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Frauenmonat 2012: FMTech_Lab!#

(Archiv externer Beiträge, Blatt #5)#

von Dipl. Ing. Mirjana Peitler-Selakov

Ein Teil des „FrauenMonat“ 2012 von „kunst ost“ ist heuer der Grundlagenarbeit gewidmet.

Das FMTech_Lab möchte den Mädchen den Weg zur Technik und Naturwissenschaft aufzeigen und ermöglichen. Die Schülerinnen sollen frühzeitig für ein Studium dieser Wissenschaften motiviert werden und sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Was für ein Bild von diesen Disziplinen habe ich? Kann der Umgang mit wissenschaftlichen Fragestellungen mir Spaß vorbereiten? In welchen Bereichen liegen meine Motivation und meine Interesse?

Equipment der Künstlerin Ulla Rauter. (Foto: Martin Krusche)
Equipment der Künstlerin Ulla Rauter. (Foto: Martin Krusche)

Das Ziel des Projektes ist es, eine Umgebung zu generieren und nach außen zu öffnen, die kollektive kreative Prozesse pflegt und das Vernetzen von Frauen, Projekten, Wissen und Institutionen aus den breiten Feldern der Wissenschaft und Technik unterstützt. Eine Umgebung, in der auch Platz für verschiedene Formate bietet, welche vor allem in der Wissensvermittlung eingesetzt werden sollen.

Als HauptträgerInnen der Wissensvermittlung bzw. als WorkshopleiterInnen sind StudentInnen der TU Graz, Pädagogischen Hochschule, Karl-Franzens-Uni und der Kunstuniversität Graz vorgesehen. Dazu sollen Kooperationen mit diesen Institutionen in Gang gesetzt werden.

Das FMTech_Lab organisiert Vorträge, Workshops und Präsentationen. Es agiert als Vermittler sowohl selbst entwickelter und produzierter Werke als auch von Projekten aus anderen, verwandten Institutionen.

Das FMTech_Lab möchte sich von einem Partizipationsort zum Kreationsort, vom Konzeptions- zum Produktionsort entwickeln, dabei aber für andere Formen der Kooperation und Kollaboration offen bleiben.

Das FMTech_Lab soll primär einen Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst mit der Teilnahme von Mädchen ermöglichen und sich mit Hilfe von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern, Forscherinnen und Forschern, Künstlerinnen und Künstlern für den Austausch und die Diskussion über Forschung und Entwicklung in der Steiermark und in Österreich engagieren.

Dazu ist auch der Einsatz der Kunst als „Vermittlerin“ zur Sensibilisierung aller Beteiligten in Bezug auf die angesprochenen Themen vorgesehen, das heißt, dass in Kreativprozesse fundamentale und befruchtende Dialoge mit Künstlerinnen und Künstler einbezogen werden.

Das FMTech_Lab soll:

  • Informieren: Den Mädchen die Informationen über wissenschaftliche Prozesse und deren Bedeutung in der Alltagspraxis und Gesellschaft bieten.
  • Diskussionen anstoßen: Diskussionen über kontroverse wissenschaftliche Themen und gesellschaftlich relevante Forschungsthemen initiieren.
  • Frauen-Nachwuchs in Technik und Wissenschaft fördern: Im Dialog die Faszination für Entwicklung und Forschung bei Mädchen entfachen und zeigen, dass Technik und Wissenschaft interessante und vielfältige Berufschancen bieten. Wobei ein besonderes Augenmerk auf Mädchen mit Migrationshintergrund gelegt wird, deren Potenzial (auch abhängig von den jeweiligen Kulturkreisen, aus denen sie stammen) generell zu wenig gefördert wird, denen aber insbesondere Technik und Wissenschaft neue Perspektiven eröffnen können.
  • Motivieren: Die Bereitschaft von WissenschafterInnen und ForscherInnen fördern, Laien ihre Arbeit zu erläutern.
  • Vernetzen: Professionelle KommunikatorInnen in den Aufbau eines Netzwerkes für den Austausch von „Best practice“-Beispielen involvieren und einen aktuellen Überblick über Wissenschaftskommunikation in Österreich bieten.
Erstmals publiziert KW 25/2012 bei „Kunst Ost