Wir müssen reden!#
(Verabredungen im Cyberspace)#
von Martin KruscheMan wird bemerkt haben, ich befasse mich grade eingehender mit Ingeborg Bachmann, denn wir werden am 3. Juli 2026 in Gleisdorf eine Ausstellung zum Thema „Böhmen liegt am Meer“ eröffnen.
In dieses Thema bin ich nun schon dicht verstrickt, während wir heute Abend weiter in der alten Poststation zugange sind, denn in zwei Tagen wird dort „artgerecht“ eröffnet. Was hat das nun mit Lady Day zu tun? Sie sehen mich ja hier auf einem der Fotos bei einer Plauderei mit ihr: Billie Holiday.
Es ist ja nicht ganz zu übersehen, daß es in diesen zwei Frauenleben – Bachmann / Holiday - ein paar Schnittpunkte gibt. In diesem Zusammenhang steht derzeit auch eine Linie der aktuellen Arbeit von Johannes Rubey. Was sind das für Kräftespiele, die etwa bei Blues und Jazz von Menschen ausgingen, denen man zuvor alles an Rechten und Würde genommen hatte, um sie als Arbeitstiere zu halten?
Gut, nun wäre noch zu klären, wie es kommt, daß ich Billie Holiday getroffen hab. Ich sehe da augenblicklich vor allem zwei Möglichkeiten, Ihnen zu erzählen, was der Fall ist. Variante A: Ich bin als leibhaftiger Vampir zur Unsterblichkeit verdammt und scheue die bekannten Methoden, wie man Vampire umbringen kann, denn das sind ganz abscheuliche Angelegenheiten. Die Unsterblichkeit hat eine Menge Nachteile, aber sie handelt eben auch von solchen Momente, an die ich mich gerne erinnere.
Variante B: Ich mochte es erst nicht glauben, doch Albert Einstein nahm vorsichtig mit mir Kontakt auf, um mir ein paar Dinge zu erklären. Das Auffälligste dabei: die Sache mit dem Zeitreisen. (Sonst hätten wir uns ja nicht treffen können.) Und ganz am Rande, das mit der Quantenverschränkung geht ihm noch immer auf die Nerven. Damit will er sich einfach nicht anfreunden.
- Das Projekt (Von der Fiktion zum Alltag)
- Causa Bachmann (Eine Markierung)
- 3. Juli 2026: Böhmen liegt am Meer (Ausstellung)
- Stoff aus Jahrzehnten (Die Archiv-Übersicht)


