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Manu Klein in einer ziemlich bodennahen Endorphin-Maschine.
Manu Klein in einer ziemlich bodennahen Endorphin-Maschine.

Endorphin-Maschine: Schönwetter-Hurrikan#

(Downtown Gleisdorf)#

von Martin Krusche

Der Kampfstier Huracán, spanisch für Hurrikan, stammt aus der Ganaderia „Conde de La Patilla“ (Ganaderia bedeutet Rinderzucht, Conde heißt Graf). Wußte ich erst noch nicht, weil ich gerade mit dem Miura beschäftigt war.

Ich hatte mich vormittags mit Richard Mayr besprochen, der heuer eine Corrida erleben konnte; natürlich mit der Kamera in Händen. Damit war ich gleich bei Don Eduardo Miura Martínez, der mit Ferruccio Lamborghini befreundet gewesen ist. Dämmert es?

Ich kam mit Mayr überein, daß wir diesen Zusammenhang genauer herausarbeiten werden. Und zwar, um bei „Mythos Puch“ den heurigen Jahresschwerpunkt „Endorphin-Maschine“ gleich auf ein soziokulturelles Level zu wuchten, das die Grazer Geschichte nicht hergibt.

Das wird eine Episode, und zwar die Nummer IV, im archipelischen „Kulturraum“. Also notierte ich für die nun fällige Glosse: „Designer Marcello Gandini hatte im November 1965 den fulminanten Giorgetto Giugiaro im Haus Bertone abgelöst…“

Diese Silhouette dürfte im Rückspiegel schwer zu entdecken sein.
Diese Silhouette dürfte im Rückspiegel schwer zu entdecken sein.

Was dann folgte, ist Automobilgeschichte. Der Miura mit seinem 1960er Jahre-Design wirkt noch immer nicht antiquiert, wenngleich aktuelle Lambos wie schnittige Shuttles von Raumkreuzern wirken. Apropos! Es kam mitten in meine Notizen von Manu Klein um 16:34 Uhr via WhatsApp die Frage: „Wo bist unterwegs, Martin?“

Na, wo schon? „Im Bunker = Büro. Florianiplatz. Und du?“ Mir war freilich klar: Computer runterfahren, Schuhe suchen, flugs ins Stadtzentrum! Manu: „Werd dann beim Reina rauf fahren, über Hauptplatz runter Richtung Bürgergasse.“ Das „Reina“ ist der Eissalon direkt neben unserem „Kulturraum“. Man hätte es nicht besser organisieren können.

Den hört man ja eher als man ihn sieht, denn der Lamborghini Huracán kommt ziemlich bodennah daher. Und sachte. Diese Gasse hat zwei fette Schwellen.

Manu sehr entspannt, in deisem rasanten Liegestuhl. Seine kleine Tochter als Kopilotin. Zur Begrüßung bellt das Triebwerk kurz zwischen den Häuserzeilen. (Der 5,2 Liter V10 hat eine sehr deutliche Sprache.) Das wird die vierte Episode in unserem „Kulturraum“, eine komplexe Erzählung, deren Anbahnung man nicht treffender hätte markieren können.



Weiterführend#

Diesen Kurzfilm über Roman Hold und seine Arbeit an einem Hot Rod im Stil des 1933er Ford Coupés habe ich anläßlich einer Tattoo Convention in Gleisdorf gemacht. An seiner Seite Manu Klein: „Verschraubte Hitze“
Zum Abschied hat die kleine Kopilotin das Kraftwerk angeworfen und zack!