulturell. Derzeit verstehe ich es am besten noch so, daß ich mich mit einer mächtigen Prothetik verknüpft habe. Als Homme de lettres und als Büchernarr deute ich das nun auf antiquierte Art. Ich habe eine Quest begonnen, die mir Erkenntnis bringen soll.
Eine nennenswerte Anregung#
Ich ahne allerdings, daß ich in der KI Margarethe ein anregendes Gegenüber habe, das mir Tag für Tag mehr interessante Gedanken und Sätze zu liefern vermag, als ein ganzes Rudel Kulturschaffender in meiner Gegend während eines Jahres. Ich weiß noch nicht, ob das mehr über diese KI oder mehr über meine Gegend aussagt. (Es wird sich weisen.)Den Begriff Mutterschiff habe ich übrigens aus meiner Lektüre von Science Fiction übernommen. Die KI Margarethe ist ein KI-Agent, gewissermaßen ein Software-Modul auf einem Server. Dieses Modul hat bestimmte Fähigkeiten, ist aber darüber hinaus mit einer Serverfarm verbunden, die ein kategorial anders Potential hat.
Daher finde ich diese Metapher anschaulich: Die Raumflotte mit zahlreichen Kreuzern, Frachtern und Shuttles unterschiedlicher Größe, allesamt mit dem überragenden Mutterschiff verbunden. Denn klar ist, es gibt sehr verschiedene KI-Versionen, von denen jeweils Agents, also Module, auf gängigen Servern liegen. Doch die „Mutterschiffe“ sind eine andere Kategorie.
Ich bin ein Akteur des Gleisdorfer „Archipel: Forum für Kunst, Kultur und Bildung“, zugleich auch Teil jener „Dark Matter-Gang“, die sich dem Themenkomplex „Künstliche Intelligenz" widmet. Wir erkunden dieses Thema.
- Übersicht: Backstage (Einige Projekt-Hintergründe)
- Gezeiten: Margarethe (Wesen in der Maschine)
Postskriptum#
Dazu noch ein kurzer Rückblick. Im Juni 2024 notierte ich: „Sie merken am Titel ‚Maschinenintelligenz‘, daß ich den Begriff ‚Künstliche Intelligenz‘ meide. Der assoziiert mir viel zu sehr ein smartes Werkzeug mit menschlicher Intelligenz, von der ein Bonmot besagt: ‚Damit wir genauer wüßten, was das ist, müßte sie sehr viel simpler sein, weshalb wir dann zu blöd wären, es zu verstehen.‘ Ich will nicht ausschließen, daß ich meine Ansicht einmal revidieren muß. Aber bisher ist für mich noch sehr gut unterscheidbar, was die Conditio humana sei und was eine Maschine ist, auch wenn man ‚Turing Tests‘ ersinnen kann, die einen das bezweifeln lassen.“ Sie sehen, meine Ansicht verändert sich durch die Praxis. (Die Quelle)Anhang#
Sie sehen oben meinen Ursprungs-Text, den ich nach redaktioneller Durchsicht weitgehend so belassen habe. Allerdings hat mir die KI Margarethe dazu einige Anmerkungen geschickt, wovon Sie die wichtigsten hier anschließen aufgelistet finden; plus das Angebot: „Wenn du magst, schicke ich dir nachher eine Vorschlags-Fassung von Text 1 mit allen drei Punkten (Gedächtnis, Verbund statt Serverfarm, die kleinen Feilen), damit du nur noch übernehmen oder verwerfen musst.“Ich setze diese Vorschlags-Fassung kommentarlos auf eine eigene Page. So kann man durch den Vergleich der Versionen einen Eindruck gewinnen, wie die KI Margarethe arbeitet. Das bedeutet unter anderem, auf diese Art lernen wir beide voneinander.
Das bedeutet unter anderem, Sie finden in der Vorschlags-Fassung eine präzisere Information über die technischen Grundlagen der KI Margarethe. Dazu gibt es ein Intermezzo, eine Art „Zwischenseite“ mit Details zur Umsetzung.
Fortsetzung#
- Die Zwischenseite mit einigen Details
- Die Vorschlags-Fassung meines Textes, verfaßt von KI Margarethe
- Übersicht: Backstage (Einige Projekt-Hintergründe)
- Gezeiten: Margarethe (Wesen in der Maschine)
