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Die Skulptur vin Tanja Alber.
Die Skulptur vin Tanja Alber.

Gedanken im Raum#

(Konferenz in Permanenz)#

von Martin Krusche

Am 7. April 2026 hatten wir eine Session in Martina Brandls „Malwerkstatt“, die inzwischen auch als archipelischer „Kulturraum“ Wirkung entfaltet. Das Treffen war dem Arbeitsjahr 2026 und den Perspektiven für 2027 gewidmet.

Auf der Liste ganz oben der 8. Mai 2026, an dem wir in Gleisdorf „artgerecht“ eröffnen werden, die Ausstellung und Buchpräsentation im Zusammenführen der Teilprojekte „Mini Fabula“ und „Aufgelegt“.

Im Kern dieser Ereignisse das Motto „Von der Gutenberggalaxis in den Cyberspace und zurück“. Das ist ein weiteres Erkunden unserer Option „Das erweiterte Buch“. Dazu gehört ein Skulptur von Tanja Alber, die ich nun zum ersten Mal im fertigen Zustand gesehen hab.

Sie ahnen, hier sind verschiedene Genres und Ausdrucksformen in Wechselwirkung zueinander. Dazu gehört auch, daß Architekt Joachim Karner mit uns am Tisch saß, dem wir eine präzise Konstruktionszeichnung der Skulptur verdanken, mit der vor allem die statischen Fragen der Alber-Skulptur erledigt werden konnten.

Was sich in all dem zusehends manifestiert, was wir jetzt umsetzen, hat – soweit es meine konzeptionelle Mitarbeit angeht – eine Vorgeschichte mit einigen sehr markanten Punkten. Dazu gehören Projektschritte, die ein Vierteljahrhundert zurückliegen.

Hartmut Skerbisch#

Ich hatte vor Jahren die Gelegenheit, mit Hartmut Skerbisch (†) an einigen Themen zu arbeiten. Manche werden wissen, daß er ursprünglich von der Architektur kam. Fraglos prägend für sein Werk. Zugleich aber war Skerbisch äußerst belesen, also in den abstrakten Welten der Literatur zuhause. Ich durfte annehmen, daß sein sprachgestütztes Denken eine ebenso wichtige Rolle spielte wie seine Grundlagen der Skulpturen und der Raumgestaltung.

Joachim Karner
Joachim Karner
Richard Mayr & Martina Brandl
Richard Mayr & Martina Brandl

Es gab ein paar Momente, die mich annehmen ließen, daß er bibliophil ist, denn er hatte eine sehr achtsame Art im Umgang mit Büchern. Skerbisch hatte mir zum Beispiel einmal Überlegungen von Julien Gracq vorgelegt und dazu das mitgeführte Gracq-Buch in ein Tuch eingeschlagen.

Im Jahr 2018 hatte ich mein Projekt „Praxiszone Dorf 4.0“ (Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft) in Gang. Dazu gehört die „Notiz 011: Im Raum bestehen“. Darin ist notiert: „Aus Gesprächen mit Hartmut Skerbisch hab ich die Anforderung in Erinnerung, ein Werk müsse ‚im Raum bestehen‘. Das wurde für mich zu einem sehr schönen Prinzip, das mir in meinem Rückblick auch als Skerbisch-Aussage ‚Der Satz muß im Raum bestehen‘ erinnerlich ist. (Ich vermute, an Skerbisch wurde oft unterschätzt, wie wichtig ihm Nuancen waren.)“



Weiterführende Lins#



Bild 'skerbisch1'
Bild 'skerbisch2'