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Wegmarke #3300 a1#

Barbierstange in Gleisdorf#

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Bild 'Weg3300a1b'

Der „Barber’s Pole“ stellt unter den überlieferten Arten von Firmenschildern eine spezielle Ausnahme dar. Ein traditioneller Tragarm (Nasenschild) ragt gewöhnlich als Ausleger rechtwinkelig von der Wand in den Raum davor, wurde vorzugsweise mit beweglichen Teilen versehen, um nachgeben zu können, falls ein hoher Wagen des Weges kam. Da aber die „Barbierstange“ nicht waagrecht, sondern senkrecht montiert wird, steht sie dazu im Kontrast.

Dieses Zeichen geht auf das Mittelalter zurück, als Barbiere sich nicht nur den Haaren und dem Bart widmeten, sondern auch Aufgaben wie dem Aderlaß, dem Reißen von Zähnen, sogar manchen Amputationen; das Verabreichen von Klistieren nicht zu vergessen. Die Farben Blau, Rot und Weiß sollen den Aufgabenbereich symbolisieren. Blau stünde demnach für die Venen zum Aderlaß, Rot für das Blut und Weiß für die Bandagen, die man hinterher braucht. Derlei scheint den Barbieren und Chirurgen eine gemeinsame Vorgeschichte zu geben. Wo der Stab gedreht wird, entsteht übrigens eine optische Täuschung, welche den Eindruck erweckt, die Farbstreifen würden wandern.

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Der Barber Shop liegt im Keller eines Ensembles, zu dem auch ein Tattoo Shop und ein American Diner gehören. Daher trifft sich hier gelegentlich eine Hot Rod- und Custom Car- Szene, also amerikanisches Schwermetall mit V8-Motoren. Siehe dazu: Donnergrollen als Vergnügen (Customizing und Hot Rodding). Weiterführend zum Barber Shop: Pomade (Gut geölte Träumereien)