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Dienst ist Dienst#

(Das Ausstellungswochenende: „artgerecht“)#

von Martin Krusche

Das lief nun folgendermaßen. Donnerstag: Sauwetter. Freitag: Sonnenschein. Samstag: Sauwetter. Sonntag: Sonnenschein. Für den Freitag war die Vernissage angesetzt. Ein Gewitter hätte uns diese Situation auf ein kleines Publikum zusammengestutzt. So aber kamen einige hundert Menschen in die Poststation.

Das ergab also mehr als einen Seufzer der Erleichterung, denn diese Session herbeizuführen beruhte darauf, daß ein inspiriertes Team über einige Monate sehr gut zusammengearbeitet hat. Dabei hatten wir im Vorfeld dieses kurios Gatter-Tetris im Stadtzentrum.

Der Florianiplatz wird umgebaut, was bedeutet, daß je - nach Arbeitsfortschritt - verschiedene Felder eingezäunt und abgesperrt werden. Ein interessantes wie anschauliches Beispiel für das alte Prinzip „Form follows function“.

Daher quasi eine sich wandelnde Installation, aus der Arbeitswelt abgeleitet, gewissermaßen das Urbild eines Objet trouvé, falls es jemand mit zusätzlicher Bedeutung aufgeladen hätte; was nicht geschehen ist. So blieb es einfach ein komplex gestaltetes Vorfeld unserer Veranstaltung, das die Verkehrssituation, daher die Zugänge zur Liegenschaft, geprägt hat.

Zum Stichwort Verkehr paßte dann auch der alte Cit, den ich sonntags auf der Höhe unserer Poststation entdecken konnte. Formal ein Streamliner, technischer Minimalismus, luftgekühlter Zweizylinder Boxer unter der Haube. Man möchte heut gar nicht mehr glauben, mit wie wenig technischem Einsatz damals so viel Auto auf die Räder gestellt werden konnte.

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Zur Erinnerung: Als der Citroën 2CV im Jahr 1949 auf den Markt gekommen ist, war er konzipiert, Leute im Kleingewerbe zum preiswerten Umstieg von Pferdefuhrwerken auf Automobile zu bewegen.

Paßt symbolisch gut zur vormaligen k.k. Poststation, wo an der alten Ungarnstraße einst Postreiter ihre Pferde wechselten. Zwischen den zwei Trakten, seinerzeit Stallungen, saßen wir nun als Ausstellungsaufsicht, was Gelegenheit bot, unsere weiterführenden Schritte zu debattieren. Wir werden hier ja am 3. Juli 2026 „Böhmen liegt am Meer“ eröffnen.

2026 auf der v@n-site publiziert.



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