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Gleisdorf: Die vormalige k.k. Poststation#

(Ein historisches Terrain)#

Aus der sogenannten Lippen-Hofstadt am Gleisdorfer Hauptplatz wurde einst eine Poststation, welche durch einen Umbau im Jahr 1805 jene stattliche Form erhielt, die wir noch heute als geschlossenes Ensemble sehen können. Dieses k.k. Postamt mit seinen Stallungen war bis 1906 in Betrieb.

Die Südseite des Ensembles, hin zur Schillerstraße.
Die Südseite des Ensembles, hin zur Schillerstraße.

Das Anwesen#

Die Veranstaltungen#

Ein geschichtsträchtiges Terrain an der historischen Ungarnstraße, die Graz mit dem heutigen Budapest verband. Lange bevor der Zustand damaliger Straßen es zuließ, daß man mit Wagen weitere Strecken überwand, sind hier Postreiter unterwegs gewesen. In Gleisdorf konnten Pferde und Boten gewechselt werden. Wir haben heute keine praktische Ansicht mehr davon, welchen Aufwand das verlangte und welche Strapazen das bereitete.

Kommunikation und schließlich Transport, gesamt also spezielle Aspekte der Raumüberwindung, sind hier in eine Jahrhundertgeschichte verwoben. In der Hausmann'schen Gleisdorf-Chronik ist ein Schreiben der hiesigen Bürgerschaft aus dem Jahr 1664 zitiert. Es erging an den Seckauer Fürstbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg, wonach „allhier ein zimbliche grosße durchgehende Landtstraßen“ bestehe und „absonderlich viel Herrn und Cavaglieri durchpasßieren muesßen“.

Die Nordseite, zum Hauptplatz hin.
Die Nordseite, zum Hauptplatz hin.
Der Innenhof mit Blick nach Süden.
Der Innenhof mit Blick nach Süden.

Chronist Franz Arnfelser notierte früher schon, daß Gleisdorf als historischer Straßenknotenpunkt galt. Ich werde zu späterer Gelegenheit die Betrachtung des Raumes Gleisdorf noch etwas weiter zurückführen, denn da gibt es interessante Details zu erfahren. Im Moment ist bemerkenswert, wie die Familien Grill und Kurtz dafür gesorgt haben, daß dieses Ensemble stellenweise sensibel restauriert und gesamt erhalten wurde. Ferner kamen Ulrike und Georg Kurtz überein, die ehemalige Poststation gelegentlich für öffentlich zugängliche Kulturveranstaltungen zur Verfügung zu stellen. (Ein historischer Ort wird neu definiert)